Am Sonntag gingen Laura und Viktoria durch den Wald, als sie zufällig Johanna trafen.
„Hallo ihr zwei Mäuse. Wie ich sehe genießt ihr auch die Natur bei dem herrlichen Sonnenschein.“
„Ja machen wir“, sagte Laura.
„Wie hat dein Vater auf dein Bildchen reagiert?“, fragte Viktoria.
„Ich liebe die Natur“, sagte Johanna.
„Johanna?“
„Ja ich habs schon verstanden“, erwiderte Johanna etwas trotzig.
„Wie hat er reagiert?“, wollte Viktoria bestimmend wissen.
„Er hat mich ausgelacht“, sagte Johanna mit einem trotzigen Lächeln.
„Wie gemein“, sagte Viktoria sarkastisch.
„Ihr seid alle gemein zu mir“, sagte Johanna.
„Ich doch nicht“, sagte Laura und umarmte Johanna.
„Du ganz besonders meine Kleine“, sagte Johanna und kitzelte Laura.
„Lass das. Du bist hier gemein und nicht ich“, sagte Laura.
„Ist auch besser so“, sagte Johanna.
„Und wie hat deine Mutter reagiert?“, fragte Viktoria.
„Sei ruhig!“, sagte Johanna.
„Wie hat sie …“
„Sie hat gesagt, dass man merkt, dass ich die Tochter von meinem Vater bin, da er auch öfter mal geblitzt wird“, fiel Johanna Viktoria ins Wort.
Laura lachte.
„Wie gesagt, jeder der mir nahe steht, ist gemein zu mir“, sagte Johanna.
„Wer dir nicht nahe steht und gemein zu dir ist, wird auch kein glückliches Leben mehr haben“, sagte Laura.
„Allerdings“, sagte Johanna. „Dafür werde ich schon sorgen und das natürlich auch, wenn jemand gemein zu euch ist.“
„Ach ich liebe dich einfach“, sagte Laura.
„Ich dich auch meine Kleine“, sagte Johanna.
„Ich euch auch“, sagte Viktoria.
Am nächsten Morgen musste Laura schon um sechs Uhr aufstehen. Nachdem sie im Bad war, überlegte sie sich, was sie anziehen sollte. Sie dachte daran, sich kindlich anzuziehen und zog ihr Lieblingskleid an.
Mit ihrem Schnuller im Mund ging sie in die Küche und machte sich schnell etwas zu essen.
„Guten Morgen mein Schatz“, sagte Beate, als sie hinzukam.
„Morgen“, sagte Laura.
„Ich denke das Kleid ist in Ordnung für heute. Aber bitte lass deinen Schnuller zu Hause.“
„Warum denn? Was ist, wenn ich ihn brauche?“
„Was sollen denn die Kinder von dir denken, wenn du als Erzieherin einen Schnuller im Mund hast?“
„Ich werde mich dafür natürlich auf der Toilette einsperren“, sagte Laura.
„Lass ihn hier. Nimm ihn aus dem Mund und gib ihn mir. Ich werde gut auf deinen Schnuller aufpassen. Wenn du wiederkommst, kriegst du ihn sofort.“
„Ich will ihn schon lieber mitnehmen“, sagte Laura.
„Nein lass ihn bitte hier.“
„Na gut“, sagte Laura, nahm ihren Schnuller raus und gab ihn ihrer Mutter.
„Viel Spaß heute“, sagte Beate und umarmte ihre Tochter.
Laura lief zu dem Kindergarten, der ganz in der Nähe war.
„Hallo Laura“, sagte Sandra, die Chefin vom Kindergarten, als Laura ankam.
„Hallo Sandra“, sagte Laura.
„Bist du aufgeregt?“, fragte Sandra.
„Ja sehr“, sagte Laura.
„Die Kinder sind meistens sehr lieb und wenn sie mal frech werden, sind Karin und ich ja noch da. Karin müsste auch jeden Moment kommen.“
„Grüßt euch“, sagte Karin, als sie kurz darauf hereinkam. „Ich wurde vorgewarnt, dass du die Woche bei uns bist Laura.“
„Ich bin nur ziemlich nervös“, sagte Laura.
