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Kleiner Hase und das große Chaos (8)

14/04/2026 0 comments Article Gemischt Timo
This entry is part 8 of 8 in the series Kleiner Hase und das große Chaos
Windelgeschichten.org präsentiert: Kleiner Hase und das große Chaos (8)

Kapitel 8: Die Bewerberin

 

Ich betrachtete mich argwöhnisch im Spiegel. Ich hatte die Klamotten schon länger nicht mehr getragen und fühlte mich irgendwie komisch. Es waren die Klamotten, die mir Rob bei unserer ersten Begegnung in Bolognese-Sauce getränkt hatte. Damals hätte ich ihm am liebsten den Hals rum gedreht und Jona eigentlich gleich mit. Ich dachte an den Tag zurück an dem er mir die Klamotten zurückgebracht hatte…ein aufwühlender Tag wie so viele Tage damals. Anders als bei dem Nudelfiasko hoffte ich heute darauf, dass sie mir Glück bringen würden und kein Pech. Seltsam fühlte ich mich darin trotzdem aus irgendeinem mir nicht nachvollziehbaren Grund. Möglicherweise war es auch nur die Anspannung des bevorstehenden Gesprächs. Wenigstens hatte das frühere Unterrichtsende funktioniert und ich hatte weniger Stress. Ich schaute auf mein Handy. 13:00 ich hatte noch einen Moment um mich mental auf das Gespräch vorzubereiten. Ich ging nochmals durch was ich gefragt werden könnte, was ich antworten könnte. Hatte ich alles im Kopf oder würde ich in der Aufregung alles vergessen? Ich kam gar nicht dazu alles zu überdenken, weil mich plötzlich die Klingel aus meinen Gedanken riss. Ich eile nach unten und öffnete die Türe. Der Postbote begrüßte mich mit einem großen Paket im Schlepptau. Ich bedankte mich und schaffte das Paket nach drin. Ich musste grinsen als ich das Paket sah. Kathi und ich hatten es mit unserer Bestellung vielleicht ein wenig übertrieben. Ein wenig hieß, dass ich das Paket in einem kaum nach oben schaffen könnte. Ich schaute nochmal auf die Uhr. 13:15…ich hatte noch mindestens eine halbe Stunde und die würde ausreichen um die Bestellung auseinander zu nehmen und in unsere Zimmer zu verteilen. Eine gute Gelegenheit um den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Einräumen könnte ich die Windeln dann später in Ruhe das gleiche galt für Kathi. Ich holte mit eine Schere aus der Küche und öffnete den Karton. Windelpackung um Windelpackung fischte ich aus dem Karton und verteilte sie auf zwei Haufen. Meine Bestellung hatte ich noch grob im Kopf daher war es nicht so schwer alles auszusortieren. Mein Stapel war definitiv größer als Kathis Stapel, nicht sehr viel größer, aber größer. Ich begann meinen Stapel im Flur abzubauen und in meinem Zimmer wieder aufzubauen. Nach dreimaligem Treppensteigen hatte ich meinen Stapel nach oben befördert und begann mit Kathis Stapel. Ein erneuter Blick auf die Uhr, nachdem ich die letzten Packungen in Kathis Zimmer gebracht hatte, zeigte mir 13:45, eine gute Zeit zum Aufbrechen. Ich faltete den Karton zumindest noch zusammen und packte ihn möglichst platzsparend auf die Kellertreppe. Es würde schon niemand in den Keller wollen und wenn doch, dann würde ich das später erklären.

 

————————————————————————————————————————

 

Die Fahrt verlief dieses Mal ruhig. So viel Aufregung wie beim letzten Mal hätte ich auch nicht gebrauchen können. Irgendwie musste ich während der Fahrt immer wieder an meine Bestellung denken. Ich hatte wirklich ordentlich zugeschlagen und dass obwohl mich immer Zweifel plagten ob ich das alles so wollte. Verdammt…warum musste ich es auch so kompliziert machen. Ich hatte das doch eigentlich schon mit mir selbst geklärt oder? Oder etwa nicht? Ich wischte den Gedanken beiseite und konzentrierte mich wieder auf den Verkehr. Ein paar hundert Meter noch und ich war am Ziel. Ich schaute auf die Uhr. Ich würde definitiv zu früh da sein. Gut es waren nur zwanzig Minuten, aber immerhin zu früh. Sollte ich im Auto warten? Nein besser zu früh erscheinen, das machte einen besseren Eindruck als genau pünktlich oder gar zu spät zu erscheinen. Ich fuhr auf den Parkplatz, schaltete den Motor aus und verließ das Fahrzeug. Warum auch immer richtete sich mein Blick an den Ort an dem meine Mutter den Gegenstand zerrissen hatte. Würde ich Teile davon hier finden? Selbst wenn würde es zum einen unglaublich dämlich aussehen hier irgendwelche Schnipsel zu suchen und selbst wenn ich etwas finden würde, würde es mir dann weiter helfen? Vermutlich nicht. Mein Vorstellungsgespräch war definitiv wichtiger als irgendwelche Schnipsel, auch wenn ich zu gerne gewusst hätte was sie da zerrissen hatte.

