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Laura (31)

09/06/2026 1 comment Article Mädchen kleineHexe
This entry is Teil 30 von 30 in the series Laura
Windelgeschichten.org präsentiert: Laura (31)

„Was riecht hier so?“, fragte Laura etwas angewidert, als sie wach wurde.
„Laura meine Süße, du hast gestern Abend vergessen meine Windel zu wechseln. Jetzt hab ich über Nacht zum zweiten Mal da rein gemacht“, sagte Viktoria.
„Ja dann komm her“, sagte Laura.

„Wie fandest du es gestern?“, fragte Viktoria.
„Ja doch ganz schön“, sagte Laura.
„»Ja doch ganz schön« klingt so, als hättest du es schlechter erwartet.“
„Keiner hat mich irgendwie angebaggert, daher war es gut“, sagte Laura.
„Wunderbar“, sagte Viktoria. „Ich fands auch gut, dass wir uns lange und ausführlich mit Julia unterhalten haben. Ich hab sie ja nur ein paar Mal gesehen. Ich verstehe jetzt noch mehr, warum du auch sie sehr magst. Klara hab ich ja schon öfter gesehen, aber ich finde sie etwas zu aufgedreht.“
„Sag nichts gegen Klara!“, rief Laura.
„Das war doch nicht böse gemeint. Ich kann mich nur eher mit Julia unterhalten als mit Klara. Natürlich hab ich überhaupt nichts gegen Klara! Ich weiß ja, dass sie auch für dich da ist und zu uns gehört, weil sie ein sehr guter Mensch ist.“
„Dann ist ja gut“, sagte Laura. „Ich bin nur etwas empfindlich, wenn es um meine Freundinnen geht.“
„Das finde ich super“, sagte Viktoria.

„Mittagessen ihr Lieben“, rief Lauras Mutter.
„Ja hier sind wir“, sagte Laura, als sie runter kamen.
„Fürs Frühstück ist es ja schon zu spät“, sagte Beate.
„Wie fühlt ihr euch als frischgebackene Schwiegereltern?“, fragte Viktoria.
„Sehr stolz“, sagte Thorsten. „Mein Junge hat es geschafft. Jetzt fehlen nur noch die Enkel.“
„Ich muss es noch ein wenig sacken lassen“, sagte Beate. „Aber auch ich freue mich sehr.“
„Und unsere kleine Laura, wie fühlst du dich damit?“, fragte Thorsten.
„Naja … ich muss es auch noch sacken lassen“, sagte Laura. „Ich bin ja noch so klein und hab jetzt eine Schwägerin. Das braucht noch ein bisschen.“
„Ich wünsche mir schon von dir, dass du ein bisschen größer wirst“, sagte Beate.
„Aber ich will so bleiben wie ich bin“, sagte Laura.
„Aber Johanna wird nicht ewig so für dich da sein wie jetzt. Wie sich ja inzwischen doch rumgesprochen hat, hat sie schon ihren Mann gefunden, auch wenn sie es der Dorfgemeinschaft verheimlichen wollte“, sagte Beate. „Sie wird mit ihm irgendwann eine Familie gründen und dann musst du auf eigenen Beinen stehen.“
„Ja irgendwann mal. Ach und wo du Johanna grade erwähnst, wo ist sie eigentlich?“, fragte Laura. „Ich hab sie gestern Abend vermisst.“
„Sie hatte einen Notfall zuhause. Ihrem Opa geht es nicht gut.“
„Dann sollten wir sie gleich besuchen gehen“, sagte Laura.
„Ja macht das“, sagte Beate. „Du weißt ja, wo Johannas Großeltern wohnen.“

