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Daxon (8) Das Probeexemplar

27/10/2026 0 comments Article Gemischt Hans_Steam
This entry is Teil 8 von 8 in the series Daxon

Kapitel 8: Das Probeexemplar

Am Nachmittag nutzten wir den SimMind noch einmal ausgiebig, da Lioran angekündigt hatte, dass wir ihn bald wieder zurückgeben mussten, nachdem Keera sehr zu Liorans Unmut schon Klasse C bestanden hatte. Keera wollte bis dahin noch mindestens Klasse D schaffen. Abends trafen wir uns zur verabredeten Zeit mit Virox. Ich hatte ein AeroDrive gemietet und wir fuhren zu dritt Richtung Bar, parkten aber nicht unmittelbar davor, sondern eine Straße weiter. Keera und ich bleiben im AeroDrive und verfolgten das Geschehen über unsere Komputer mit einer getarnten Verbindung. Dadurch konnte ich Virox unbemerkt Instruktionen geben. Selbst in die Bar zu gehen wäre noch besser gewesen, weil ich dann das Drumherum hätte besser im Blick behalten können, aber wie Chief Oreion entschieden hatte, sollte ich mich ja erst mal verdeckt halten.

Da Virox die Bar lange observiert hatte, kannte er Maany, einen Mann, der ziemlich sicher nicht in der Mine oder für die Mine arbeitete, aber ein Bekannter der beiden Minenarbeiter war. Als Virox die Bar betrat, saß Maany, wie gehofft, allein an der Bar. Maany war circa sechzig, mit schütteren fettigen langen grauen Haaren, einem Vollbart und einem Bierbauch. Dass er trotz seines Alters immer noch ziemlich muskulös war und seine schwieligen Hände deuteten auf schwere körperliche Arbeit hin. Virox setzte sich neben ihn und begann ein Gespräch. Maany hatte wohl schon ein paar Drinks hinter sich und war nicht mehr ganz nüchtern, was Virox die Sache erleichterte. Geschickt ließ Virox zwischendurch zweideutige Schlüsselwörter fallen und lenkte das Gespräch in eine bestimmte Richtung. Als Maany sich schließlich über seine schwere Arbeit beschwerte und dass man auf Lumora dafür keine Sklaven einsetzten durfte, sagte Virox: „Ich bin Personalvermittler. Einen Hilfsarbeiter könnte ich dir schon besorgen, aber einen unterbezahlten Arbeiter auf Lumora so anzustellen, dass du nicht im Gefängnis landest, ist schwerer als du denkst.“ Geschickt vermied er das Wort Sklave.

„Ja, ich weiß schon. War auch nur so daher gesagt. Aber ich kenne jemand, der Interesse an wenig anspruchsvollen Arbeitern hat und bereit ist, Risiken einzugehen. Stimmt das, dass du solche Arbeiter vermitteln kannst?“

„Ja, wenn die Provision stimmt.“ Danach wechselte er unauffällig das Thema. Die Angel war ausgeworfen.

Kurz darauf betraten zwei Männer Mitte vierzig die Bar. Einer war groß und kräftig gebaut. In den Falten seines Gesichts waren noch Reste von Schmutz, was ihn älter wirken ließ, als er vermutlich war. Er hatte dunkelblonde, bereits licht werdende Haare. Der andere war dunkelhaarig, etwas kleiner, aber stämmig und muskulös. Sein dichter ungepflegter Bart war von grauen Strähnen durchzogen. Sie setzten sich neben Maany an die Bar und begannen sich mit ihm über die letzten Kämpfe der Combat Games zu unterhalten, während Virox sich zurückhielt. Zum richtigen Zeitpunkt ging Virox aufs Klo und ließ sich dort mehr Zeit als üblich. Jetzt wäre es hilfreich gewesen, als Beobachter in der Bar zu sein, um zu hören, worüber sie in Virox Abwesenheit redeten. Die Antwort erhielten wir aber sofort, als Virox vom Klo zurück an die Bar kam. „Hi, ich bin Quentin“, sagte der größere der beiden. „Das ist Elyx. Maany hat uns eben erzählt, dass du uns eventuell bei einem schwierigen Personalproblem helfen kannst.“

