Skip to content
WindelgeschichtenDeine ABDL-Story kostenlos!
  • Gemischt
  • Jungs
  • Mädchen
  • Reale Geschichten
  • Übersetzung
  • KI Geschichten
  • Informationen

Ein Traum mit Folgen (2)

09/06/2026 0 comments Article Jungs Littleboy99
This entry is Teil 2 von 2 in the series Ein Traum mit Folgen
Windelgeschichten.org präsentiert: Ein Traum mit Folgen (2)
Kapitel 2

Ruckartig schreckte Simon aus seinem Bett hoch.
Das Zimmer war fast komplett dunkel, nur die Glühbirne einer Straßenlaterne ließ etwas Licht in das Zimmer scheinen.

03:13 Uhr, las er, nachdem er auf seinen Wecker neben sich geblickt hatte. Der Elfjährige schaltete seine Nachttischlampe ein und wurde kurz darauf von einem Licht geblendet. Schnell kniff er die Augen zusammen und blickte an sich herunter.
Er erschrak.
Wieso trug er ein Schlafanzugoberteil mit einem Löwen drauf? Sein Bett war ebenfalls anders, er lag in einem roten Autobett.

Er sah sich in seinem Zimmer um und musste feststellen, dass er in seinem alten Kinderzimmer im Bett lag.
Überall lag Lego herum und die Zimmereinrichtung war genauso, wie er sie in Erinnerung hatte.
Auf seinem Autoteppich lag ein halb fertig gebautes Legohaus und Poster von Spiderman und anderen Superhelden hingen an der Wand.

Er wollte gerade aus dem Bett steigen. Dabei rutschte sein Schlafanzugoberteil etwas nach oben und eine Windel, genauer gesagt eine Pampers Größe 8, kam zum Vorschein. Die Windel war nass, er hatte wohl reingepullert. „What the fuck?“, flüsterte er leise und hielt sich abrupt die Hand vor den Mund.
Seine Stimme hörte sich viel kindlicher an.
Schnell sprang der Junge aus seinem Bett und lief zu seinem Schreibtisch.

Er musste auf dem Weg dorthin aufpassen, nicht auf sein Lego zu treten, welches auf dem Boden lag.
Ruckartig riss er die Schnallen seines Schulranzens mit Dinosauriern darauf auf und wühlte in dem Ranzen herum.
Endlich hatte er gefunden, was er gesucht hatte: sein Hausaufgabenheft.

Hastig blätterte Simon darin zum letzten Eintrag.

Donnerstag, 16. September 2021, stand dort in Druckschrift geschrieben. Darunter standen in krakeliger Schrift seine Hausaufgaben.

Deutsch: Seite 13, Aufgaben 1–3 bearbeiten. Mathe: Seite 9, Aufgaben 2–3 bearbeiten, lass er.
„Das kann nicht sein“, murmelte der Junge und sah sich im Spiegel seines Kleiderschrankes an.
Heute war, laut des letzten Eintrages seines Hausaufgabenheftes und der Uhrzeit auf seinem Wecker, der 16. September 2021.

War das ein Traum?
Was ging hier ab?

Es war in seinem Traum, oder was auch immer hier vor sich ging, das Jahr 2021. Simon war am 23.06.2014 geboren, heute war laut des Datums in seinem Hausaufgabenheft der 16. September 2021. Also müsste er jetzt sieben Jahre alt sein.
Eine Weile stand Simon vor dem Spiegel und sah sich im Spiegel des Kleiderschrankes an.
Neben der Tür war mit Edding schwach eine Markierung an der Wand zu sehen. 01.08.2021 war darauf schwach zu lesen, daneben, neben einem Strich, war noch etwas zu erkennen.
1,28 Meter stand dort.
War er mit sieben Jahren wirklich so klein? Eigentlich kein Wunder, sein Vater war nur 1,70 Meter groß und seine Mutter 1,66 Meter. Auch jetzt, mit elf Jahren, war er nur 1,40 Meter groß und der Kleinste in der Klasse.