Laura und Viktoria standen vor dem Haus von Johannas Großeltern und Laura drückte die Klingel. Johannas Schwester Marie öffnete die Tür.
„Hi ihr Lieben, kommt doch rein, wir sind im Wohnzimmer“, sagte Marie.
Die drei gingen ins Wohnzimmer, wo Johannas Opa auf dem Sofa lag und die Oma neben ihm saß.
„Hallo ihr Süßen, danke dass ihr gekommen seid“, sagte Johanna.
„Wie gehts dir Klaus?“, fragte Laura.
„Nicht so gut. Ich weiß nicht wie lange ich noch mache.“
Marie schossen ein paar Tränen in die Augen und sie drückte sich an Johanna.
„Sag das nicht Klaus, wir werden noch ein paar schöne Jahre zusammen haben“, sagte Johannas Oma.
„Bitte Opa, du musst nächstes Jahr noch mein Abi miterleben“, sagte Marie.
„Ja ich weiß. Für euch beide lohnt es sich weiter zu leben.“
Nach einer Stunde gingen Laura und Viktoria wieder.

„Er sah wirklich nicht gut aus“, sagte Viktoria. „Weißt du wie alt er ist?“
„Ich glaube 86“, sagte Laura.
„Das ist schon alt, da ist es auch normal, wenn man gehen muss.“
„Aber ein bisschen geht schon noch.“
„Man weiß es nicht“, sagte Viktoria.
„Meine Großeltern sind alle um die 80, also machen sie auch noch sehr lange“, sagte Laura.
„Noch so jung? Dein Vater ist doch schon 59“, sagte Viktoria.
„Sie sind früh Eltern geworden“, sagte Laura.
„Ja verstehe“, sagte Viktoria. „Bei deinen Eltern war es etwas spät.“
„Naja, bei Philipps Geburt war mein Vater 32, also ein ganz normales Alter zum Vater werden. Bei meiner Geburt war er schon 40.“
„Also haben es sich deine Eltern dann doch nochmal überlegt ein drittes Kind zu kriegen“, sagte Viktoria.
„Nein eigentlich nicht. Nach Matthias‘ Geburt war die Familienplanung abgeschlossen, da meine Eltern immer nur zwei Kinder haben wollten. Mein Vater wollte kräftige Jungs haben und war sehr zufrieden mit seiner Situation.
Doch dann wurde meine Mutter einige Jahre später doch nochmal ungeplant schwanger und dann bin ich gekommen“, sagte Laura.
„Wie haben deine Eltern darauf reagiert?“
„Sie waren sehr begeistert von mir.“
„Und dein Vater, wenn er doch nur kräftige Jungs haben wollte?“
„Er hat seine Meinung schlagartig geändert. Plötzlich wirkte er so, als hätte er schon immer eine Tochter haben wollen. Er war und ist einfach so ein lieber Papa und war immer sehr einfühlsam mir gegenüber.“
„Das ist doch wunderbar. Und wie fanden es deine Brüder, jetzt auf einmal ein kleines Schwesterchen zu haben?“
„Sie haben Spaß daran gehabt, sich um mich zu kümmern und sie wollten damit immer besser als der andere sein.
Ich hab also von meiner ganzen Familie immer sehr viel Liebe und Zuneigung geschenkt gekriegt, genau so wie ich es brauche.“
„Das finde ich sehr schön. Meine Geschichte kennst du ja schon ganz genau“, sagte Viktoria. „Ich will jetzt nicht wieder drüber reden.“
„Ist gut mein Engel.“
„Unsere Geschichten könnten unterschiedlicher nicht sein und doch sind wir uns so ähnlich“, sagte Viktoria.
„Ja das ist schon seltsam“, sagte Laura.
„Und was meinst du, wie unwahrscheinlich es war, dass wir uns getroffen haben. Wie wenige Leute gibt es in unserem Alter, die noch einen Schnuller brauchen.“
„Keine Ahnung. Du bist die einzige, die ich kenne.“
„Und du bist die einzige, die ich kenne“, sagte Viktoria. „Also zumindest die einzige von der ich es weiß, aber vielleicht gibt es doch ein paar mehr Leute. Das ist so eine Sache, die man unmöglich herausfinden kann. Vielleicht sind wir die einzigen im 100km-Umkreis oder vielleicht machen es noch einige hier im Ort.“
„Ich glaub nicht, dass es viele sind.“
„Ich will mich nicht festlegen.“