„Es wird schon nichts passieren“, sagte Karin. „Das weiß ich.“
„Du bist ja auch schon ewig hier“, sagte Laura.
„Ich weiß noch genau, wie du damals als Kind hier warst. Du warst so ein liebes Mädchen, hast dich uns gegenüber aber nie wirklich geöffnet. Vieles mussten wir erst Johanna sagen, damit sie es dir sagt, weil du immer ein wenig misstrauisch warst. Natürlich waren wir nie böse auf dich, weil wir wussten, dass du sehr lieb bist und dein Verhalten nicht böse gemeint war, auch wenn wir uns ein bisschen mehr Offenheit von dir gewünscht hätten.“
„Das ging einfach nicht“, sagte Laura.
„Ist doch in Ordnung“, sagte Karin. „Und ich weiß noch, dass du diejenige warst, die am meisten und am längsten an ihrem Schnuller hing.“
Laura lief rot an und konnte kein Wort rausbringen.
„Das ist doch lange her. Das muss dir nicht peinlich sein.“
„Ne ne …“, sagte Laura.
„Wie auch immer, gleich kommen die ersten Kinder“, sagte Karin.
Nach und nach kamen die Eltern, um ihre Kinder abzugeben. Laura musste den Kindern dabei helfen, die Schuhe auszuziehen.
„Wer bist du denn?“, fragte ein kleiner Junge.
„Ich bin die Laura.“
„Bist du jetzt auch hier?“, fragte er.
„Nur für eine Woche“, sagte Laura.
„Ich mag dich“, sagte er.
„Wir kennen uns doch gar nicht“, sagte Laura.
„Ich mag dich trotzdem.“
Laura war ein bisschen unwohl dabei, obwohl sie das sehr nett von ihm fand.
„Ja gut … wie heißt du denn?“, fragte Laura.
„Lennart“, sagte der Junge. „Da kommt auch Frida, sie ist meine Freundin.“
Lennart umarmte Frida und sagte zu ihr: „Das ist Laura, unsere neue Erzieherin. Sie ist sehr nett.“
„Hallo“, sagte Laura.
„Hallo Laura“, sagte Frida.
„Was macht ihr jetzt immer?“, fragte Laura.
„Zuerst spielen wir Vater-Mutter-Kind“, sagte Frida.
„Wir sind die Eltern und die Puppe ist das Kind“, sagte Lennart.
Am liebsten würde Laura statt der Puppe als das Kind mitspielen, doch sie wusste, dass sie das nicht machen kann.
„Wie schön“, sagte Laura. „Dann fangt mal an.“
„Gleich machen wir das Frühstück“, sagte Sandra. „Wie gefällt es dir bisher?“
„Sehr gut“, sagte Laura. „Der kleine Lennart hat mich direkt in sein Herz geschlossen.“
„Der ist schon ein ganz Lieber“, sagte Sandra. „Ich mag ihn auch sehr.“
„Wo ist das Frühstück?“, fragte Laura.
„Hier in dem Raum. Wenn du willst, kannst du schonmal anfangen, den Tisch zu decken.“
Laura deckte den Tisch.
„Sehr gut gemacht“, sagte Sandra. „Die Kinder werden sich freuen.“
Sandra klingelte mit einer Glocke, woraufhin sich die Kinder an den Tisch setzten. Sandra, Karin und Laura setzten dazu und das Frühstück begann.
„So süß, wie die Kinder hier sitzen“, dachte sich Laura. „Am liebsten würde ich mich wieder so klein machen und für immer hierbleiben.“
Laura versank in ihrer Gedankenwelt und wurde traurig darüber, dass sie schon 19 Jahre alt war.
„Laura!“, rief Sandra.
„Ja?“, fragte Laura etwas verwirrt.
„Du wirktest ziemlich geistig abwesend.“
„Ja … nein … keine Ahnung.“
„Los iss auf. Alle anderen sind schon fertig.“
Zwanzig Kinderaugenpaare blickten gespannt auf Laura.
„Steht doch schon mal auf“, sagte Laura.
„Hier bleiben alle sitzen, bis alle fertig sind“, sagte Karin.
