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Die Fußball-Jungs (15)

19/04/2026 0 comments Article Jungs Spargeltarzan
This entry is Teil 15 von 15 in the series Die Fußball-Jungs
Windelgeschichten.org präsentiert: Die Fußball-Jungs (15)

Die Fußball-Jungs – Kapitel 15

Müde schaute Noah auf den Flachbildfernseher und gähnte. Der Tag im Spielepark war für den Achtjährigen zwar wirklich aufregend und super spaßig gewesen, auch wenn er sich mit seinem großen Bruder furchtbar gestritten hatte. Jedoch hatte er zu dieser späten Stunde keinerlei Energie mehr übrig und kämpfte mit seinen zufallenden Augenlidern. Die Pampers zwischen seinen Beinen, die er vor der Abfahrt zurück nach Wiesenblick angezogen bekommen hatte, war nun völlig durchnässt und aufgequollen. Ohne groß darüber nachzudenken, hatte der Grundschüler sein Pipi einfach laufen lassen, sobald er einen Harndrang verspürte. Wofür war die Windel denn sonst da?
Auf dem Fernseher lief das Abendprogramm von Super RTL: Ein Cartoon-Klassiker aus den 90ern, hin und wieder unterbrochen von Werbepausen. Die beiden Brüder hatten es sich auf dem Sofa bequem gemacht und mit dem Film ihren aufregenden Tag ausklingen lassen.

„Da ist aber jemand reif fürs Bett.“, lachte Ingeborg und wuschelte Noah durch seine blonden Locken.

„Gar nicht.“, verschränkte Noah die Arme und unterdrückte ein weiteres Gähnen.

„Ich hol schon mal die Wickelsachen, dann musst du gleich nur noch schnell die Zähne putzen.“

Ingeborg stand vom großen Sofa auf und ging ins Badezimmer, wo sie eine frische Windel, sowie Creme und die Feuchttücher holte. Es war bereits das vierte Mal, dass sie ihren Enkel an diesem Tag die Windel wechselte. So oft musste sie es seit Fünf Jahren schon nicht mehr, überlegte die Rentnerin und kam einen Moment später zurück ins Wohnzimmer, wo das Wickelkind schon wieder eingeschlafen war. Behutsam zog seine Oma ihm die Hose aus und öffnete die Klebestreifen der nassen Windel. Sie war gelblich verfärbt und ziemlich aufgeplustert. Also höchste Zeit für ein frisches Exemplar!

„Ohjee, hoffentlich läufst du heute Nacht nicht aus, mein Schatz.“, murmelte Ingeborg, während sie ihren Enkel vorsichtig mit den Feuchttüchern sauber machte.

„Auslaufen? Er macht die Windel doch so oder so nass!“, fragte Jonathan irritiert.

„Ich meine, dass die Windel nicht dicht hält.“, erklärte Ingeborg, „Das wäre ärgerlich, da die Windel ja eigentlich das Bett trocken halten soll. Aber wenn er zu viel Pipi macht, dass kann die Pampers das nicht alles aufsaugen und läuft aus.“

Der Zwölfjährige drehte den Kopf zu seiner Großmutter, die gerade die frische Pampers auffaltete und unter den Po des Grundschülers legte. Er hatte schon dutzende Male gesehen, wie Noah gewickelt wurde. Für ihn war das in keinster Weise befremdlich oder komisch. Jedoch erschrak er, als im Werbeblock plötzlich eine Frauenstimme ertönte: „Heute Nacht, während du schläfst, wirst du dich doppelt so viel bewegen wie deine Eltern. Das könnte eine ganz schön undichte Windel bedeuten! Aber du kannst einen goldenen Schlaf haben, dank Pampers Baby Dry.“

„Was für ein Zufall!“, lachte Ingeborg, die gerade mit dem Eincremen des Windelbereiches fertig war und die Klebestreifen der Windel fest zuzog, „Ich wickel deinen Bruder und rede über auslaufende Windeln und im Fernsehen läuft eine Werbung darüber. Hoffen wir mal, dass die Pampers wirklich dicht hält.“

