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Daxon (6) : Das Aerokart-Rennen

16/09/2026 0 comments Article Gemischt Hans_Steam
This entry is Teil 6 von 6 in the series Daxon
Windelgeschichten.org präsentiert: Daxon (6) : Das Aerokart-Rennen

Kapitel 6: Das Aerokart-Rennen

Den nächsten Tag machten wir wieder fleißig mit Keeras Ausbildung weiter. Dabei stellte ich fest, dass sie allmählich mit den Avidrive-Scheinen anfangen sollte. Ich kontaktierte Lioran: „Hi Lioran, kannst du einen Level-K-SimMind besorgen?“

„Hi Daxon, schwierig. Normalerweise sind die in Avidrive-Schulen und die Schüler kommen zum SimMind. Nur wegen einer einzigen Schülerin eher nicht. Außerdem würde Level D auch reichen.“

„Ist ja nicht nur wegen Keera. Ich will meine Kenntnisse auch mal wieder auffrischen und als Daxon kann ich ja schlecht in eine Avidrive-Schule gehen.“

„Verstehe. Macht Sinn. Ich schaue mal, was sich machen lässt. Ach ja, beinahe hätte ich ‘was Wichtiges vergessen. Ich habe eine Nachricht bekommen, dass dein altes Team endlich gefunden wurde. Sie wurden zufällig von einem Frachter mitten im Nirgendwo entdeckt. Sie sind deutlich weiter abgetrieben, als wir berechnet hatten, und waren schon außerhalb des Suchgebiets. Alle sind am Leben, wie es ihnen nach so langer Zeit zu viert in der Rettungskapsel aber wirklich geht, weiß ich noch nicht. Ich melde mich, wenn ich Genaues weiß. Es wird aber sehr lange dauern, bis wir sie wieder zurückholen können. In der Gegend sind keine schnellen Schiffe unterwegs. Der Chief überlegt sogar, ob er eine kleine Hyperraumfähre zur Rettung chartern soll.“

***

Lioran hatte gezaubert. Schon am nächsten Tag wurde der SimMind geliefert. Ich packte ihn aus, aktivierte ihn und kalibrierte einen der Neurotransmitter für mich und teste ihn. Es war ein aktuelles Modell mit allem, was man brauchte. Danach erklärte ich Keera: „Das ist eine Mischung aus Simulator und KI-Lehrer. Damit kann man alle gängigen Avidrive-Scheine machen. Also Klasse A bis K. Der hat einen leistungsfähigeren Neurotransmitter als ein Komputer und kann nicht nur ein extrem realistisches räumliches Bild erzeugen, sondern auch alle anderen Sinneseindrücke. Von Beschleunigung bis hin zu Schmerzen. Außerdem kann man ihn gleichzeitig mit mehreren Personen nutzen.“

„Wozu Schmerzen?“

„Man kann damit zum Beispiel auch realistische Aerokart-Rennen simulieren. Wenn man dabei mit zu viel Risiko fliegt und gegen einen Felsen kracht, tut das in echt ziemlich weh. Da macht es einen großen Unterschied, ob man unverwundbar durch die Gegend heizen kann oder sich überlegen muss, wie viel Risiko man eingeht. Jedenfalls muss du dich nur einmal über den Komputer identifizieren. Zum Starten denkst du ‘SimMind: Avidrive-Lernen‘. Der SimMind fängt dann mit Klasse A und einfachen Fahrzeugen an und passt die Lerngeschwindigkeit an deine Fähigkeiten an. Er misst, wie viele Fehler du machst, wie lange du für Entscheidungen brauchst und wie viel Stress du beim Fahren oder Fliegen hast. Wenn du sicher im Umgang mit dem Fahrzeug oder Raumschiff bist und dabei das Stresslevel niedrig genug ist, bekommst du die Klasse als bestanden eingetragen und er geht mit der nächsten Klasse weiter. Er erkennt auch, wann du erschöpft bist und macht dann Pausen. Wenn du von selbst nicht mehr willst, musst du nur ‘SimMind: Pause‘ denken. Er macht dann beim nächsten Mal an der Stelle weiter. Als Space-Ranger musst du mindestens Klasse C bis zum Ende der Ausbildung erreichen, besser D. Bei deiner aktuellen Identität wird nur Klasse B offiziell eingetragen. Die Organisation hat eine geheime Datenbank, in der deine echten Identitätsdaten inklusive Gehaltskonto sind, dort werden alle erreichten Klassen eingetragen.“