„So was machen wir heute?“, fragte Viktoria am nächsten Tag.
„Heute ist echt ein super Wetter, daher hab ich eine ganz tolle Idee“, sagte Laura.
„Was denn?“
„Dazu muss ich erst meinen Vater und meinen Onkel fragen“, sagte Laura.
„Was ist es denn?“, fragte Viktoria.
„Bist du schon mal auf einem Motorrad mitgefahren?“
„Nein noch nie.“
„Dann wirds Zeit mein Engel.“
„Wie fühlt sich das an?“
„Echt super. Man fühlt sich sehr frei und sieht die herrliche Landschaft“, sagte Laura.
„Ja gut dann frag mal nach.“
Laura rief ihren Vater an und musste feststellen, dass die beiden nach der Arbeit sowieso vorhatten, eine Runde zu drehen.
„Also es klappt mein Engel“, sagte Laura. „Um 16 Uhr ist mein Onkel hier.“
„Wunderbar“, sagte Viktoria. „Mit dir erlebe ich immer wieder Sachen, die ich noch nie gemacht hab. Ich hatte halt als Kind halt nicht so viele Möglichkeiten.“
„Dann freu dich darüber.“
„Das mach ich doch. Und zwar sehr!“
„Sehr gut.“

„Hallo Viktoria, ich bin der Andreas“, sagte Lauras Onkel, als er da war.
„Hallo Andreas“, sagte Viktoria.
„Ich hab hier Schutzkleidung für dich dabei. Ohne die fahren wir nicht los.“
„Danke, ich zieh sie sofort an.“
„Dann ziehen wir uns auch an meine Kleine“, sagte Thorsten.
„Ja klar“, sagte Laura.

„Stellt euch mal vor die Motorräder“, sagte Thorsten.
Laura und Viktoria stellten sich davor.
„So?“, fragte Viktoria.
„Ja genau so“, sagte Thorsten und machte ein Foto.
„Zeig her“, sagte Viktoria.
„Wunderbar“, sagte Laura. „Wieder ein Bild für unser Album.“
„Euch steht die Motorradkleidung gut“, sagte Andreas.
„Sieht es nicht ein bisschen wild aus?“, fragte Viktoria.
„Ich finde es passt zu euch.“
„So wer fährt bei wem mit?“, fragte Thorsten.
„Ich geh zu dir Papa“, sagte Laura.
„Wusst ichs doch.“
„Komm her Viktoria“, sagte Andreas. „Setz dich hier drauf und stell deine Füße hier hin.“
„Ja mach ich.“
„Dann los!“
Die vier fuhren los und genossen die Fahrt. Laura schrie vor Freude, da sie schon länger nicht mehr Motorrad gefahren ist.

„Wie fandest du es?“, fragte Laura danach.
„Einfach Klasse, auch wenn ich in den Kurven manchmal etwas Angst hatte“, sagte Viktoria.
„Ich fahr seit fast 40 Jahren und mir ist noch nie etwas passiert. Also brauchst du nächstes Mal keine Angst zu haben und außerdem weißt du ja jetzt wie es ist“, sagte Andreas.
„Ich hab dir ja vertraut“, sagte Viktoria.
„Sehr gut.“

„Was ein wilder Tag“, sagte Viktoria abends im Bett.
„Hat doch Spaß gemacht“, sagte Laura.
„Ja fand ich auch.“
„Also träum was süßes mein Engel.“
„Du auch meine Süße.“

Autor: kleineHexe | Eingesandt via Formular

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Tags: fragte, riecht, hier, präsentiert, laura
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Burli
Burli
Gast
09/06/2026 12:28

Lustiger Abschnitt Deiner Geschichte! Das Gefühl das Viktoria hatte kenn ich ganz gut. Nur bin ich nicht si der Van von Motorrad fahren. Dennoch wieder ne schöne Fortsetzung. Freu mich auf die nächsten Teile.

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