„Ich fühl mich aber unwohl, wenn mich alle anstarren“, sagte Laura.
„Ausnahmsweise dürft ihr schon aufstehen“, sagte Karin, woraufhin die Kinder wieder spielen gingen.
Eine halbe Stunde später rief Sandra die Kinder zusammen, die sich daraufhin im Kreis hinsetzten. Jedes Kind musste jetzt von seinem Wochenende erzählen. Laura hörte gespannt zu und war begeistert, was die Kinder alles erlebten. Nach über eineinhalb Stunden waren alle Kinder fertig mit erzählen.
„Was hast du am Wochenende gemacht?“, wollte Lennart von Laura wissen.
„Ich?“, fragte Laura.
„Ja du! Was hast du gemacht liebe Laura?“
Sandra und Karin lächelten und gaben Laura damit zu verstehen, dass sie jetzt wirklich erzählen soll, was sie gemacht hat.
„Also ich bin mit meiner besten Freundin Johanna, ihrer Schwester Marie und meiner anderen besten Freundin Viktoria nach Würzburg gefahren, um die Stadt anzusehen. Gestern waren wir noch etwas im Wald.“
„Ist dabei auch was lustiges passiert?“, fragte Lennart.
„Allerdings“, sagte Laura. „Ich weiß nur nicht, ob ich das erzählen darf.“
„Erzähl!“
„Aber nur, wenn ihr das nicht weitersagt.“
„Nein.“
„Also gut. Johanna wurde bei der Fahrt geblitzt, obwohl sie erst seit einer Woche Auto fahren darf.“
„Mein Vater wurde auch geblitzt, jetzt darf er einen Monat lang nicht fahren“, sagte Lennart.
„Man muss immer ordentlich fahren“, sagte Sandra.
„Jetzt singen wir ein bisschen“, sagte Karin. „Ihr kennt ja die Lieder.“
„Brauchst du die Texte Laura?“, fragte Sandra.
„Ich kenne viele Kinderlieder“, sagte Laura.
„Wieso das denn?“
„Einfach so“, sagte Laura, weil sie nicht sagen wollte, dass sie mit Viktoria regelmäßig Kinderlieder singt.
Nach dem Singen wurde es schon Zeit für das Mittagessen.
Danach machten einige Kinder einen Mittagsschlaf.
„Ich mach das nicht. Ich bin ja schon fünfeinhalb“, sagte Lennart.
„Das dachte ich mir schon“, sagte Laura.
„Aber Frida macht das, obwohl sie auch schon fünf ist.“
„Jeder wie er will“, sagte Laura. „Aber was machst du da an ihren Sachen?“
„Ich hole Frida ihren Schnuller, weil sie den zum schlafen braucht. Sie will, dass ich das für sie mache.“
„Wie süß“, sagte Laura.
Laura beobachtete, wie er zu Frida in den Schlafraum ging, wo sie auf einer Matratze lag. Lennart steckte Frida den Schnuller in den Mund und streichelte ihre Wange. Frida schlief daraufhin friedlich ein.
„Das ist ja wie bei Johanna und mir“, sagte Laura ganz leise und lächelte.
„Was ist wie bei Johanna und dir?“, fragte Lennart.
„Was??“, rief Laura entsetzt.
„Wie konnte er das hören?“, dachte sie sich und schämte sich.
„Was ist wie bei Johanna und dir?“, fragte Lennart erneut.
„Äh … ich … hab nur gesehen, dass ihr euch wohl sehr lieb habt. So wie meine Freundin Johanna und ich.“
„Achso“, sagte Lennart. „Hast du einen Freund?“
„Bitte frag mich sowas nicht. Wir kennen uns kaum“, sagte Laura.
„Ich mag dich aber und interessier mich dafür.“
„Wir können später nochmal sprechen, aber jetzt mach bitte einfach das, was du normalerweise jetzt machst“, sagte Laura.
Laura fühlte sich ein wenig überfordert. Einerseits war sie sehr angetan davon, wie freundlich und interessiert Lennart war. Sie spürte, dass das ehrlich war. Andererseits wollte sie ihm nichts über sich erzählen. Laura überlegte sich, ob sie ihm sagen soll, dass sie sich unwohl fühlt, aber sie konnte es nicht übers Herz bringen, einen kleinen, fröhlichen Jungen abzuweisen.