Jonathan nickte abwesend und murmelte: „Ich muss kurz auf Klo!“

Schnell verzog er sich ins Badezimmer. Denn der Werbespot hatte ihm ins Gedächtnis gerufen, dass er seine stibitzte Nachtwindel heute Morgen zwar versteckt, aber noch nicht entsorgt hatte! Um auf jeden Fall ein nasses Bett zu vermeiden, hatte sich Jonathan letzte Nacht heimlich eine von Noahs Pampers genommen und angezogen. Zwar passte ihm die Babywindel mehr schlecht als recht, aber sie erfüllte glücklicherweise trotzdem ihren Zweck! Das Bettlaken und die darunter aufgeklebte saugfähige Unterlage war trocken geblieben. Die Windel dagegen war vollgesaugt mit Urin und wurde in der morgendlichen Eile nur notdürftig in seinem Kulturbeutel versteckt. Hatte Oma in der Zwischenzeit schon den kleinen Mülleimer geleert? Mit einem Tritt auf das Pedal schwang der Deckel auf und gab den Blick auf eine leere Plastiktüte frei. Erleichtert holte der Siebtklässler seine benutzte Nachtwindel aus dem Kulturbeutel und legte sie vorsichtig in den Mülleimer, bevor er auf die Toilette ging. Vor dem Schlafengehen, sollte er das zur Sicherheit ohnehin tun.

Als er gerade die Klospülung betätigen wollte, klopfte es an der Tür: „Jonathan? Kann ich reinkommen?“, fragte seine Oma, „Ich muss Noahs Pipiwindel entsorgen.“

„Ähhh, Moment!“, rief Jonathan panisch. Sein Puls fuhr hoch und er schaute mit weit aufgerissenen Augen zur Tür. Oma würde Noahs Windel im Mülleimer entsorgen, so wie sie es immer tat. Aber dann würde sie ja auch die heimlich entwendete Windel bemerken und alles würde auffliegen!

In Windeseile holte der Zwölfjährige die Pampers wieder heraus und legte sie zurück in den Kulturbeutel. So ein Mist! Der Plan war fehlgeschlagen und er musste sich bis morgen einen neuen überlegen.

„Kannst reinkommen, Oma.“, murmelte Jonathan, nachdem er die Klospülung gedrückt hatte und zum Händewaschen ans Waschbecken trat.

Ingeborg betrat das Badezimmer und ließ die pitschnasse Babywindel ihres Enkels in den Mülleimer fallen. Die Penaten-Creme legte sie zurück in den Schrank, wo auch die Packung Pampers verstaut war, an der sich Jonathan letzte Nacht bedient hatte.

„Gut, dass du nochmal auf der Toilette warst.“, lobte Ingeborg de Zwölfjährigen, „Dann bleibt dein Bett heute bestimmt wieder trocken.“

„Ja, bestimmt.“, murmelte Jonathan und griff nach seiner Zahnbürste. Einen Augenblick später trottete auch ein sichtlich erschöpfter Noah ins Badezimmer und putzte sich widerwillig die Zähne. Er hatte doch gerade so schön geschlafen. Hätte ihn Papa nicht einfach ins Bett tragen können wie früher?

Nachdem beide Jungs ihre Schlafsachen angezogen hatten und es sich in ihren Betten bequem gemacht hatten, kamen Frank und Ingeborg noch zum Gute-Nacht-Sagen ins Kinderzimmer und knipsten die Deckenbeleuchtung aus. Eigentlich hatte Noah es sich vorgenommen, wieder wach zu bleiben, um zu gucken, ob sein großer Bruder sich wieder eine von seinen Windeln klaute. Aber der Achtjährige war einfach viel zu müde und schlief innerhalb kürzester Zeit ein.

„Aufstehen, du Schlafmütze. Das Frühstück wartet.“, wurde Jonathan am nächsten Morgen sanft von seiner Oma geweckt.