 

Ich vergaß die Gedanken an das zerrissene Schriftstück oder was auch immer es war. Ich machte mich auf den Weg zur Eingangstüre und suchte nach der Klingel der Kanzlei. Ich fand sie, hielt jedoch nochmals inne bevor ich sie drückte. Ich merkte ein gewisses Maß an Nervosität, dass sich in mir breit machte. Ganz ruhig, nochmal durchatmen, sagte ich zu mir selbst und drückte dann die Klingel.

 

„Ja bitte?“ hörte ich eine weibliche Stimme am anderen Ende.

 

„Ähm…Jansen ich habe ein Vorstellungsgespräch.“ antworte ich unsicher, da mich die Gegensprechanlage ein wenig aus dem Konzept gebracht hatte. Ich erhielt keine Antwort aus der Gegensprechanlage sondern die Türe gab plötzlich ein Summen von sich. Das war wohl das Zeichen, dass ich eintreten konnte. Die Kanzlei war im ersten Stockwerk ich brauchte nur ein paar Augenblicke bis ich am Empfang stand und die Stimme von gerade eben hörte, dieses Mal nur um einiges klarer als durch die Gegensprechanlage. Eine junge Frau, vermutlich nicht viel älter als ich saß hinter einem Tresen und blickte in meine Richtung. Ein wenig zögerlich ging ich auf sie zu.

 

„Guten Tag. Jansen. Ich sollte heute zum Vorstellungsgespräch kommen.“ stellte ich mich vor.

 

„Guten Tag Frau Jansen, einen Moment ich schaue kurz nach.“ sagte sie und richtete ihren Blick auf einen Monitor, der ein wenig über den Tresen ragte. Einige laute und schnelle Tastengeräusche erklangen, gefolgt von einem lauten Hmm. „Frau Jansen mit wem haben sie den Termin gemacht?“ fragte sie mich verwundert.

 

„Mit Herrn Braun. Letzte Woche war das. Ich glaube am Montag. Ich kann in meinem Handy nachschauen.“ antwortete ich.

 

„Sie brauchen nicht nachschauen. Ich muss gerade nur etwas klären.“ entgegnete Sie freundlich und griff nach ihrem Telefon. Ich konnte den Ton hören, der die Verbindung aufbaute. Anscheinend war das Telefon recht laut eingestellt. Es dauerte einen Moment bis sich der Teilnehmer am anderen Ende, der wahrscheinlich Herr Braun sein würde, meldete.

 

„Hallo Herr Braun. Ich habe hier eine junge Dame zum Vorstellungsgespräch. Nein Jansen, nicht Schuster. Ja. Ich vermute das liegt an dem Update, das unsere Termine gelöscht hat. Hmmm…ja…ok ich denke das lässt sich einrichten. Warten sie kurz.“ lauschte ich dem Gespräch mit dem Teilnehmer am anderen Ende. Irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl.

 

„So Frau Jansen. Wir haben ein kleines Problem. Ein Update hat unsere Termine gelöscht und ihr Termin wurde an eine andere Bewerberin vergeben. Herr Braun bietet ihnen aber an direkt im Anschluss an den anderen Termin das Vorstellungsgespräch wahrzunehmen, wenn das für in Ordnung ist.“ erklärte sie mir. Wirklich begeistert zu warten war ich nicht, aber lieber warten als nochmal fahren.

 

„Ich kann gerne warten.“ antwortete ich. Die Frau griff wieder zum Telefon: „Frau Jansen wartet. Ja ich bringe sie in das leere Büro.“ entgegnete sie gefolgt von ein paar zustimmenden Hmms, dann legte sie auf.