Die Windel zeichnete sich deutlich unter seiner Schlafanzughose ab. Simon hatte nämlich noch bis eine Woche vor seinem achten Geburtstag nachts Windeln getragen.
Er hatte es einfach nicht gemerkt, wenn er Pipi musste, im Schlaf.
„Mama“, murmelte Simon und ging aus seinem Zimmer. Langsam drückte er die Türklinke des elterlichen Schlafzimmers herunter und blickte in ein leeres Doppelbett.

Wo waren seine Eltern?

Simon ging aus dem Raum und lief die Treppe nach unten. Aus der Küche hörte er den Wasserhahn laufen.
Mit schnellen Schritten ging er an die Tür und öffnete diese. Seine Mutter goss sich gerade ein Glas Wasser ein.
„Mama“, rief Simon begeistert und rannte auf seine Mutter zu. Diese lächelte und breitete ihre Arme aus.
„Hallo Hase, wieso bist du denn wach?“, fragte seine Mutter ihren Sohn und knuddelte ihn erst einmal ordentlich.
„Konnte nicht mehr schlafen“, murmelte Simon leise und schmiegte sich an die Schulter seiner Mutter. Diese lachte.
„Dann sind wir schon zu zweit“, sagte die Endvierzigerin und küsste ihren Sohn auf die Wange.
„Wo ist Papa? Ich war bei euch im Schlafzimmer, aber da war er nicht“, fragte der Junge und sah seine Mutter an.
„Papa ist doch heute auf der Jubiläumsfeier seiner Firma. Die feiern heute ihr Fünfzigjähriges und der Chef hat alle nach der Feier in ein Hotel eingeladen“, erklärte seine Mutter ihm.

Simon nickte. „Mama, kann ich einen Kakao haben?“, fragte Simon seine Mutter und sah sie mit großen Augen an.
„Bitte, bitte“, quengelte er und spielte nervös mit dem Oberteil seines Schlafanzuges.
„Aber nur eine kleine Tasse“, gab ihm seine Mama die Erlaubnis. Simon lächelte und nickte.
Simon sah seiner Mutter dabei zu, wie sie ihm einen kalten Kakao machte.
Der Junge ließ seine Beine vergnügt baumeln und trank, nachdem seine Mutter ihm die Tasse auf seinen Platz am Küchentisch gestellt hatte, direkt einen großen Schluck des Schokogetränkes.
„So Hase, jetzt aber ab ins Bett mit dir, du hast morgen Schule und musst früh aufstehen“, erklärte seine Mutter, nach einer Weile, nachdem Simon die Tasse bis auf den letzten Rest Kakao ausgetrunken hatte. Simon gähnte und musste sich anstrengen, nicht auf der Stelle einzuschlafen. Der Kakao hatte ihn irgendwie echt müde gemacht.
„Bin nicht müde“, lächelte Simon und versuchte, so das Zu-Bett-Gehen noch ein wenig hinauszuzögern.

Er wollte diesen Moment noch so lange wie möglich genießen.
Wie sehr wünschte er sich jetzt, die Zeit anzuhalten und immer wieder die Zeit zurückspulen zu können, nur um für immer seine Mama um sich zu haben.
„Sicher?“ Simon gähnte herzhaft. „Da ist aber jemand ziemlich müde, kann das sein?“, lächelte seine Mutter und nahm ihren Sohn kurzerhand auf den Arm, um den Jungen in sein Bett zu legen.
„Mamaah“, quengelte der Junge belustigt und schmiegte sich an seine Mama.
„Kann ich bei dir schlafen?“, fragte Simon seine Mutter, als sie mit ihm auf dem Arm gerade die Treppe nach oben ging.
„Och Simon, du bist doch schon groß“, machte seine Mutter ihm einen Strich durch die Rechnung, doch so leicht gab der Junge nicht auf. „Bitte, Mama, nur dieses eine Mal, Papa ist doch sowieso nicht da, bitte, Mama“, quengelte Simon und sah seine Mutter mit seinem typischen Hundeblick an, so wie er es immer tat, wenn er etwas unbedingt wollte.
„Na gut, Hase, aber nur dieses eine Mal“, gab seine Mutter ihm die Erlaubnis und so lag der Junge kurze Zeit später auf Papas Seite im Elternbett.
Eine Weile lagen er und seine Mutter nebeneinander, Simon hatte sich eng an seine Mama gekuschelt und lächelte.
Kurz darauf war er eingeschlafen.