Die Sonne schien durch das Fenster und von draußen drang leise das Zwitschernder Vögel ins Zimmer. Der Zwölfjährige drehte sich zur Seite und grummelte in sein Kopfkissen. Konnte er nicht einfach liegen bleiben? Es war doch schließlich Sonntag! Aber noch bevor er seinen Unmut äußern konnte, bemerkte er ein unangenehmes Gefühl zwischen seinen Beinen: Seine Schlafanzughose war wieder einmal nass und klebte an seinen Oberschenkeln wie ein kalter Küchenlappen.

„Scheiße, nicht schon wieder!“, fluchte Jonathan und schlug erschrocken die Bettdecke zur Seite.

Ingeborg sah sofort den dunklen Fleck auf dem Laken, der aber nicht besonders groß war. Scheinbar hatte der Toilettengang vor dem Schlafengehen doch Schlimmeres verhindert.

„Ist doch nicht schlimm, Großer. Das kann man alles waschen und die Matratze ist doch durch die Auflage geschützt.“, beruhigte sie ihren Enkel, „Und gestern warst du doch sogar trocken. Das wird schon wieder.“

Frustriert ballte Jonathan eine Faust und schlug auf sein Kopfkissen. Von wegen trocken!

„Das ist doch alles Kacke!“, fluchte er und merkte, wie sich ein dicker Kloß in seinem Hals bildete. Jetzt hatte er es doch noch vermasselt und die blöde saugfähige Auflage gebraucht. Dabei wollte er doch allen beweisen, dass er so etwas nicht brauchte! Und zu allem Überfluss würde der Nervzwerg vermutlich alles mitbekommen. Nachdem er ihn gestern im Spielepark so für seine nasse Pampers vor den anderen Kindern heruntergemacht hatte, war das wohl Schicksal.

Behutsam streichelte Ingeborg den Rücken ihres Enkels: „Wir bekommen das hin, Jonathan. Das Bettzeug bringen wir einfach gleich in die Waschküche, du gehst schnell unter die Dusche und im Handumdrehen ist alles so, als wäre nichts gewesen, hm?“

Nachdenklich blickte der Zwölfjährige auf den nassen Fleck auf dem Bettlaken. Nichts gewesen? Da war immerhin noch die stibitzte Windel, die immer noch in seinem Kulturbeutel versteckt war.

„Du Oma?“, fragte er mit brüchiger Stimme, „Ich…ich hab…“

Der sonst so cool wirkende Siebtklässler schaute Ingeborg mit großen Augen an und nahm all seinen Mut zusammen. Er wusste, wenn es nur eine Person auf der Welt gab, der er vertrauen konnte, dann war es seine Oma! Leise und fast heiser klingend erzählte er seiner Oma die ganze Geschichte mit der von Noah geklauten Windel, die er angezogen hatte damit sein Bett zum ersten Mal seit einer Woche wieder trocken blieb. Aber Ingeborg schien keineswegs überrascht zu sein. Sie lächelte mild und lobte den Zwölfjährigen sogar dafür, dass er so vorausschauend und erwachsen gehandelt hatte. Natürlich würde sie die Windel unbemerkt entsorgen und weder Frank, noch Noah auch nur ein Wörtchen davon erzählen.

Mit einem fast schon fröhlichen Lächeln setzte sich Jonathan zwanzig Minuten später, nachdem er frisch geduscht und angezogen war, an den reich gedeckten Frühstückstisch, wo schon alle Platz genommen hatten. Es roch nach frisch gebrühtem Kaffee und Rührei, was dem Zwölfjährigen das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ.

Was habt ihr heute denn so vor, Jungs?“, fragte Frank und nahm einen kräftigen Schluck aus seiner Tasse.

„Gleich läuft Doppelpass auf Sport1. Das muss ich unbedingt gucken!“, beanspruchte der ältere Bruder die Fernbedienung für sich. Die Talkshow am Sonntagvormittag über die Bundesliga schaute er sich immer gern an.

„Ich geh draußen spielen, Papa.“, krähte Noah und konzentrierte sich wieder auf sein Nutellabrötchen, dass ihm seine Oma gerade fertig geschmiert hatte.

