Die Start-up Familie (2)
Die Start-up Familie (2)
Emilia (19) verdrehte die Augen und blieb ruckartig am rechten Straßenrand stehen. „Raus!“, zeigte sie aus der Beifahrertür hinaus in die Dunkelheit. „Wehe, du pinkelst dir jetzt ein!“, keifte sie ihre kleine Schwester Amelie (7) an.
Amelie kullerten bereits kleine Tränchen über die Wangen, als sie die Beifahrertür öffnete und in die Kälte trat. „Oh nein“, sagte Emilia leiser. Amelie hatte etwas Urin auf ihrem Kindersitz hinterlassen, und auch ihre hellblaue Jeans war im Schritt dunkel geworden. Das Mädchen stand zwar bereits draußen, konnte aber nicht aufhören, sich in die Hose zu machen, sodass sich die dunklen Streifen auch immer weiter ihr Hosenbein entlang ausbreiteten.
Emilia stieg schnell aus dem Auto und holte Amelies Jacke von der Rückbank. „Hier, zieh die schnell an, nicht, dass du dich noch erkältest“, sagte sie besorgt. Die völlig aufgelöste Amelie schlüpfte laut schluchzend in ihre Jacke. „Nicht traurig sein, Ami“, versuchte Emilia, sie zu beruhigen. „Das war meine Schuld. Natürlich hätten wir an der Tankstelle aufs Klo gehen müssen.“ Sie nahm ihre Schwester in den Arm. „Soll ich dir ein Geheimnis verraten?“, fragte sie sanft. „Ich wollte in Wahrheit wirklich nur schnell zu Tim.“
„Wusste ich doch“, flüsterte Amelie mit einem vorsichtigen Lächeln zwischen ihren Tränen hervor. Emilia drückte sie nochmal fest an sich und entschuldigte sich für ihre harsche erste Reaktion, bevor sie mit ihr zum Kofferraum lief.
„Wir nehmen jetzt einfach eine neue Hose aus deinem Koffer, dann ziehst du dich im Auto schnell um, und alles ist gut“, schlug Emilia vor.
Emilia half Amelie dabei, ihre Hose und Unterhose auszuziehen und trocknete ihre Beine mit den trockenen Teilen der hellblauen Jeans. Für ihren Intimbereich benutzte sie Taschentücher, sodass Amelie binnen weniger Minuten wieder warm und trocken war. „Ich muss aber immer noch ein bisschen Pipi“, wandte Amelie gegen das Prozedere ein.
„Magst du eine DryNites anziehen?“, fragte Emilia vorsichtig.
Amelie schüttelte vehement den Kopf. „Wir haben doch gesagt, nur nachts und so, dass Tim es nicht merkt.“
„Ja, schon, aber ich weiß nicht, wo du hier mitten auf der Hauptstraße Pipi machen möchtest. Er wird es schon nicht merken, du behältst einfach deine Jacke an und gehst dann schnell auf Toilette, die Windel wegwerfen, wenn wir da sind“, antwortete Emilia. Nach etwas Hin und Her ließ sich Amelie auf diesen Vorschlag ein. „Aber dann geh ich nicht Pipi, sondern hab die nur zur Sicherheit an“, ließ sie sich bestätigen, während die ein oder andere Träne ihre Wange hinunter kullerte.
„So hab ich mir das gedacht“, zwinkerte Emilia ihr zu. Sie holte aus dem Kofferraum eine frische Packung DryNites und öffnete sie.
Die doch recht schmale Rückbank des Autos sorgte dafür, dass Amelie die Windel nicht selbst anziehen konnte. Sie hob ihre Beine an, sodass Emilia die Pull-Ups über ihre Füße stülpen konnte. „Popo hoch“, wies die große Schwester sie an, bevor sie die Windel ganz nach oben zog. Emilia ging nochmal sicher, dass die abgebildete Prinzessin tatsächlich nach vorne gucken sollte und nicht nach hinten, und half Amelie dann in ihre trockene neue Hose. „Siehst du, halb so schlimm“, beendete Emilia die Prozedur, indem sie anfing, Amelie zu kitzeln.