Plötzlich wurde er durch eine Bewegung wach. Seine Mutter stand auf und ging aus dem Raum.
Er hörte, wie sie die Treppe herunterging.
Schnell sprang Simon auf und ging ihr nach.
„Mama, was machst du?“, fragte Simon seine Mutter.
Seine Mama stand im Flur, daneben ein älterer Mann. Dieser sah ihn an und lächelte.

Simon erstarrte.

„Opa? Aber du … wie?“, stammelte er und starrte seinen Opa an.
„Hallo Simon, ich bin hier, um deine Mutter abzuholen“, sprach sein Opa und sah ihn an.
„Abholen? Wohin?“, fragte er seinen Opa leise. Plötzlich veränderte sich seine Mutter.
Ihre glatte Haut wurde von einem auf den anderen Moment fahl und sie wurde immer schwächer.
„Simon, ich gehe jetzt mit Opa zu Gott“, sprach seine Mutter und nahm ihren Sohn in den Arm.

Seine Mutter weinte.

„Nein, nicht gehen“, schrie Simon und klammerte sich an seine Mama. „Simon, ich muss jetzt gehen, pass schön auf Papa auf, ich werde immer bei euch sein, mein Hase“, flüsterte sie und drückte ihren Sohn noch fester an sich.
„Ich will mitkommen, Mama“, weinte Simon und sah Sie an.
„Das geht nicht, Simon, deine Zeit ist noch nicht gekommen, du hast dein Leben noch vor dir“, flüsterte sie und stand auf.
Plötzlich öffnete sich die Haustür und ein grelles, weißes Licht erschien.

Das Licht war unglaublich hell.

„Ich muss jetzt gehen, Simon, ich liebe dich, mein Schatz“, sagte seine Mutter.
Kurz darauf drehte sie sich um und ging mit ihrem Vater auf die Türe zu.
„Mama, bleib hier, geh nicht, nein, nein, nein“, schrie Simon und sank weinend auf den Boden.
Seine Mutter und sein Opa sahen ihn noch ein letztes Mal an, dann gingen beide durch die Haustüre und verschwanden im grellen weißen Licht.

——————————————————-

„Nein“, schrie Simon panisch und schreckte erneut hoch. Schnell schaltete er seine Nachttischlampe ein und sah sich in seinem Zimmer um.

Alles wie immer.

Es war nur ein Traum gewesen, aber dieser Traum fühlte sich so real an, so echt. Plötzlich ging seine Zimmertür auf und sein Vater kam an sein Bett. „Simon, was ist los? Du hast geschrien“, hörte er seinen Vater besorgt sagen.
Dieser nahm ihn direkt in den Arm. Tränen kullerten dem Jungen über seine Wangen.

Irgendwas fühlte sich anders an, irgendwie nass.
Moment mal, nass?