 

„Entschuldigen sie bitte die unglücklichen Umstände. Folgen sie mir bitte ich bringe sie in ein Büro, das wir vor kurzem in eine Art Wartezimmer umfunktioniert haben.“ wies sie mich freundlich an und ging um ihren Tresen herum an mir vorbei. Ich folgte ihr langsam den Flur entlang. Links und rechts befanden sich ein paar geschlossene Glastüren, durch die man Silhouetten erkennen konnte. Wir passierten eine kleine Küche und blieben vor einer Glastüre an der linken Seite stehen. Die Frau öffnete die Türe und ließ mich eintreten. Ein Büro war es nicht wirklich es wirkte eher wie ein kleiner Besprechungsraum mit zwei Sesseln, nur die Spuren auf dem Boden ließen darauf schließen, dass sich hier vor kurzem noch ein Schreibtisch befunden hatte.

 

„Kann ich Ihnen etwas zu trinken bringen?“ hörte ich sie hinter mir fragen. Ich drehte mich um und überlegte kurz.

 

„Gerne einen Kaffee.“ antworte ich. Sie nickte und schloss die Türe. Ich setzte mich auf einen der Sessel und schaute ein wenig gedankenverloren in den Raum. Die Türe öffnete sich keine zwei Minuten später wieder und die Frau kam mit einer Tasse Kaffee zurück.

 

„Bitte sehr.“ sagte sie, stellte den Kaffee auf den kleinen Tisch zwischen den Sesseln und verschwand wieder bevor ich mich bedanken konnte. Ich trank einen kleinen Schluck von dem Kaffee und lehnte mich zurück. Ich hoffte die andere Bewerberin würde nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Wobei auf der anderen Seite war ich froh noch einen Moment Ruhe zu haben. Ich hörte Schritte auf dem Gang, die sich dem Zimmer nährten, in dem ich saß. So schnell würde das Gespräch mit der anderen Bewerberin bestimmt nicht vorbei sein oder doch? Ich blickte zur Türe und sah eine Silhouette, die die Klinke nach unten drückte.

 

„So bitte sehr, wir müssen heute leider etwas improvisieren. Tut mir wirklich Leid Frau Schuster.“ hörte ich die Frau vom Empfang wieder sprechen.

 

„Macht nichts. Ich bin froh, dass es heute klappt. Das jetzt noch dieses Telefonat dazwischen kommt kann ja keiner planen.“ hörte ich eine andere Stimme sagen. Die Stimme kam mir seltsam bekannt vor. Ich konnte sie aber gerade nicht zuordnen.

 

„Ich denke es wird nicht so lange dauern vielleicht zehn Minuten. Solange dürfen sie mit der zweiten Bewerberin warten.“ erklärte sie und öffnete die Türe.

 

„Gesellschaft beim Warten klingt gut.“ hörte ich die andere Stimme sagen.

 

„Freut mich, dass sie das so sehen, lassen sie mich das kurz mit der anderen Bewerberin klären. Warten sie kurz.“ hörte ich wieder die Frau vom Empfang, die die Türe öffnete, jedoch keinen Blick auf die weitere Bewerberin preis gab.

 

„Ich muss sie leider nochmals stören Frau Jansen. Irgendwie geht heute alles schief. Herr Braun hat jetzt gerade einen äußerst dringenden Anruf erhalten und das verzögert das Gespräch von Frau Schuster. Macht es ihnen etwas aus, wenn ich Frau Schuster mit zu ihnen setze?“ fragte sie ein wenig verzweifelt und peinlich berührt zu gleich. Ich hielt es so wie die zweite Bewerberin. Gesellschaft war gut vor allem, weil ich wissen wollte woher ich diese Stimme kannte.

 

„Ich habe gerne etwas Gesellschaft.“ antwortete ich. Die Frau vom Empfang atmete merklich erleichtert auf und bewegte sich wieder zur Tür.

 

„Bitte sehr Frau Schuster. Darf ich ihnen noch etwas bringen?“ fragte sie.

 

„Nein danke.“ hörte ich die weitere Bewerberin antworten, während sie sich in Richtung der offenen Türe bewegte. Es dauerte nicht lange und ich musste breit grinsen. Der Bewerberin ging es ähnlich als sie mich sah. Wortlos bewegte sie sich ins Zimmer und die Türe schloss sich.

 

————————————————————————————————————————

 

„Meike? Ich hab dich ja fast nicht erkannt mit der Brille. Was machst du denn hier Meike?“ fragte die Bewerberin gleich nachdem sich die Türe geschlossen hatte.

 

„Die ist neu. Ist ja schon ein bisschen her seit dem du das letzte Mal bei uns warst. Ich denke ich bin aus dem gleichen Grund hier wie du.“ antwortete ich. Jen musste grinsen.