„Denke ja. Ich bin Virox und arbeite als freiberuflicher Personalvermittler. Wie ist denn die Stellenbeschreibung?“

„Harte körperliche Arbeit. Sehr schlechte Bezahlung aber freie Kost und Logis. Wenig Urlaub und Freizeit. Dafür ist die Altersvorsorge vorbildlich geregelt. Bei uns hatte noch niemand Probleme mit Altersarmut.“

„Nicht so leicht auf Lumora dafür jemanden zu finden. Aber wenn die Provision stimmt, bekomme ich das hin.“

„Hör zu, wir haben schon viel Geld und Zeit mit Schwätzern verloren, die zuerst eine Anzahlung wollten und uns dann ewig hingehalten haben, ohne zu liefern. Beweise uns, dass du echte Klienten hast, und wir kommen ins Geschäft.“

Damit hatten wir gerechnet und uns einen Plan zurechtgelegt.

„Okay. Normalerweise erfolgt die Verhandlung des Arbeitsvertrags zuerst und das persönliche Vorstellungsgespräch kommt erst ganz zu Schluss nach der Bezahlung der Provision. Aber ich kann eure Bedenken verstehen. Ich begleite übermorgen eine Bewerberin zu ihrem neuen Arbeitgeber. Da geht es zwar um eine völlig andere Art von Arbeit, aber dann seht ihr, dass ich echte Klienten habe. Wir können uns gerne auf einem freien Feld außerhalb der Stadt treffen, dann könnt ihr euch das Probeexemplar ansehen. Wir betreten kein Gebäude, steigen in kein Fahrzeug; kein Hinterhalt. Ich habe nicht vor, sie kostenlos an euch abzutreten. Und damit ihr gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt. Zur Sicherheit für mich bei der Übergabe werde ich ihr vorher ein langsam wirkendes Gift injizieren. Das Gegengift bekommt der neue Arbeitgeber von mir erst im Gegenzug für die volle Provision. Ich selbst habe auch ein paar Tricks zu meiner Sicherheit drauf, damit ich nicht selbst als Billiglohnkraft ende.“

„Okay, passt. Treffen wir uns bei dieser Koordinate. Ich schicke sie dir per Kompi. Da gibt es zwar zwei Gebäude, aber du bleibt halt so weit davon entfernt, wie du dich sicher fühlst. Wann passt es dir?“

Virox betätigte die Datenübermittlung, sah sich den Treffpunkt auf der Karte an und willige ein: „Sechs Sekora?“

„Passt.“

Virox wählte eine Zeit morgens in der Hoffnung, dass die Kerle noch verschlafen und träge waren. Außerdem, wenn wir zum Schutz Einsatzkräfte mit Tarnzelten bekamen, konnten die sich über Nacht postieren und mussten nicht so lange ausharren. Virox blieb noch ein bisschen und trank mit den Männern, war dabei aber zurückhaltend. Er machte seine Sache gut.

Nachdem er zurück zum AeroDrive gekommen war, hielten wir noch ein kurzes Debriefing ab, aber ich hatte wenig zu kritisieren. Danach fuhren wir zurück, ich stellen den AeroDrive ab und wir verabschiedeten uns von Virox.

Im Hotel vor dem Zubettgehen saß Keera auf dem Bett. Ich trat vor sie und fragte noch einmal, ob sie sich wirklich wohl dabei fühlte, die Sklavin für Virox zu spielen. Einerseits war das eine leichte Aufgabe und als erster Einsatz für eine Auszubildende ein passender Job. Andererseits wollte ich bei ihr keine alten, unangenehmen Erinnerungen wachrufen.

„Daxon, mach dir keine Sorgen. Das ist okay für mich. Wenn ich Space-Ranger werden will, wird so eine und andere unangenehme Situation vermutlich noch öfters auf mich zukommen. Ich sehe das so, wenn wir erfolgreich sind, können wir diesen Verbrechern das Handwerk legen und vielleicht Sklaven befreien. Das ist Motivation genug für mich.“

„Okay, aber sei ehrlich zu mir. Wenn es dich doch zu sehr belastet oder du Angst bekommst, sagst du es mir sofort. Ehrlichkeit innerhalb des Teams ist oberste Pflicht und wichtig, um Gefahren zu vermeiden. Einen anderen Lockvogel, der eine Sklavin spielt, finden wir leicht.“

Sie blickte mir tief in die Augen und nickte. Wir küssten uns.