Simon tastete langsam an seine kurze Schlafshorts, komplett nass.
Sein Oberteil, ebenfalls nass.
Das Bettzeug hatte auch einiges abbekommen.
Er hatte ins Bett gemacht. „Da war Mama … Opa hat sie mitgenommen und du … du warst nicht da“, stammelte er aufgeregt und versuchte, sich irgendwie zu beruhigen.
Sein Vater strich ihm über den Rücken. „Es war nur ein Traum, Großer, alles ist gut“, flüsterte sein Vater leise und sah ihn an.
„Na komm, flitz ins Badezimmer und mach dich sauber, ich kümmere mich um dein Bett“, hörte er seinen Vater sagen, als Simon sich nach einer Weile gerade von ihm löste und seine Tränen mit dem trockenen Teil seines Oberteils trocknete.
Langsam stand Simon auf und tapste barfuß in Richtung Badezimmer.
Während er lief, hörte er kleine Pipitropfen auf den Boden fallen.

Leise schloss der Junge die Tür hinter sich und setzte sich auf den Toilettendeckel.
Er musste erst einmal durchatmen.
Der Traum steckte ihm noch in den Knochen.
Vorsichtig streifte er seinen nassen Schlafanzug ab und schmiss ihn kurz darauf in den leere Waschmaschine.
Nachdem er das Wasser der Dusche angemacht und sich unter das warme Wasser gestellt hatte, fühlte er sich etwas besser.
Kleine Wassertropfen hatten sich auf den weißen Fliesen des Badezimmers gebildet und der Spiegel war etwas beschlagen, nachdem Simon das Wasser abgestellt hatte.
Vorsichtig stieg er aus der begehbaren Dusche, nahm sich ein großes Handtuch und trocknete sich sorgfältig ab.

Mittlerweile lag auf dem Wäschekorb ein frisches Exemplar seiner Schlafanzüge bereit, das wohl sein Vater hingelegt hatte, als er in der Dusche war. Wieder in frischer Kleidung füllte er sich Wasser in seinen Zahnbecher ein und trank es in einem Zug aus.
Er hatte nach diesem Traum nämlich Durst und kühles Leitungswasser war jetzt genau das Richtige.
Bevor er das Badezimmer verließ, schaltete er noch das Licht aus und ging in sein Zimmer zurück.

Dort war die Matratze seines Bettes über die Stangen am Fußende gelegt worden und das Bett komplett abgezogen.
„Du kannst im Gästezimmer schlafen.Ich werfe die Bettwäsche in die Maschiene und programmiere sie gleich für Morgen früh“, erklärte sein Vater, nachdem dieser gerade sein Zimmerfenster gekippt hatte.
Draußen hörte man leise die Grillen zirpen und hin und wieder ein Auto vorbeifahren.
„Alles wieder gut?“, fragte sein Vater ihn und nahm ihn erneut in den Arm.

Simon nickte schwach.

Nachdem sich beide eine gute Nacht gewünscht hatten, lief Simon schnell ins Gästezimmer und lag kurze Zeit später im Gästebett. Eine Weile lag er noch wach und dachte nach.

Er hatte nach all den Jahren wieder ins Bett gemacht.

Der Traum, welchen er hatte, war merkwürdig und so extrem realistisch gewesen.
War das so eine Art Begegnung mit dem Jenseits gewesen im Traum?
Das würde zumindest erklären, wieso sein verstorbener Opa seine Mama abgeholt hatte.
Aber wieso hatte er jetzt plötzlich diesen Traum gehabt.

Das Video.

Er hätte sich dieses Video nie ansehen dürfen. Leise säufzte Simon, starrte an die Zimmerdecke und versuchte, eine bequeme Schlafposition zu finden. Draußen fing es jetzt leicht an, zu regnen.
Nachdem er sich einige Male hin und her gewälzt hatte, schlief er schlussendlich ein.