„Sandra, ich möchte kurz mit dir reden“, sagte Laura.
„Ja was ist denn?“
„Der Lennart ist wirklich ein sehr lieber Junge, aber er möchte private Dinge von mir wissen, die ich nur Leuten wie Johanna oder Julia erzählen möchte. Ich weiß, dass er das lieb meint, aber ich fühle mich unwohl dabei.“
„Ja verstehe. Du bist also immer noch so introvertiert wie damals.“
„Ja bin ich, deshalb möchte ich das nicht. Und es fühlt sich komisch an, weil ich denke, dass er mit mir befreundet sein will.“
„Das denke ich nicht. Er ist einfach nur neugierig und interessiert sich für fremde Menschen und dich kennt er noch nicht.“
„Er soll mich aber nicht kennenlernen“, sagte Laura.
„Das ist aber schon wichtig hier, damit die Kinder Vertrauen zu einem aufbauen können. Natürlich gibt es private Dinge, die die Kinder nichts angehen, aber du solltest schon ein bisschen was von dir erzählen.“
„Das kann ich aber nicht“, sagte Laura.
„Du hast dich wirklich überhaupt nicht verändert in den letzten 15 Jahren“, sagte Sandra.
„Naja ein bisschen schon“, sagte Laura.
„Ja ich weiß. Du erzählst den Kindern einfach so viel wie möglich von dir und ich rede mit Lennart, damit er dich nicht so ausfragt. Einverstanden?“
„Ok“, sagte Laura.
„Bis morgen Laura“, sagte Lennart, als er am Nachmittag abgeholt wurde.
„Bis morgen“, sagte Laura.
Nachdem alle Kinder weg waren, musste noch ein wenig aufgeräumt werden.
„Du hast dich wirklich gut geschlagen“, sagte Sandra. „Bis morgen.“
„Bis dann“, sagte Laura und ging nach Hause.
„Wie wars?“, fragte Viktoria ganz aufgeregt.
„An sich gut“, sagte Laura. „Die Kinder waren sehr lieb zu mir. Vor allem ein Junge, Lennart heißt er, mochte mich wohl besonders gerne.“
„Wie schön. Was hat Lennart zu dir gesagt?“
„Er hat direkt gesagt, dass er mich mag und mich viel über mich gefragt, was ich aber nicht so gerne mag. Dazu wollte er auch private Sachen wissen, z.B. ob ich einen Freund habe.“
„Du kannst ihm ruhig etwas erzählen. Ich denke er wird alles toll finden, was du ihm erzählst und du musst keine Angst haben“, sagte Viktoria.
„Ich will das aber nicht, auch wenn er sehr nett ist und ich ihn auch schon ein bisschen mag.“
„Mal sehen wie es morgen wird. Musstest du auch schon jemanden wickeln?“
„Nein noch nicht.“
„Aber mich musst du gleich wickeln“, sagte Viktoria.
„Ja mach ich. Es gibt noch etwas ganz süßes über Lennart.“
„Jetzt bin ich aber gespannt.“
„Er hat eine Freundin, Frida, um die er sich so kümmert, wie Johanna sich um mich oder ich mich um dich. Frida hat mit ihren fünf Jahren noch einen Schnuller und wird von Lennart immer zum Mittagsschlaf ins Bett gebracht.“
„Das ist ja bezaubernd.“
„Insgesamt fällt es mir schwer, mich nicht wie ein Kleinkind zu verhalten, weil ich so viele Spielsachen und Kleinkinder sehe. Das ist wie ein Naschverbot in einem riesigen Haus voll mit kostenlosen Süßigkeiten.“
„Jetzt können wir aber Kleinkinder sein“, sagte Viktoria.
„Ja das können wir“, sagte Laura und steckte sich ihren Schnuller in den Mund.
Laura legte Viktoria eine neue Windel an und spielte mit ihr mit den Stofftieren, da sie am liebsten mit Stofftieren spielten.
„Wie viele Kuscheltiere hast du denn?“, fragte Laura.