„Welche Klasse hast du geschafft?“

„Klasse H. Damit darf man so ziemlich alles fliegen oder fahren außer Hyperraumfähren. Avidrive liegt mir. Darum wollte ich auch den SimMind hier haben, um mal wieder üben zu können und mich mit ein paar neuen Modellen von Fahrzeugen und Raumschiffen vertraut zu machen.“

Keera übte den ganzen Tag mit dem SimMind und machte nur zum Essen oder für kurze Bewegungsübungen Pause. Auch ich nutzte das Gerät ausgiebig. Als der SimMind spätabends entschied, dass Keera für heute zu erschöpft zum Weiterlernen sei, zog ich ihr eine dicke Windel, einen Body und einen Schlafanzug an und sie schlief eng angekuschelt an mich ein. Sie wie ein Baby neben mir liegen zu haben, war zwar immer noch merkwürdig für mich, aber zum einen merkte ich, wie sehr ihr das guttat nach dem anstrengenden Tag und zum anderen gefiel es mir, sie zu wickeln, anzuziehen und ihr einen Klaps auf den dicken Windelhintern zu geben.

Morgens frühstückten wir im Zimmer. Als sie eine neue Windel brauchte, wollte sie nur eine Windel und keine andere Babykleidung, weil die Windel praktisch zum Avidrive-lernen sei, sagte sie. Wir übten wieder den ganzen Tag am SimMind. Pausen gab es nur zum Essen, Wechseln der Windel und eine Runde Laufen im Park. Als der SimMind abends wieder entschied, dass Keera erschöpft war und sich abschaltete, nahm Lioran kurz darauf mit ihr Kontakt auf. Sie wirkte während des Gesprächs zunehmend geknickt und sagte als einziges nur: „Okay. Tut mir sehr leid, Lioran. Auf Wiederhören.“

„Was wollte Lioran? Hast du ‘was falsch gemacht?“

„Lioran war ziemlich böse auf mich, weil ich es in zwei Tour bis Klasse B geschafft habe. Aber da kann ich doch nichts dafür, oder?“

„Klasse B? Nicht dein Ernst.“ Ich musste lachen. „Kein Wunder, dass Lioran total sauer ist. Er hat die gesamte Zeit in der Akademie und viel Nachhilfe von mir gebraucht, um überhaupt bis auf C zu kommen und wäre deswegen beinahe mit der Ausbildung durchgefallen. Du hast ihn jetzt wie einen Idioten aussehen lassen. Aber mach dir deswegen keinen Kopf. Damit muss Lioran selbst klarkommen. Der beruhigt sich wieder. So, so. Dann bist du auch noch eine talentierte Pilotin. Lass uns morgen mal ein Aerokart-Rennen gegeneinander fahren, damit ich sehe, was du wirklich draufhast.“

***

Nach dem Frühstück setzten wir uns vor den SimMind. Ich setzte ein Rennen auf und sprach laut, damit Keera hörte, was ich eingab: „SimMind: Aerokart-Rennen Leistungsstufe Unlimited über zwanzig Runden. Keera und ich mit 14 KI-Gegnern der Amateurliga C und B. Kurs zufällig. Maximaler Realitätsgrad.“

Aerokarts waren kleine einsitzige keilförmige Flitzer mit geschlossener Kabine, die zwischen zwei und zehn Metern über dem Boden schweben konnten, sehr wendig und bis zu dreihundert Kilometer pro Stunde schnell waren. Nachdem ich im SimMind die Simulation aktiviert hatte, standen wir in der Startaufstellung nebeneinander. Keeras Avatar sah ihr ziemlich ähnlich und lächelte mich herausfordernd an. Wir aktivierten die Bordsysteme, wobei das Aerokart zu schweben begann, und warteten auf den Start.