„Gut, aber um 17 Uhr ist Abfahrt. Eure Mutter will euch zum Abendessen da haben.“

Jonathan nickte stumm und schaute herüber zu Noah, der mal wieder nur mit halbem Ohr zugehört hatte und scheinbar kaum auf Frank achtete und lieber mit seiner leeren Kakaotasse herumspielte.

„Noah, 17 Uhr! Hast du gehört?!“, fragte Jonathan genervt nach und erntete nur eine herausgestreckte Zunge von seinem kleinen Bruder.

Dieses mal blieb es dabei und die Jungs bekamen sich nicht weiter in die Haare. Jonathan und Noah halfen beim Abräumen des Frühstückstischs und der Siebtklässler machte es sich auf dem gemütlichen Sofa bequem und schaltete seine Fußballsendung an. Noah dagegen wurde prompt von Ingeborg ins Badezimmer gelotst, da er immer noch seine nasse Nachtwindel trug.

„Kann ich die nicht einfach anbehalten, Oma?“, fragte Noah und setzte sein unschuldigstes Lächeln auf, „Ich will heute draußen Spielen und dann muss ich nicht ständig nach Hause aufs Klo.“

Ingeborg schmunzelte. Scheinbar hatte ihr Enkel Gefallen daran gefunden, die Windel auch tagsüber zu tragen. Immerhin musste dadurch weniger Wäsche gewaschen werden, da bei dem Kleinen ja doch öfters etwas in die Hose ging, dachte die Großmutter und holte eine frische Windel hervor.

„Musst du noch mal groß, bevor ich dich wickel?“, fragte Ingeborg behutsam nach. Sie wusste, dass Noah das ziemlich unangenehm war.

„Ähh, ja. Kannst du…draußen warten?“

Im Handumdrehen hatte Ingeborg ihrem Enkel die nasse Nachtpampers abgenommen und ihn mit den Feuchttüchern sauber gemacht. Noah setzte sich auf die Klobrille und seine Oma wartete vor der Tür, bis Noah mit dem großen Geschäft fertig war.

„Ich bin fertig!“, rief Noah wie früher, als im die Erwachsenen noch den Popo abwischen mussten. Das konnte er aber mittlerweile selber und so musste Ingeborg in nur im Windelbereich eincremen und ihm die frische Pampers anlegen.

„Wenn du jetzt raus gehst, musst du aber Sonnencreme benutzen, Schatz!“, mahnte Ingeborg an.

„Och nööö!“, protestierte der Achtjährige. Er hasste es, am ganzen Körper damit eingeschmiert zu werden.

„Oh doch, sonst bekommst du einen Sonnenbrand und das tut dann richtig weh!“

Widerwillig ließ sich Noah von seiner Oma mit dem Sonnenschutz eincremen und war nun endlich bereit, nach draußen zu gehen. Fix schlüpfte er in seine Kangaroos, zog die Klettverschlüsse der Turnschuhe zu und trat hinaus auf den Hof. Die Luft war noch angenehm kühl, sodass ihm in seinem Pullover nicht zu warm war und aus dem Stall klang das Gackern der Hühner an sein Ohr.