„Ich weiß es nicht. Ich hab sie nie gezählt, aber es sind bestimmt 20 oder so“, sagte Viktoria.
„Also ich hab 37“, sagte Laura.
„Warum hast du so viele?“
„Ich liebe es in den Zoo zu gehen und ich mochte es immer schon zuhause Zoo zu spielen und hab mir deshalb zum Geburtstag oft Kuscheltiere gewünscht, um möglichst viele Tiere zu haben. Oft habe ich drei bis vier Tiere pro Tierart“, sagte Laura. „Und bei dir?“
„Ich habe mich oft gelangweilt mit einem Kuscheltier und wollte deshalb oft ein neues haben, nur damit es danach damit irgendwann wieder langweilig wurde. Da ich es aber nie übers Herz bringen konnte, ein Tier wegzuwerfen, habe ich noch alle meine Kuscheltiere“, sagte Viktoria.
„Das verstehe ich. Ich könnte das wahrscheinlich auch nicht“, sagte Laura.
„Und du weißt ja, dass ich auch meine alten Schnullis sammel“, sagte Viktoria und holte eine Kiste hervor.
„Das sind wirklich viele Schnuller“, sagte Laura.
„Das sind mindestens 150“, sagte Viktoria. „Und fast alle sind unterschiedlich, was mir sehr gefällt. Das ist auch ein Grund, warum ich immer wieder andere Schnuller bestelle. Nur einer fehlt leider.“
„Warum das?“
„Weißt du noch im Skiurlaub, als ich am ersten Abend meinen Schnuller verloren hab und du mir deinen Ersatzschnuller gegeben hast?“, fragte Viktoria.
„Ja“, sagte Laura.
„Der ist auch danach nie wieder aufgetaucht, obwohl er doch in dem Zimmer hätte sein müssen.“
„Ich habs auch nicht verstanden“, sagte Laura.
„Das macht mich schon etwas traurig, weil es der einzige fehlende ist.“
„Aber dafür hast du alle anderen noch.“
„Ja zum Glück.“
„Welche findest du am schönsten?“
„Erstmal finde ich sie alle schön, weil ich Schnullis liebe“, sagte Viktoria. „Aber diese beiden hier finde ich besonders hübsch.“
„Ja die sind schon süß“, sagte Laura.
„Mir gefällt es auch, immer wieder neue Schnuller auszuprobieren“, sagte Viktoria.
„Also ich nehme immer die gleichen Schnuller“, sagte Laura. „Und bis auf meinen ersten Schnuller, der in der kleinen Glasdose auf meinem Schreibtisch liegt, habe ich sie alle weggeworfen“, sagte Laura.
„Ist schon ein bisschen schade, aber wenn du immer den gleichen Schnuller nimmst, dann macht es auch nicht so viel Sinn, sie zu sammeln.“
„Ja genau. Bei mir würde die Sammlung wahrscheinlich über 250 Schnuller umfassen, weil die bei mir ja immer schnell kaputt gehen, also ausgeleiert sind“, sagte Laura.
„Du nuckelst schon sehr stark“, sagte Viktoria. „Grade eben auch wieder.“
Laura lächelte nur und nuckelte wieder stärker.
„Man sieht immer richtig deutlich, wie sich dein Schnuller in deinem Mund hin und her bewegt“, sagte Viktoria.
„Bei dir aber auch“, sagte Laura.
„Aber nicht so stark“, sagte Viktoria. „Hier sieh her.“
Viktoria nuckelte ein paar Mal an ihrem Schnuller.
„Bei dir ist es stärker“, sagte Viktoria.
„Ja kann schon sein“, sagte Laura.
„Ach Laura, ich liebe dich einfach“, sagte Viktoria.
„Ich dich auch Viktoria“, sagte Laura.
Die beiden legten sich ins Bett und kuschelten zusammen. Immer wieder rieben sie ihre Schnuller aneinander, lächelten und streichelten sich gegenseitig die Wangen.
„Gute Nacht meine süße Laura“, sagte Viktoria irgendwann.
„Gute Nacht mein Engel Viktoria“, sagte Laura daraufhin.
Autor: kleineHexe | Eingesandt via Formular
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