„Nein, hahaha!“, „Bitte, hör auf, hahaha!“, lachte Amelie niedlich. Die Stimmung hatte sich gebessert, und wenig später waren die beiden auch schon bei Tim angekommen. Er lebte in einer großzügigen Stadtvilla, etwas abseits des Stadtzentrums. Noch bevor Emilia die Tür öffnen konnte, stand Tim bereits am geöffneten Hauseingang und grinste über beide Backen. „Da seid ihr ja endlich“, begrüßte er die beiden und umarmte Emilia herzlich. „Du musst Amelie sein“, richtete er sich als Nächstes an das kleine blonde Mädchen, das ganz unauffällig versuchte, ihre Jacke etwas nach unten zu richten.
Er umarmte sie ebenfalls und wandte sich dann schnell dem Kofferraum zu. „Fuck, die DryNites!“, fiel Emilia im letzten Moment ein. „Kannst du Amelie bitte erstmal die Toilette zeigen? Ich fang schon mal am Kofferraum an“, sagte sie laut und zwinkerte ihrer Schwester zu, ohne dass Tim es bemerkte.
Während Tim das kleine Mädchen in den hellen Hauseingang begleitete, verstaute Emilia die Pull-Ups ihrer Schwester schnell in ihrem Koffer und nahm genau diesen mit. Schnell kam Tim ihr wieder entgegen und trug alle weiteren Koffer und Taschen aus dem Auto ins Haus. „Es war so klar, dass du für zwei Wochen wieder mit 100 Taschen ankommst“, warf er Emilia etwas außer Atem vor. Diese lächelte nur und machte es sich bereits in der Küche bequem, die sie bei ihren letzten Besuchen schon kannte.
„Oh, Amelie!“, fiel ihr ein. Sie machte sich auf den Weg ins Badezimmer und klopfte vorsichtig an der Tür: „Hey, Ami, ich bin’s.“ Klack. Schon war die Tür entriegelt. „Was soll ich mit der DryNites machen?“, fragte Amelie, während sie ihre deutlich gelb verfärbte Windel in der Hand hielt.
„Wieso ist die denn schon so nass?“, fragte Emilia etwas erstaunt. Amelie wurde rot und kam ihren Tränen sichtlich nah.
„Alles gut, das ist überhaupt nicht schlimm. Zum Glück hattest du eine an. Ich hol dir eine neue, warte einfach hier“, versuchte Emilia, sie zu beruhigen. „Aber Tim darf es nicht merken“, wandte Amelie noch schnell ein. Emilia nickte und ging zurück zum Hauseingang.
„Wo ist mein Koffer, Tim?“, fragte sie, während ihr Freund etwas an der Alarmanlage eintippte.
„Da in der Ecke“, zeigte Tim ihr.
„Kannst du uns bitte Pizza bestellen oder so? Ich muss mit Amelie noch ein paar Mädchen-Sachen im Bad besprechen“, bat Emilia ihn.
„Das muss ich auf jeden Fall verpassen“, scherzte Tim und ging in die Küche, um sich Emmas Aufgabe zu widmen.
„Also Amelie, das war kein Problem. Jungs sind doch eh ahnungslos“, kam Emilia lachend ins Bad zurück: „Die alte Windel machen wir in den schwarzen Beutel, dann sieht sie niemand im Müll. Und die trockene ziehst du mit deinem Schlafanzug an, damit du nach dem Essen ins Bett kannst“. „Okay“, gab Amelie etwas bedrückt zurück. Am liebsten würde sie sich keine Gedanken über solche Dinge machen, aber leider funktioniert es seit einigen Wochen nachts nicht mit dem Einhalten. Die Ärzte sagen es wären „Hormone“ oder sowas, aber wer weiß das schon.
Emilia verlässt das Bad und gesellt sich zu Tim. Wenig später erscheint auch die kleine Amelie in ihrem knallroten Schlafanzug.
Ob Tim die Windel bemerkt?
Autor: Anonym | Eingesandt via Mail
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Danke für die schönen Geschichtenteile
Interessante Fortsetzung. Bin schon auf den nächsten Teil gespannt. Könnte auch gern etwas länger geschrieben werden.
Nein er bemerkt die Windel an der Kleinen nicht aber findet sie im Koffer von Emilia und denkt natürlich das die Große die noch brauch und besteht daher darauf das Emilia die für die Nacht anzieht.