 

„Ich habe nicht damit gerechnet ausgerechnet dich hier zu treffen. Du bist doch bestimmt fast ne Stunde gefahren.“ merkte Jen an und bewegte sich zu dem zweiten Sessel. Ich nahm es ihr nicht übel, dass sie mich nicht umarmte, ich schob das auf die Aufregung, die man Jen förmlich ansah.

 

„Kommt hin mit der Stunde, aber von dir ist es doch genau so weit.“ merkte ich an.

 

„Stimmt. Sorry für die dumme Frage…die Aufregung…ich hab noch gar nicht gefragt wie es dir geht.“ entschuldigte sich sich schon fast.

 

„Ach ich kann nicht klagen. Keine Lust mehr auf Schule. Deshalb auch die Bewerbung für den Ausbildungsplatz. Und bei dir?“ erwiderte ich.

 

„War ein bisschen stressig. Ich hab die ein oder andere Klausur in den Sand gesetzt…hat mich fast die Zulassung gekostet, ist aber gerade nochmal gut gegangen. Hat Kathi dir anscheinend nicht erzählt.“ antwortete Jen. Ich überlegte. Eigentlich hatte Kathi in den letzten Woche kaum etwas von Jen berichtet.

 

„Kathi hat nichts erzählt. Habe mich irgendwie schon gewundert, dass es von dir nichts neues zu hören gibt.“ warf ich ein.

 

„Ist ja auch nicht so wichtig…ich kann dich bei Gelegenheit mal auf den neusten Stand bringen, bei nem Kaffee oder so.“ schlug Jen vor. Ich wollte gerade antworte als sich die Türe öffnete und ein Mann Mitte vierzig ins Zimmer kam.

 

„Guten Tag zusammen. Mein Name ist Braun. Ich muss mich erst mal bei ihnen entschuldigen, dass heute alles etwas unglücklich gelaufen ist. Vor allem bei ihnen Frau Jansen.“ begrüßte er uns, kam noch einen Schritt näher und reichte mir eine Hand zur Begrüßung während er weiter sprach. Jen reichte der danach ebenfalls die Hand. Eine wirklich gute Antwort auf seine Aussage fiel weder mir noch Jen ein, denn wir beide entgegneten nichts.

 

„Ich würde jetzt mit ihnen anfangen Frau Schuster. Kriegen sie noch einen Kaffee Frau Jansen?“ fragte mich Herr Braun.

 

„Gerne.“ antwortete ich. Herr Braun nickte und bewegte sich in Richtung Türe, was für Jen wohl bedeuten sollte, dass sie ihm folgen sollte. Es dauerte keine fünf Minuten und die Frau vom Empfang kam mit einem neuen Kaffee. Sie verließ das Zimmer so schnell wie sie gekommen war.

 

————————————————————————————————————————

 

Ich schaute nochmals auf mein Handy. Jen war bestimmt schon eine halbe Stunde weg. Ich konnte nicht abschätzen ob das eine normale Zeitspanne für ein Vorstellungsgespräch war oder ob das noch zu kurz war. Ich hatte keine Eile, auch wenn zu Hause noch ein paar Aufgaben warteten, aber ich hatte noch zwei Wochen Ferien und noch ein paar weitere Tage bevor es wirklich losgehen würde, die ich nutzen konnte um mich vorzubereiten und die Vorbereitungen waren bislang auch gar nicht so schlecht verlaufen. Also konnte ich mir auch mal einen Tag Auszeit gönnen. Bei mir würde es bestimmt auch nochmal so lange dauern, mit der Rückfahrt würden meine Hausaufgaben wohl oder übel unerledigt bleiben, was eigentlich am vorletzten Schultag auch egal. Wer auf die Idee kam noch irgendwelche Hausaufgaben zu verteilen, hatte vermutlich auch keinen Plan, dass es jetzt nicht mehr wirklich sinnvoll war. Ich hoffte, dass Kathi, wenn sie bei ihrem Plan bleiben würde es intelligenter lösen würde und nicht am vorletzten Schultag noch Hausaufgaben verteilen würde. Das hier war definitiv wichtiger als irgendwelche Hausaufgaben. Ich wollte gerade meiner Mutter noch schreiben, dass es länger dauerte als sich wieder die Türe öffnete. Ich schaute ein wenig erwartungsvoll auf die Türe, in der Erwartung, dass Jens Vorstellungsgespräch fertig wäre, aber ich wurde enttäuscht, denn statt Jen schob sich ein gestresst wirkender älterer Mann in den Raum, der mich mit einem leisen Murren von oben bis unten musterte.