Kindergeschrei, welches von der anderen Straßenseite durch das Gästezimmerfenster drang, ließ den Elfjährigen langsam wach werden. Der Junge schlug verschlafen die Augen auf und musste sich erst einmal einen Augenblick orientieren, wo er überhaupt war.
Nach einigen Sekunden des Grübelns kam ihm die heutige Nacht in den Sinn.
Stimmt, er hatte diesen wirren Traum von Mama gehabt, war dann schreiend aufgewacht und musste durch einen Pipiunfall seinerseits ins Gästezimmer umziehen.
Simon wollte sich gerade aufsetzen und aus dem Bett steigen, doch etwas ließ ihn erstarren.
Eine Nässe war unter dem Laken zu spüren und sein Schlafanzug war nass.
Erschrocken schlug Simon die Bettdecke zur Seite und sah auf dem Laken einen runden nassen Fleck.

Er hatte erneut eingenässt.

„Fuck“, murmelte der Elfjährige und ließ sich zurück in das Kissen fallen.

Wieso passierte es schon wieder?
War irgendetwas mit seiner Blase nicht in Ordnung?
Oder lag es doch daran, dass er dieses Video gesehen hatte?
Vermutlich eher letzteres, vermutete Simon zumindest.
Wie spät war es überhaupt? Langsam drehte sich Simon zur Seite und sah auf den kleinen analogen Wecker, welcher langsam vor sich hin tickte. Kurz nach neun zeigten die beiden Zeiger auf dem Wecker an.

Simon stand schwungvoll aus dem Bett auf und starrte, nachdem er aufgestanden war, auf das Unheil, welches er angerichtet hatte. Wie peinlich war das denn? Wenn Tizian davon Wind bekäme, wäre er mit Sicherheit für die restliche Schulzeit Gesprächsthema Nummer 1 auf dem Schulhof.

Nachdem er einige Minuten Löcher in die Luft gestarrt hatte, öffnete Simon die Zimmertür und trat langsam auf den Flur.
Das Haus war still, vermutlich schlief sein Vater noch.
Er wollte gerade in sein Zimmer gehen, um sich Kleidung mit ins Badezimmer zu nehmen, um zu duschen, doch dazu kam er nicht. Gerade als er an der geschlossenen Schlafzimmertür vorbeiging, öffnete sich diese und sein Vater sah ihn verwundert an.
„Guten Morgen, Simon“, begrüßte er seinen Sohn und gähnte daraufhin kurz.
Er schien wohl noch nicht ganz wach zu sein. „Morgen Papa“, erwiderte Simon die Begrüßung, trauriger, als er es eigentlich wollte, und sah zu Boden.
Sein Vater erkannte aufgrund des nassen Schlafanzuges seines Sohnes schnell, was passiert war, und legte Simon eine Hand auf die Schulter. „Nicht schlimm, Großer, ab ins Bad mit dir, in der Zeit mache ich das Bett“, beschwichtigte sein Vater und lächelte ihn an. „Danke“, murmelte dieser und lief kurz darauf ins Badezimmer.

Dort duschte er sich, länger als er eigentlich geplant hatte, und tappte, nachdem er sich abgetrocknet und die Zähne geputzt hatte, in sein Zimmer. Aus dem Kleiderschrank nahm er sich frische Kleidung und zog sich an.
Seine Matratze lag immer noch genauso da wie gestern Nacht. Da hatte Papa heute einiges zu tun, und das alles nur wegen dem blöden Bettnässen, dachte sich Simon und ging die Treppe runter in die Küche.

Sein Vater war noch im Gästezimmer mit dem Bett beschäftigt, hatte er zumindest gehört, als er aus seinem Zimmer kam.
In der Zeit könnte er auch Frühstück machen, es würde sowieso noch dauern, bis sein Vater runterkam.
Er öffnete die linke Türe des Hängeschrankes über der Spüle und holte die Packung mit den Aufbackbrötchen hervor.
„Acht Minuten bei zweihundert Grad bei Ober- und Unterhitze im Ofen aufbacken“, las er leise die Anleitung auf der Packung, um herauszufinden, wie lange die Brötchen im Ofen aufbacken müssten.
Er öffnete die Packung, nahm vier Brötchen heraus und legte diese auf die Arbeitsplatte.
Die Packung wanderte wieder in den Schrank. Anschließend heizte er den Backofen für drei Minuten vor, legte als nächstes die Brötchen auf das Blech und schloss den Ofen wieder.
Gerade war es 09:20 Uhr, also müssten die Brötchen ungefähr in zehn Minuten fertig sein.