Die frische Pampers fühlte sich mittlerweile sehr vertraut für den Achtjährigen an. Wie eine besonders dicke Unterhose, jedenfalls im trockenen Zustand. Wenn er hinein gestrullert hatte, fühlte es sich mehr wie ein dickes Kissen zwischen den Oberschenkeln an. Der Geruch der Penaten Creme mischte sich zum typischen Duft des alten Bauernhofes und gab Noah ein gutes Gefühl. So als wenn ihm nichts schlimmes passieren konnte. Wie eine schützende Ritterrüstung bewahrte die Windel ihn vor nassen Hosen und nervigen Toilettenpausen. Trotzdem schmiegte sie sich gemütlich an eine Haut an, so als wäre sie aus weichen Wolken gemacht.
Im langsamen Tempo ging der Grundschüler den Gehweg entlang in Richtung des Dorfzentrums. Einen genauen Plan, was er heute so erleben wollte, hatte er nicht. Er genoss die Ruhe der kleinen Ortschaft, schaute sich alles genau an und ließ seine Gedanken schweifen. Zwar hatte er schon dutzende Male das Dorf erkundet und kannte alles ganz genau, aber heute war es irgendwie besonders. Er ging vorbei an alten Einfamilienhäusern mit gepflegten Vorgärten und gelangte schließlich zur Kirche. Der Sonntagsgottesdienst hatte bereits angefangen und die laute Orgel war bis draußen zu hören. Aber viel mehr spannendes gab es hier nicht zu sehen. Also stiefelte er weiter durch die schmalen Straßen, immer auf der Suche nach etwas spannendem. Aber in Wiesenblick gab es kaum etwas, das man mit dem Adjektiv spannend in verbinden konnte. Das Dorf schien um diese Zeit wie ausgestorben. Die meisten Einwohner waren entweder beim Gottesdienst in der Kirche, oder noch mit dem Sonntagsfrühstück beschäftigt. Noah dachte an seine Helden aus den Drei ??? Kids Büchern. Wie gerne wäre er jetzt einer der drei Detektive und würde einen kniffligen Fall lösen. Aber Wiesenblick war eben nicht Rocky Beach! Er wollte die Hoffnung schon aufgeben, als er an einer Straßenecke eine Gruppe Jugendlicher entdeckte, die verschwörerisch die Köpfe zusammengesteckt hatten. Bestimmt führten die irgendwas im Schilde! Noah presste sich an die Fassade der alten Bäckerei, so dass die Teenager ihn nicht sehen konnten, er aber mit gespitzten Ohren ihrem Gespräch lauschen konnte.

„Hast du den Ausweis von deiner Mom?“, fragte der eine hektisch.

„Ja ja, hast du die Münzen?“

„Hä, wieso Münzen? Der Automat nimmt doch auch Scheine, oder nicht?“

„Boah, Scheine frisst der voll oft, du Anfänger!“

„Fuck, das ist mein letztes Taschengeld für diesen Monat. Wenn der Fünfer einfach im Automaten verschwindet, bin ich voll am Arsch!“

Den Stimmen nach zu urteilen, waren die Jungs auf jeden Fall älter als sein großer Bruder Jonathan. Es schienen vier Jugendliche zu sein, die anscheinend etwas verbotenes vorhatten. Der detektivische Spürsinn des Achtjährigen war wieder einmal geweckt und ein zufriedenes Grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Er hatte seinen spannenden Fall!

Auf dem Bauernhof ging die Fußballtalkshow auf Sport1 zu Ende. Jonathan zappte noch ein wenig durch die anderen Programme, aber fand nichts, was wirklich interessant war. Schließlich machte er den Fernseher aus und schaute aus dem Wohnzimmerfenster in den Garten. Seine Oma kniete im Gemüsebeet und zupfte Unkraut. Da das Wetter eh zu einladend war, um drinnen zu hocken, zog er sich seine Schuhe an und ging um das Haupthaus herum zu Ingeborg.

„Na, willst du mir helfen, Jonathan? Dann musst du die aber alte Klamotten anziehen, sonst versaust du dir deine schöne Jeans!“, lachte die alte Dame.

„Ähh, kann ich machen, Oma. Aber…ich wollte fragen…hast du das mit der…schon erledigt?“

Er wusste zwar genau, dass niemand außer Ingeborg ihn hören konnte, aber trotzdem traute er sich nicht das Wort Windel auszusprechen.

„Alles erledigt, Großer! Mach dir keine Sorgen. Die hab ich schon in der Restmülltonne entsorgt, zusammen mit der Bettunterlage. Das Bett ist auch schon wieder frisch bezogen, damit Noah nichts merkt, wenn er nachher wiederkommt.“

„Danke Oma! Du bist echt die Beste.“, flüsterte Jonathan erleichtert und beugte sich zu Ingeborg herunter, um sie zu umarmen.