„Soll ich dich wickeln?“

„Morgen Abend vielleicht. Heute Abend will ich lieber dich zwischen meinen Beinen haben.“ Sie umschlang mich mit ihren Beinen, zog mich zu sich heran und wir begannen ein ausgedehntes Liebesspiel.

***

Am nächsten Tag trafen wir uns mit Virox beim Chief. Neben dem Restaurant gab es noch weitere Geheimzugänge, sodass wir jedes Mal einen anderen nutzten. Natürlich hatten wir bezüglich Keeras Einsatz als Sklavin eine eingehende Risikoanalyse gemacht, wollten uns das Ganze aber noch von Chief absegnen lassen. Ich hatte ein schlechtes Bauchgefühl, weil Keera sich in Gefahr begeben musste und gerade wegen meiner Befangenheit war mir die Meinung des Chiefs wichtig.

Wir sprachen den Plan nochmal ausführlich durch und alle Eventualitäten, die schiefgehen konnten. Der Chief entschied, dass wir die Sache durchziehen sollten, teilte uns aber noch zwölf Einsatzkräfte, drei davon Scharfschützen, mit Tarnzelten zur Sicherheit zu. Danach ließen wir in der Technik-Abteilung den Holokatalog mit dem versteckten Wanzen-Scanner bauen.

***

Zurück im Hotel merkte ich Keera die Anspannung an. Ich erinnerte mich an meinem Tag vor dem ersten Undercovereinsatz und wollte Keera ein bisschen ablenken. „Wie wäre es, wenn wir noch einmal ein Aerokart-Rennen fliegen, bevor wir den SimMind zurückgeben müssen?“

„Aber nur wenn du mich nicht absichtlich gewinnen lässt. Diesmal werde ich auch mit harten Bandagen kämpfen.“

„Ich muss dich nicht absichtlich gewinnen lassen. Du würdest diesmal mit Sicherheit gewinnen und ich könnte wahrscheinlich wenig dagegen machen. Nein, ich will lieber ein Fun-Race fliegen. Das ist eher ein Computerspiel und der Spaß steht im Vordergrund. Das ist kein Rundkurs, sondern eine Stecke, auf der während des Rennes allerlei Dinge als Überraschungen auftauchen. Man passiert zum Beispiel Tore, die zufällig Aktionen auslösten, die einem nutzen oder schaden können. Gewinnen ist da eher Glückssache. Du wirst sehen, das ist lustig.“

Keera ließ sich überreden und es machte ihr sogar so viel Spaß, dass wir fünf Rennen flogen. Wer dabei gewann, war wirklich Nebensache. Die Kunst war eher sich vor Lachen nicht in die Hose zu machen. Das Highlight war ein Streckenabschnitt, bei dem die Leistung des Antriebs gedrosselt wurde und man durch einen Wald mit Mammutbäumen vor einer Horde Dinos flüchten musste. Keera kreischte und lachte dabei wie ein kleines Kind und hatte einen Heidenspaß. In einem anderen Abschnitt wurde man von Piraten mit Kanonen beschossen, deren Kugeln Paintballs waren. Nach einem Treffer war die Scheibe eine Zeit lang von der Farbe undurchsichtig und man musste blind steuern, ohne dabei in große Spinnennetze zu geraten, in denen man für ein paar Sekunden kleben blieb.

Nach dem SimMind-spielen, ließen wir uns Abendessen kommen und machten uns danach schon bettfertig, weil wir am nächsten Tag sehr früh aufstehen mussten. Ich durfte Keera wickeln und ließ ihr das volle LCS-Programm zukommen, was gut war, weil ihr das half, die Anspannung vor dem morgigen Tag zu verdrängen und entspannt zu schlafen.