Simon schaltete die Kaffeemaschine ein, überprüfte danach, ob genug Bohnen und Wasser in der Maschine vorhanden waren, und holte zwei Tassen aus dem Regal. Die Tasse für seinen Vater stellte er unter den Hahn der Maschine und die andere stellte er auf die Arbeitsplatte. Nachdem er zwei Messer, Löffel und Teller aus dem Schrank geholt hatte, stellte er alles auf den Küchentisch.
Als Nächstes machte er sich einen kalten Kakao fertig und stellte diesen ebenfalls auf den Tisch, ebenso Milch, Marmelade, Nuss-Nougat-Creme und Butter.
Gerade rechtzeitig holte er mithilfe zweier Backhandschuhe das Blech mit den fertigen Brötchen aus dem Ofen und stellte diese, nachdem er die Brötchen in einen Korb gelegt hatte, auf den jetzt fertig gedeckten Frühstückstisch.
Damit es nicht so still in der Küche war, schaltete er noch das kleine Radio auf der Anrichte an.
Der lokale Radiosender spielte gerade irgendeinen Achtziger, welchen wusste Simon nicht.

Nachdem er sich auf seinen Platz am Tisch gesetzt hatte, betrat auch schon sein Vater die Küche.
Dieser blickte zuerst den Frühstückstisch und dann seinen Sohn an, sichtlich überrascht, dass sein elfjähriger Sohn ganz alleine den Frühstückstisch gedeckt und Frühstück gemacht hatte. „Wow, ich bin beeindruckt“, hatte dieser kurz darauf kommentiert, ging an die Kaffeemaschine und machte sich einen Kaffee.
Simon konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Die Hitze des Tages war um diese Uhrzeit schon deutlich spürbar.
Die Sonne schien direkt in die Küche des kleinen Einfamilienhauses am Rande des Dorfes und ließ die Küche in sanftem Licht erstrahlen.
Verträumt blickte der Junge umher, nahm sein Frühstück zu sich und überlegte, was er heute mit dem Tag anfangen könnte.
Nur beiläufig hörte Simon seinem Vater zu.
Dieser hatte ihm gerade berichtet, dass sie morgen bei Onkel Alex zum Grillen eingeladen seien.
Der Junge nickte nur und hatte gerade den letzten Bissen seines Brötchens heruntergeschluckt.

Sein Vater musste heute arbeiten. Aufgrund von Homeoffice konnte er in den Ferien von zu Hause arbeiten und musste nur zu wichtigen Präsenzterminen in der Firma erscheinen.
Dank Gleitzeitmodell konnte er anfangen, wann er wollte.
Nachdem beide ihr Frühstück beendet und den Tisch abgeräumt hatten, piepte Simons Smartphone.
Eine Benachrichtigung seines Klassenkameraden Finn war auf dem Sperrbildschirm zu sehen.
Schnell hatte Simon die Nachricht geöffnet.
„Heute Badesee?“, schrieb der Zwölfjährige Finn.
„Klar, wann?“, tippten seine Finger als Antwort schnell in das Gerät und warteten auf eine Antwort.
„In einer Stunde“, schrieb ihm Finn. Er schickte einen Daumen nach oben zurück und sperrte das Gerät wieder.
Badesee mit seinen Freunden war eine gute Idee, vor allem bei dem Wetter.
Sein Vater hatte, als sein Sohn ihn gefragt hatte, ob er an den See dürfte, nichts einzuwenden.
Er hatte somit das Okay erhalten.

Um sich die Zeit bis dahin zu vertreiben, entschied sich Simon, noch ein wenig an der Konsole zu zocken.