Da ihm aber nicht nach Gartenarbeit zumute war, ging er wieder ins Haus. Mittlerweile meldete sich auch seine Blase, da er seit dem morgendlichen Frischmachen im Bad nicht mehr auf der Toilette war. Nachdenklich schaute Jonathan auf den Schrank, in dem Noahs Windeln gelagert waren, während er auf dem Klo saß. In der vorletzten Nacht hatte er kaum Gelegenheit gehabt, sich die Pampers genauer anzuschauen. Schließlich hatte er sie heimlich unter der Bettdecke angezogen. Nachdem er die Spülung betätigt und sich die Hände gewaschen hatte, öffnete er die Tür des Schranks und zog vorsichtig eine der Babywindeln aus der türkiesen Verpackung. Sie war recht dünn, was aber daran lag, dass in der Packung ein paar Dutzend Pampers zusammengepresst verpackt waren. Am Hintern von seinem Bruder waren sie deutlich unter der Schlafanzughose zu erkennen. Doch bevor Jonathan die Windel aufklappen und noch genauer inspizieren konnte, hörte er aus dem Flur ein Geräusch. Sein Vater schien auf dem Weg ins Bad zu sein. Hektisch legte er die Pampers zurück und knallte die Schranktür wieder zu.

Wie ein kleiner Spion schnappte Noah jedes Wort der Jugendlichen auf und merkte, dass sie sich scheinbar in Bewegung setzten. Ein kurzer Blick um die Ecke verriet ihm, dass sie in Richtung der alten Dorfkneipe gingen, die schon seit Ewigkeiten geschlossen und verwaist war. Durch die milchigen Fenster konnte man zwar noch das alte Eichenholzmobiliar und den langen Tresen sehen, aber über die Jahre hatte sich eine dicke Staubschicht gebildet.
Vorsichtig folgte Noah der kleinen Gruppe, immer auf Abstand bedacht, um nicht entdeckt zu werden. Immerhin hatte er das in den dutzenden Micky-Maus-Comics und Drei ??? Kids Büchern gelernt!

„Was machst du da?“, hörte er plötzlich eine Stimme und zuckte zusammen, als jemand seine Schulter antippte. Erschrocken drehte Noah sich um und blickte in das Gesicht eines Jungen in seinem Alter. Er war ein paar Zentimeter größer, hatte dunkle Haare, die ihm unordentlich bis unter die Ohren hingen und trug ein Wilde-Kerle-Shirt und eine kurze Sporthose.

„Ich…ähhh…“, stotterte Noah herum und suchte nach einer Antwort. Er konnte sein Gegenüber so schnell nicht einschätzen. Gehörte er etwa zu den Teenagern? Nein, dafür schien er viel zu jung zu sein. Er sah zwar nicht gerade wie ein Fiesling aus, aber so wie er sich angeschlichen hatte, wusste Noah ihn nicht einzuordnen.

„Beobachtest du Dennis und seine Bande?“

„Kennst du die?“

„Die kennt doch jeder hier im Dorf!“

„Die wollen voll was verbotenes machen, guck!“, mit ausgestrecktem Zeigefinger deutete Noah auf den Zigarettenautomaten, in denen Dennis gerade den Geldschein verschwinden ließ.

„Die haben bestimmt den Ausweis geklaut, damit sie die Zigaretten bekommen!“, schlussfolgerte der unbekannte Junge.

„Dann müssen wir sie verfolgen, um Beweise zu sammeln.“, flüsterte Noah und merkte, wie es in seinem Schritt plötzlich warm wurde. Ohne es wirklich mitzubekommen, hatte er dem Druck seiner Blase nachgegeben und in die Windel gepullert. Zum Glück versiegte der Schwall warmen Urins wieder schnell, da der Achtjährige heute noch nicht so viel getrunken hatte.

„Aber dafür brauchen wir doch eine Ausrüstung. Kamera, Fernglas, Walkie-Talkies und so!“, merkte der dunkelhaarige Junge an, „Lass schnell zu mir nach Hause, da hab ich alle was wir brauchen!“

„Dann verlieren wir sie doch!“

„Ich weiß wo die sich immer treffen. Da können wir sie observieren!“

Ohne Noahs Antwort abzuwarten, stiefelte der dunkelhaarige Junge los. Nur wenige Straßen weiter bog er zu einer modernen Doppelhaushälfte ab und öffnete die Tür.