***

Morgens waren wir schon um vier Uhr in der Polizeizentrale in der Abteilung für Undercoverarbeit und ließen Keera und mich einkleiden. Ich sollte den Chauffeur spielen. Außerdem wurde mein Gesicht mit einer Maske so verfälscht, dass ich nicht zu erkennen war. Keeras Make-up war eher dezent. Dafür, dass Keera sich anfangs so gar nicht mit Nageldesign anfreunden konnte, wunderte ich mich doch, wie schwer es ihr fiel, sich ihres jetzt wieder entfernen zu lassen.

Dann gingen wir in die Technik-Abteilung, wo Keera ihren Komputer deaktivieren und abnehmen musste. Danach wurde sie mit einer geheimen Technik einem speziellen Kraftfeld ausgesetzt, dass die Spuren der Neurotransmitterenergie neutralisierte. Man würde sie sicher auf Transmitterspuren scannen, um zu prüfen, ob sie wirklich eine Sklavin ist. Keera bekam eine Attrappe eines Elektroschock-Armbands, wie es Sklaven haben, um sie an der Flucht zu hindern. Virox und ich wurden mit scharfen Thermaldetonator-Armbändern ausgestattet, einem sicheren Schutz gegen Entführung.

Wir übernahmen ein gepanzertes AeroDrive, das wie eine normale Limousine aussah. Keera nahm links im Fonds Platz, Virox rechts. Wir sprachen dann den Plan noch einmal kurz durch und fuhren los. Ich hielt kurz vor den Treffpunkt außer Scanreichweite und ließ uns über eine getarnte Verbindung einen Lagebericht der Einsatzkräfte durchgeben. Alle waren auf ihrem Posten und auf dem Gelände war es ruhig.

Ich fuhr auf die große geschotterte freie Fläche vor den beiden Lagerhallen, wendete und parkte in Fluchtrichtung mit ungefähr acht Meter Abstand zu den Gebäuden. Doch im Moment rührte sich gar nichts. Beide Hallen waren geschlossen und weit und breit war niemand zu sehen. Aussteigen und nach einem Access-Point zu suchen oder zu versuchen die Tore zu öffnen, war zu gefährlich, also warteten wir ungeduldig.

Nach ein paar Minuten öffnete sich das Tor eines Lagerhauses, aus dem Quentin und Elyx traten und auf das AeroDrive zuliefen. Wir scannten sie und sie trugen keine Waffen. Ich stieg aus, ließ die Türe aber geöffnet, lief um das AeroDrive und öffnete Virox die Türe. Was die unsinnige Geste sollte, verstand ich noch nie, weil Türen der AeroDrives seit jeher automatisch auf- und zugingen und ich die auch vom Fahrersitz aus betätigen konnte, aber bei Chauffeuren war das üblich und ich spielte die Rolle natürlich glaubwürdig. Virox stieg aus, ließ die Türe auch geöffnet und begrüßte die beiden. Ich lief auf die linke Seite des AeroDrive und wartete, dass er mir den Befehl gab, die Türe für Keera zu öffnen. Außerdem konnte ich auf dieser Seite schneller ins AeroDrive gelangen, falls wir flüchten mussten.

„Morgen, ich hätte nicht gedacht, dass du wirklich auftauchst. Hast du das Probeexemplar dabei?“ wollte Quentin wissen.

Virox befahl mir: „Lass sie aussteigen!“

Ich öffnete die Türe. Keera stieg aus, blieb aber, wie abgesprochen, neben mir stehen. Virox kam auch auf unsere Seite, um sich zwischen Keera und die Männer zu stellen.

Wie vermutet, scannte Elyx Keera mit dem Komputer: „Die hatte noch nie einen Komputer. Ich finde aber auch keine Spuren von Libidoblockern.“

Quentin schüttelte den Kopf: „Libidoblocker? Du Idiot! Wer außer dir will schon einen toten Fisch im Bett. Wow, was für eine Granate.“

„Ich dachte mir, wenn ich schon ein Probeexemplar zeigen soll, kann es auch ‘was aus der Luxusedition sein.“

„Was kostet so was?“

„Hier auf Lumora in der Größenordnung 300.000.“

„300.000? Das schafft doch selbst dieses Prachtweib nicht, das wieder reinzuverdienen.“