Mit der Fernbedienung schaltete Simon den Fernseher ein, betätigte den Powerknopf seiner Konsole auf dem Controller und startete kurz darauf den Karrieremodus der alljährlich erscheinenden Fußballsimulation.
Kurz vor Saisonende stand seine Mannschaft, die Adler, kurz davor, das Triple zu gewinnen.
Nur ein Sieg fehlte noch. Das Endspiel im Europäischen Pokal wurde gerade angepfiffen und Simon musste vom ersten Moment an all seine Konzentration aufwenden, um das Spiel zu gewinnen.
Die Königlichen waren ein harter Gegner und stellten die Abwehrspieler immer wieder vor knifflige Situationen.
Sein Torhüter hatte bis zur fünfundvierzigsten Minute alles halten können, doch nach einer Ecke war der Keeper machtlos.

Kopfball, 0:1 für die Königlichen.

Das Stadion in Mailand, in welchem das Finale ausgetragen wurde, tobte. Mit einem Rückstand ging es in die Pause.
In der sechzigsten Minute musste Simon reagieren, er wechselte. Ein neunzehnjähriger Jugendspieler kam für seinen erfahrenen Stürmer in die Partie. Er erhoffte sich so neue Impulse, er wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen.
In der sechsundachtzigsten Minute schickte er mit einem Steilpass seinen rechten Flügelspieler über die Seite.
Dieser dribbelte an der Sechzehnerkante den Verteidiger der Königlichen aus und passte den Ball zu seinem Jugendspieler.
Der musste den Ball nur noch einschieben.

Ausgleich.

Simon reckte eine Faust in die Höhe. Es war wieder alles drin.
Nach neunzig Minuten ging es in die Verlängerung. Kurz vor Ende der Verlängerung hatte sein Torwart noch einmal einen Weitschuss des Gegners erfolgreich gehalten.

Das Spiel musste in einem Elfmeterschießen entschieden werden.

Nachdem alle Schützen verwandelt hatten, stand es 6:6. Der Spieler der Königlichen lief gerade an, Simon versuchte zu erraten, in welche Ecke er schießen würde. Er wählte die linke Ecke und drückte den linken Stick in die entsprechende Richtung.
Der Keeper sprang und wehrte den Ball mit der Faust ab.

Nun musste der neunzehnjährige Stürmer ran.

Simon entschied sich dieses Mal für die linke obere Ecke. Bevor er die Kreistaste betätigte, atmete er noch einmal tief durch.
Der Spieler lief an und knallte den Ball unhaltbar in die obere Ecke.

7:6, die Adler hatten gewonnen, er hatte nach zehn Seasons einfach das Triple gewonnen.
Lächelnd saß er auf dem Sofa, sah zu, wie die Spieler feierten und den Pokal in den Mailänder Nachthimmel stemmten.
Nachdem er das Spiel beendet hatte und nach dem Laden einer neuen Season auf den Startbildschirm blickte, erschrak er.

Simon hatte komplett die Zeit vergessen.
In zehn Minuten sollte er doch am Badesee sein.
„Mist“, flüsterte er, speicherte den Spielstand und schaltete die Konsole sowie den Fernseher aus.
Hastig rannte er die Treppe nach oben in sein Zimmer. Mit einem Ruck riss den Kleiderschrank auf, nahm sich eine rote Badehose heraus und schmiss diese in den Rucksack. Sein Handy und seine kleine rote Bluetoothbox wanderten ebenfalls in den Rucksack. Aus dem Badezimmer nahm er sich noch ein Handtuch aus dem Schrank und warf es ebenfalls in den Rucksack.

„Huch, noch da? Solltest du nicht schon auf dem Weg zum See sein?“, hatte sein Vater verwundert seinen Sohn gefragt, nachdem dieser etwas abrupt in das Arbeitszimmer gestürmt war, um sich von ihm zu verabschieden.
„Ähm ja, es gab da eine kleine Verzögerung im Zeitplan“, erklärte Simon, umarmte ihn kurz und verabschiedete sich.