Bereits in der fünften Runde waren Keera und ich weit in Führung und lagen abwechselnd vorne. Keera war verdammt gut. Ich blieb eine Zeit lang hinter ihr, um ihren Flugstil zu studieren. Das Schwierigste an dem Kurs war die letzte Kurve vor dem Ziel, die Keera jedes Mal mit unglaublicher Präzision perfekt nahm. Mit allen Tricks, die ich draufhatte, schaffte ich es manchmal sie zu überholen, aber nach der letzten Kurve lag sie immer wieder vor mir. In der letzten Runde setzte ich mich mit vollem Risiko vor sie. Ich wusste aber, dass ich in der letzten Kurve keine Chance gegen sie hatte. Also machte ich einen schmutzigen Trick. Ich rempelte bewusst so gegen einen Felsen, dass ein Brocken abbrach. Keera musste dem Brocken ausweichen, schrammte hart an einen Felsen und kam von der Ideallinie ab. Ich fuhr als erster über die Ziellinie. Nachdem das Rennen vorbei war, deaktivierte ich den SimMind.

Keera schmollte: „Au, das hat weh getan. Das hast du mit Absicht gemacht!“

„Ja. Aber du hast einen großen Fehler gemacht, der dir nie wieder unterlaufen darf. Daher wollte ich, dass diese Lektion schmerzhaft für dich wird, damit du dir das besser merkst. Das Wichtigste bei der Undercoverarbeit ist es, den Gegner nie merken zu lassen, was man wirklich kann. Als du gemerkt hast, dass du in der letzten Kurve besser bist als ich, hättest du einfach hinter mir bleiben können, um mich ich in der letzten Kurve zu überholen und ich wäre überrumpelt gewesen. So hast du mir gezeigt, wie gut du bist und mich in die Ecke gedrängt. Da habe ich habe mich mit allen Mitteln gewehrt.“

„Das war trotzdem unfair.“

„Die Verbrecher, die wir jagen spielen alles, außer fair.“

„Das war aber ein Rennen zwischen uns zwei und keine Verbrecherjagd.“

„Hör zu. Im letzten Jahr der Ausbildung war ich Aerokart-Akademiemeister. Ich habe schon tausende Rennen am SimMind und hunderte in Real geflogen. Wenn man bedenkt, dass das dein allererstes Rennen war, bist du verdammt gut. Ich bin noch nie gegen jemand geflogen, der so konstant und präzise steuert wie du. Wenn du das öfter machen würdest, wärst du wahrscheinlich unbesiegbar und könntest es als professionelle Pilotin zum Champion bringen. Sieh es mal so: das war meine einzige Chance jemals gegen dich zu gewinnen, weil ich nicht glaube, dass du dich nochmal von mir überrumpeln lässt.“

Am späten Nachmittag schmollte Keera immer noch ein bisschen. Ich hatte es wohl mit der harten Ausbildung übertrieben. Außerdem hätte ich wohl mein männliches Ego überwinden und ihr den Erfolg gönnen sollen. Ich hatte schon so viele Rennen gewonnen. Für Keera wäre es wohl das erste große Erfolgserlebnis gewesen. Ich fühlte mich mies und wollte mich entschuldigen: „Keera, es tut mir leid. Ich war zu hart zu dir und ich war egoistisch. Verzeih mir bitte.“

„Nicht nötig. Du hast regelkonform gewonnen und mir eine wichtige Lektion beigebracht. Ich hatte mich halt schon so auf den Sieg gefreut. Aber man soll nicht vor der Ziellinie feiern.“

„Dennoch hast du eine Belohnung für das beste allererste Aerokart-Rennen der Geschichte verdient. Darf ich dich zum Essen und in eine Bar ausführen? Ja? Kannst du dir dann bitte etwas Schickes anziehen? Lass mich aber bitte zuerst ins Bad.“

Während Keera nach mir im Bad war, rief ich den Rezeptionisten an und bat ihn spontan, für uns einen Tisch in einem gehobenen Restaurant zu organisieren. Wenige Minuten später rief er mich zurück, dass er einen Tisch in einem guten solaranischen Restaurant bekommen hatte. Als Keera aus dem Bad kam, sah sie traumhaft aus, was ich ihr auch sagte und sie verlegen machte. Wir gingen in die Lobby.