„Schuhe ausziehen!“

Noah streifte seine Kangaroos ab und platzierte sie neben dem Paar seines Gastgebers, dessen Name er immer noch nicht kannte. Der war in sekundenschnelle auch schon die Treppe nach oben geflitzt und forderte Noah mit einer hektischen Handbewegung auf, ihm zu folgen.

„Joris, du bist schon zurück?“, hörte Noah eine Frauenstimme.

„Hallo Mama, wir wollen nur kurz was holen.“

„Willst du mir nicht deinen Freund nicht vorstellen?“

„Das ist..ähhh“, setzte Joris an.

„Noah, heiße ich!“, stellte sich der Achtjährige vor und gab Joris Mutter die Hand.

„Wir müssen uns beeilen, Mama!“, rief Joris, der schon auf dem Weg in sein Zimmer war „Bei der Kneipe müssen wir ermitteln. Wir sind da einer ganz heißen Sache auf der Spur!“

Seine Mutter schmunzelte und widmete sich wieder dem Wäscheständer: „Na, dann lasst euch nicht aufhalten. Aber falls ihr mögt, haben wir in der Küche noch Kuchen von Opas Geburtstag gestern. Falls die Herren Detektive Hunger bekommen. Steht in der Küche bereit.“

„Danke Mama.“

Noah nickte der freundlichen Frau zu und folgte Joris ins Kinderzimmer. Ein flauschiger Teppichboden und eine helle Tapete gaben dem großen Zimmer einen gemütlichen Eindruck. Der Besucher staunte nicht schlecht über die Ausstattung des Zimmer. Ein großes Hochbett mit Piratenflagge am Bettpfosten nahm eine der hinteren Ecke ein. Darunter gab es eine weitere Matratze, Kuscheltiere und gemütliche Kissen platziert, sowie eine Leselampe. Offenbar war es die Leseecke des Bewohners, was auch durch ein herumliegendes Lustiges Taschenbuch deutlich wurde. Die gegenüberliegende Wand war geprägt vom wuchtigen Schreibtisch, auf dem ein Computermonitor, Maus und Tastatur ihren Platz fanden. Ein Poster des Computerspieles Age of Empires – Mythologies gab dem Zimmer eher einen jugendlichen Charme und täuschte über das tatsächliche Alter des Besitzers hinweg. Im starken Kontrast dazu war auf dem Teppichboden allerhand Lego verteilt. Joris hatte anscheinend eine wilde Mischung aus Star Was Klonkriegen und Lego City Polizeiwache in der Mitte des Zimmers aufgebaut.

„Gib mir mal den Rucksack da.“, instruierte Joris seinen Detektivpartner.

Noah blickte sich kurz um und griff nach einem herumliegenden blauen Rucksack. Unterhalb des Reißverschlusses war ein kleiner Pelikan und der Markenname Jako-O aufgedruckt. Der Grundschüler kannte das Logo. Früher hatte Mama dort ab und zu Klamotten für ihn und seinen großen Bruder bestellt.

„Hier, passt da alles rein?“, fragte Noah skeptisch, als er sah, was Joris Ausrüstung so alles beinhaltete: Digitalkamera, ein großes Fernglas, Notizbuch und zwei Walkie-Talkies.

„Klaro, da ist viel Platz drin.“, antwortete Joris und packte alles in den Rucksack, „Ich muss aber noch kurz auf Klo.“

Der dunkelhaarige Junge verschwand aus dem Zimmer und suchte das kleine Badezimmer, das sich neben seinem Kinderzimmer befand. Noah schaute herunter zu seiner Jeans. Die herunterbaumelnden Ärmel verdeckten die Beule, welche seine Windel unter der Hose verursachte. Mit einem zufriedenen Lächeln ließ er sein Pipi in die Windel laufen. Schließlich brauchte er keine Toilettenpause, die ihn vom Spielen abhielt!

Autor: Spargeltarzan | Eingesandt via Formular

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Die Fußball-Jungs

Die Fußball-Jungs (14)
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Tags: fußball, müde, kapitel, jungs, präsentiert
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