Schnell nahm er seinen Haustürschlüssel, setzte seinen Rucksack auf und stieg, nachdem er das Rad aus der Garage geholt und seinen Helm aufgesetzt hatte, auf sein Rad. Kaum hatte er die Einfahrt des Einfamilienhauses verlassen, klingelte sein Smartphone.
„Finn“ war auf dem Display zu lesen. „Junge, wo steckst du? Du bist zu spät, schwing die Hufe“, hatte ihn sein Klassenkamerad, kaum hatte er das Gerät am Ohr, direkt mit der Verspätung konfrontiert.
Simon hatte das rechte Bein lässig auf den Asphalt gestellt und hielt sich mit der freien linken Hand am Lenker fest.
„Ja … ähm, bin gleich da … circa zehn Minuten“, sprach der Junge in das Gerät und hatte sich kurz darauf von Finn verabschiedet. Nachdem er das Smartphone wieder in seinen Rucksack gesteckt hatte, fuhr er los.

Während er fuhr, dachte er nach.

Wie es wohl mit dem Bettnässen weitergehen würde?
War das nur eine Phase und würde wieder von alleine weggehen?
War das Video, der wirre Traum und die Erinnerungen an Mama der Auslöser für das Ganze?
Würde sein Vater mit ihm zum Arzt gehen, um der Sache auf den Grund zu gehen?
Würde er dann wieder Windeln bekommen für die Nacht, wie früher?

So viele Gedanken schwirrten dem Jungen durch den Kopf und erzeugten einen Nebel in seinem Gehirn.
Simon atmete tief durch, es würde hoffentlich alles wieder werden.
Er müsste einfach vertrauen und die Dinge auf sich zukommen lassen

Autor: Littleboy99 | Eingesandt via Formular

Diese Geschichte darf nicht kopiert werden.

Ein Traum mit Folgen

Ein Traum mit Folgen
Post Views: 343
Tags: kapitel, präsentiert, ruckartig, traum, folgen
5 1 Abstimmung
Article Rating
Abonnieren
Anmelden
Benachrichtige mich bei
guest
guest
0 Comments
Oldest
Newest Most Voted

Report

Vorlesen

Weitere Teile dieser Geschichte

  • Ein Traum mit Folgen
  • Ein Traum mit Folgen (2)

Archiv

Neueste Beiträge

  • Laura (31)
  • Ein Traum mit Folgen (2)
  • Windelfreunde (9)
  • Laura (30)
  • Lebenskunst – Haus Ledwin (5)

Neueste Kommentare

  • Burli zu Laura (31)
  • Windelpupsi123 zu Bonusların Gizli Gücünü Çözümleyerek Progressive Jackpot Slotlarına Katılımı Adım Adım Öğrenme Rehberi Merhabet Giriş Üzerinden
  • LilSpaiky zu Das etwas andere Weihnachten
  • Burli zu Laura (30)
  • Julian zu Windelfreunde (9)
  • Julian zu Windelfreunde (9)
  • Volker zu Lebenskunst – Haus Ledwin (5)
  • Lenny zu Florians Schatten (28)

zufällige Geschichten

  • Erstlingswerk (1)
  • Nächste Corona-Sperre und trotzdem viele Erlebnisse
  • Jonas und Florian
  • Nachhilfe mit peinlicher Situation
  • Die Windel Reise (1)

Newsletter

© Windelgeschichten.org 2014 - 2025

wpDiscuz
  • Startseite
  • Autoren Übersicht
  • Index
  • Lesezeichen
  • Informationen
  • Windelgeschichten APP
  • über uns
  • Newsletter
  • Newsletter Archiv
  • Einsendungen
  • Support
  • Nutzerbedingungen