„Madam, Sir. Sie sehen umwerfend aus. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Abend. Das Taxi wartet schon.“

Ich bedankte mich beim Rezeptionisten und gab ihm zwanzig Credits Trinkgeld. Das solaranische Restaurant war Spitzenklasse. Auch wenn es vieles zu essen gab, was Keera noch nicht hatte, konnte sie es zum Glück inzwischen so genießen, dass wir nicht auffielen. Nach dem Essen ließen wir uns von einem Taxi in eine angesagte Bar fahren. Am Türsteher vorbeizukommen, war kein Problem. Wir betraten die Bar. Ich flüsterte Keera zu: „Schau etwas gelangweilter. Es soll ja keiner merken, dass das dein erstes Mal ist.“

Wir setzten uns an einen kleinen Tisch und ich bestellte zwei ausgefallene Cocktails.

Kurz darauf kam eine junge Frau in Keeras Alter mit einer Emotion-Frisur und sprach sie an: „Hi. Sorry, dass ich dich so invasiere. Du siehst so supra aus. Woher hast du das nova Nageldesign? Sowas suche ich schon ewig.“

Die andere Frau war eine ziemliche Quasselstrippe, aber Keera bestand die Feuertaufe und spielte ihre Rolle perfekt. Nach dem kurzen Gespräch über Nageldesign fragte die Frau uns noch, ob wir mit auf eine private Party gehen wollten, bei der es vielleicht etwas Masqua gab oder ob wir vielleicht etwas Masqua mitbringen können. Beim Thema Masqua wurde sie etwas penetrant. Ich sah mich unauffällig um und mein Verdacht wurde bestätigt. Ein alleinstehender Mann in meinem Alter beobachtete uns. Jede Wette, dass das ihr Ausbilder und sie eine angehende Drogenfahnderin war. Um meine Tarnung nicht zu riskieren, sagte ich gelangweilt: „Tut uns leid, aber wir haben später noch eine andere Verabredung.“ Enttäuscht ging sie wieder. Als sie weg war, fragte ich Keera, ob ihr an der jungen Frau etwas aufgefallen sei und selbst Keera hegte den Verdacht, dass sie eine Drogenfahnderin sei. Da hatte ihr Ausbilder noch einiges an Arbeit vor sich.

Anfangs war es Keera unangenehm, mit ihrem guten Aussehen und Outfit so viel Aufmerksamkeit zu erregen. Allmählich baute sie Selbstbewusstsein auf und fing an, es zu genießen. Da es Keera in der Bar gefiel, blieben wir noch ein paar Drinks und unterhielten uns noch länger mit einem Pärchen von Solara, die hier Urlaub machten. Er war Raumschiffdesigner und Outfit, Schmuck und Accessoires der Beiden verrieten, dass er damit sehr erfolgreich war. Für Keera war das eine gute Möglichkeit zu lernen und sie spielte ihre Rolle hervorragend. Niemand wäre auf die Idee gekommen, dass sie nicht Nageldesignerin war und noch vor kurzem wie eine Sklavin als Putzkraft auf einem Raumschiff arbeitete.

Spätnachts kamen wir zurück ins Hotel. Während wir uns auszogen und fürs Bett fertig machten, unterhielten wir uns.

„Keera, du hast deine Rolle heute sehr überzeugend gespielt. Ich denke, ab jetzt dürfen wir uns öfters unter Leute trauen. Ich hätte nicht gedacht, dass du auch das so schnell lernst.“

„Auf dem Raumschiff habe ich die Passagiere immer heimlich beobachtet. Ich habe mir immer vorgenommen, nicht genauso zu werden. Du weißt schon, das Überhebliche, die Arroganz und die Dekadenz. Jetzt muss ich das genau so sein. Damit klarzukommen, ist schwerer, als die Rolle zu spielen.“

„Ja, verstehe. Damit habe ich auch meine Probleme. Aber das ist nur eine Rolle. Das bist nicht du selbst. Hat es dir denn trotzdem ein bisschen gefallen?“