„Das ist keine beliebige Hure, die das reinverdienen muss. Das ist Topqualität und ein Spielzeug für Superreiche. Das Sahnestück bei der Deko für die Privatyacht. Aber jetzt lass uns über‘s eigentliche Geschäft reden oder seid ihr an Frauen interessiert?“

„Nein, wir brauchen Männer, die schuften können. Nur ab und zu nimmt der Boss auch eine Frau zum Arbeiten, mit der wir dann auch ein bisschen Spaß haben dürfen.“

„Also hier ist mein Gesamtkatalog mit Festpreisen. Ich würde vorschlagen, ihr gebt den eurem Boss und er soll markieren, woran er Interesse hat. Später kann ich dann schauen, ob ich in der Kategorie, die ihn interessiert, mehr besorgen kann. Dann gibt es vielleicht auch einen Mengenrabatt“ und bot ihnen den Holoprojektor an.

Quentin nahm das Gerät entgegen. Der Plan schien aufzugehen. Plötzlich bewegte sich etwas in der Lagerhalle. Virox blickte nervös und Quentin und Elyx drehten sich um, um zu schauen, was Virox störte. Aus der Halle kam ein in Lumpen gekleidetes ungefähr acht Jahre altes Mädchen. Sie wirkte kränklich schmal, fast zerbrechlich. Ihr Anblick war herzzerreißend. Man sah an vielen blauen Flecken, dass sie misshandelt wurde. Ihr Blick ließ vermuten, welche Qualen sie durchmachen musste. Am Handgelenk hatte sie ein Armband, das so starke Stromstöße erzeugen konnte, dass man einen Sklaven damit betäuben oder töten konnte, wenn man das Armband per Komputer aktivierte oder es sich durch Geofencing automatisch aktivierte. Keera hatte ein ähnliches Armband, mit dem Unterschied, dass Keeras nicht auslösen konnte.

„Keine Angst, die soll nur Sprengstoff holen. Schlechtes Timing. Soll ich sie zurückschicken?“

Ich scannte sie und sie hatte keine Waffen. Sprengstoff einzusetzen, um uns zu entführen, war unsinnig, weil sich die Kerle damit ja selbst gefährdeten. Mir war zwar nicht wohl, aber zu viel Misstrauen war auch auffällig. Ich sagte Virox per Komputer, dass es in Ordnung sei.

„Nein, ist schon okay.“

Quentin schrie dem Mädchen hinterher: „Pass schön auf mit dem Zeug. Nicht fallen lassen und nur die kleinen Flaschen“ und dann zu erklärte er Virox: „Wir verwenden Flüssigsprengstoff. Der ist zwar archaisch, nicht sehr potent und saugefährlich, aber dafür bekommt man die Zutaten einfach durch den Zoll, wir können ihn hier mit unserer kleinen Chemiefabrik selbst herstellen und er wird von Scannern nicht erfasst.“

Das Mädchen öffnete das Tor der anderen Lagerhalle und verschwand im Halbdunkel des Gebäudes. Kurz darauf kam sie mit einem circa fünf Liter großem Glas wieder raus, das sie gerade so tragen konnte.

Quentin schrie sie an: „Hey du Schwachkopf! Ich hatte doch gesagt, nur die kleinen Flaschen.“ Doch das Mädchen ging unbeirrt weiter.

Keera hatte sofort erkannt, was das Mädchen vorhatte. Sie ging langsam ein paar Schritte auf sie zu und sage leise, mit einem beschwichtigten Ton: „Bitte nicht, wir können dir helfen.“

Das Mädchen blickte sie mit toten Augen an und sagte: „Niemand kann mir helfen. Es soll endlich aufhören“ und ließ die Flasche los.

Ich nahm wie in Zeitlupe wahr, wie die Flasche Richtung Boden fiel. In dem Moment, als sie den Boden berührte, wurde das klare Glas überall von tausenden Rissen überzogen, danach war alles in einen orangen Blitz getaucht. Ich wurde von der Druckwelle getroffen und durch die Luft geschleudert und schlug mit dem Kopf auf.

Autor: Hans_Steam | Automatische Veröffentlichung

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Daxon

Daxon (7) : Der Auftrag
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Tags: kapitel, probeexemplar, nachmittag, nutzten, simmind
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