„Ja, natürlich. Das war ein sehr schöner Abend. Danke.“

Weil ich nicht wusste, ob ich Keera durch das Ausgehen genug besänftigt hatte, fragte ich sie: „Soll ich dich für die Nacht wickeln?“

Sie strahlte mich an und nickte: „Aber dann muss ich vorher noch schnell aufs Klo, damit ich nachts durchschlafen kann. Ich habe zu viel getrunken.“

„Aber das ist doch der Sinn einer Windel. Also …“ und ich klopfte mit der Hand aufs Bett. Keera legte sich aufs Bett und ich holte eine Windel. Inzwischen hatte ich herausgefunden, dass sich diese nicht nur in den Motiven, sondern auch in der Kapazität unterschieden. Ich nahm also eine Extradicke für diese Nacht, verpackte Keera und zog ihr einen niedlichen Body an. Den Schlafanzug ließ ich diesmal weg, weil ich beim Kuscheln ihre weiche Haut spüren wollte. Wir gingen ins Bad und machten uns fertig. Nachdem sie sich abgeschminkt und die Zähne geputzt hatte, steckte ich ihr einen Schnuller in den Mund. Danach legte ich mich rücklings ins Bett und Keera kuschelte sich seitlich an mich. Sie legte ein Bein auf meine Beine und den Kopf auf meine Brust. Ich streichelte durch ihre Haare und gab ihr einen Kuss auf den Kopf. „Gute Nacht, meine kleine Rennmaus.“

„Gu‘e Nasch‘“, nuschelte sie durch ihren Schnuller.

Kurz darauf war Keera auch schon eingeschlafen. Sie atmete tief und ruhig. Ich lag noch wach und machte mir Gedanken. Hatte ich es heute mit der Ausbildung übertrieben und war zu hart zu ihr? Oder war das eine lebenswichtige Lektion? War ich ein schlechter Ausbilder für sie, weil sie mir zu nahestand? Waren wir schon an einem Punkt, an dem ich gar nicht mehr unvoreingenommen, fair und neutral ausbilden konnte? War Keera wirklich taff genug für den Job? Während ich noch lange wach lag und grübelte, merkte ich an meinem Bein, wie Keeras Windel plötzlich warm wurde und leicht aufquoll. Im tiefsten Schlaf pinkelte sie in die Windel. Ich musste grinsen. Ich konnte immer noch nicht nachvollziehen, warum Windeln für Keera etwas Angenehmes waren. Aber eines war sicher, sie taten ihr gut. Kurz darauf schlief auch ich ein.

Als es morgens im Zimmer hell wurde, wachte ich als erster auf. Ich drehte mich zur Seite. Keera lag neben mir auf dem Rücken und schlief immer noch ruhig und fest. Ich sah ihr einfach zu. Irgendwann wachte Keera auf, öffnete die Augen, sah mich an und nahm ihren Schnuller heraus: „Guten Morgen. Schaust du mir schon lange zu?“

„Guten Morgen, nein noch nicht lange. Du hast so friedlich geschlafen und dabei so niedlich ausgesehen mit deinem Mäuse-Body und Schnuller.“

„Ich muss dringen aufstehen und aufs Klo.“

„Du hast doch eine Windel an.“

„Ja, aber die will ich trocken lassen und später nochmal anziehen.“

„Keera, du hast heute Nacht im Schlaf schon in die Windel gemacht. Du kannst ruhig jetzt nochmal reinmachen.“

Ungläubig zog Keera den Body zur Seite und sah sich die Anzeige der Windel an. Dann drehte sie mich auf den Rücken und legte sich mit dem Bauch auf mich und ließ es auf mir in ihre Windel laufen. Ich spürte in meinem Schritt, wie die Windel wieder warm und noch voller wurde. „Hey, ich bin doch nicht dein Klo. Außerdem drückst du auf meine Blase und ich muss auch aufs Klo.“

Sie lachte aber nur: „Selber schuld. Du wolltest doch, dass ich jetzt reinmache. Außerdem könntest du ja auch Windeln tragen.“

Mit aller Kraft schob ich Keera von mir herunter, drehte sie auf den Rücken und packte ihre Arme: „Du Frechdachs. Zur Strafe kommt jetzt der Nox-Vampir und saugt dich aus.“ Mit sanftem Knabbern kitzelte ich sie am Hals. Keera kicherte und zappelte, konnte sich aber nicht befreien. Erst als sie kurz darauf atemlos um Gnade bettelte, ließ ich sie aus, vor allem aber, weil ich inzwischen wirklich dringend ins Bad musste.

Als ich aus dem Bad kam, grinste sie mich unternehmungslustig an und fragte: „Können wir mal wieder wandern gehen? Muss ja nicht so etwas Ausgefallenes wie die Mystara-Sümpfe sein. Einfach so ein bisschen. Am besten morgens im Sonnenaufgang.“

„Klar, gerne. Du willst dabei Windeln tragen, oder?“

„Das auch, wenn ich darf.“

„Von mir aus, solange ich nicht muss. Aber dann müssen wir dir noch solche wie in den Sümpfen besorgen. Die Dicken, die ich dir gekauft habe, dürften zu sehr an den Beinen reiben.“ Ich machte mich sofort auf die Suche mit dem Komputer und wurde schnell fündig. Ich bestellte gleich, sodass sie heute noch geliefert wurden. Nach dem Frühstück ging ich zur Rezeption und fragte: „Guten Tag. Gibt es in der Nähe einen schönen Weg zum Wandern?“

„Oh ja, Sir. Gleich vom Park aus bis zum Zynara-See. Die ganze Strecke dauert so circa fünf Stunden hin und zurück. Sie können die Runde aber auch an mehreren Stellen abkürzen. Die Strecke ist sehr idyllisch und einfach zu gehen. Moment, ich schicke Ihnen die Karte und Route per Komputer. Allerdings muss ich sie vorwarnen. Gerade der stadtnahe Teil ist auch eine Lovers‘ Lane. Abends müssen sie abseits des Weges aufpassen, nicht über Liebespärchen zu stolpern, wenn Sie verstehen, was ich meine.“

„Kein Problem. Das würde uns nicht stören. Aber wir wollen die Strecke sowieso frühmorgens gehen. Können Sie uns bitte für morgen um fünf Uhr ein Lunch-Paket, oder wie immer das mit Frühstück heißt, bereitstellen lassen?“

„Sehr gerne, Sir. Ein Frühstückspaket für zwei bis fünf Sekora. Sonst noch Wünsche?“

Normalerweise musste ich ja in meiner Rolle sehr arrogant sein. Im Moment waren wir aber alleine. Daher sagte ich: „Nein, vielen Dank. Ich glaube, ich habe mich noch gar nicht ausreichend für den außergewöhnlich guten Service in diesem Hotel bedankt“ und sendete hundert Credits an die Trinkgeld-Box des Hotels.

„Danke, sehr aufmerksam, Sir. Es freut mich, dass es ihnen bei uns so gut gefällt.“

***

Nach einem weiteren Tag Ausbildung und dem Abendessen packe ich schon mal den Rucksack und wir legten unsere Kleidung bereit. Ich wickelte Keera und zog ihr LCS-Sachen an. Danach kuschelten wir noch ein bisschen und schliefen früh ein, was aber gewollt war, schließlich wollten wir morgen sehr früh aufstehen.

Mitten in der Nacht weckte mich der Komputer. Verdammt, was war mit dem Ding los. Keera war sofort wach, aufgedreht und rüttelte an mir: „Schnell aufstehen. Sonst verpassen wir die Regenbogenkäfer.“ Allmählich erinnerte ich mich, dass wir in den Sonnenaufgang wandern wollten. Ich wechselte Keera so schnell die Windeln, wie das verschlafen ging, machte mich frisch und zog mich an. Keera war zum Glück nicht komplett im Kleinkindmodus und zog sich selbst an, sodass wir zügig abmarschbereit waren. An der Rezeption grüßte uns der Nachtpförtner und überreichte mir das Frühstückspaket. Dann gingen wir in der beginnenden Dämmerung zum großen Park.

Autor: Hans_Steam | Automatische Veröffentlichung

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Daxon

Daxon (5) : Lost-Childhood-Syndrom
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Tags: kapitel, nächsten, aerokart, rennen, machten
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