 

„Guten Tag.“ begrüßte ich ihn ein wenig unsicher. Warum er jetzt auf einmal hier aufgetaucht war konnte ich nicht nachvollziehen. Zu einem Vorstellungsgespräch war er bestimmt nicht hier.

 

„Guten Tag. Ich glaube ich habe mich in der Türe geirrt. Ich war hier sonst immer mit meiner Sachbearbeiterin zu Besprechungen und sie sehen nicht wie meine Sachbearbeiterin aus.“ erklärte er mir. Die Stimme kam mir sofort wieder bekannt vor. Er war es. Der alte Mann, der beinahe mit uns kollidiert wäre. Sollte ich ihn darauf ansprechen oder nicht? Ich kam gar nicht dazu darüber nachzudenken, denn schon wieder ging die Türe auf.

 

„Ernst?“ fragte Herr Braun verwirrt, der Jen wieder in den Raum bringen wollte.

 

„Ah Thomas. Ich glaube ich habe mich im Büro geirrt. Die Türe unten war auf, da bin einfach mal rein und als vorne niemand war, bin ich dann ins gleiche Büro wie immer, wenn es zur Besprechung der Buchhaltung ging.“ entgegnete der alte Mann Herrn Braun.

 

„Vorne war niemand? Kann ich mir fast nicht vorstellen.“ wunderte sich Herr Braun.

 

„Das wird sich bestimmt klären. Ist jetzt auch nicht so wichtig. Die Zahlen sind wichtiger. Das Finanzamt…du weißt schon.“ versuchte der Alte auf ein anderes Thema zu lenken.

 

„Natürlich. Wir mussten heute ein bisschen umplanen. Frau Schäfer wartet in einem unserem zweiten Besprechungszimmer, das andere ist gerade durch mich belegt. Wir mussten das Büro heute zum Wartezimmer für unsere Bewerberinnen machen. Frau Schäfer war gefühlt schon fast hier als wir umplanen musste.“ entschuldigte sich Herr Braun. Der Alte schaute abwechselnd zwischen Jen und mir hin und her und zog eine Augenbraue nach oben.

 

„Direkt zwei? Scheint wirklich gefragt die Branche. Wäre ich nochmal in dem Alter wie die beiden Damen, dann wäre das bestimmt ein sehr zukunftssicherer Beruf.“ scherzte er.

 

„Naja zumindest zwei Bewerberinnen. Ich bringe dich jetzt erst mal zu Frau Schäfer und kümmere mich um das nächste Vorstellungsgespräch. Ich stoße danach zu euch. Ich glaube die blanken Zahlen schaffst du auch mit Frau Schäfer.“ schlug er vor.

 

„Sicher.“ stimmte er zu und folgte Herr Braun aus dem Zimmer. Jen schloss die Türe hinter den beiden.

 

„Ganz schön chaotisch hier oder?“ fragte ich sie verwundert.

 

„Ein bisschen, soll aber normalerweise eher ruhig zu gehen. Wurde mir zumindest gerade im Gespräch gesagt.“ antwortete Jen.

 

„Naja solange mich nicht noch mehr böse Überraschungen erwarten ist alles gut.“ erwiderte ich lachend.

 

„Nur eine. Lust auf einen kleinen Überfall auf deine Schwester?“ kam von Jen. Mein Lachen verstummte.

 

„Was meinst du?“ fragte ich verwundert.

 

„Hab mir gerade überlegt, dass ich eigentlich jetzt wo ich ja schon auf halbem Weg zu euch bin eigentlich mit zu dir kommen könnte. Grad schnell nen Kaffee trinken, ein bisschen quatschen und wieder nach Hause.“ erklärte Jen.

 

„Wird das nicht was spät?“ bohrte ich nach.

 

„Ja schon, aber du vergisst ich habe schon Ferien.“ erklärte Jen. Damit waren wohl meine Hausaufgaben endgültig gestorben, nicht dass sie jemals eine wirkliche Chance gehabt hätten, aber lieber Kaffee mit Jen und Kathi als sich noch durch irgendwas durch zu quälen. Morgen würde bei uns vermutlich gar nichts in der Schule laufen. Ich hatte heute schon die Jungs über irgendwelche wilden Alkoholmischungen sprechen hören, die sie sich morgen schon morgens früh genehmigen wollten. So ernst nahmen einige den letzten offiziellen Schultag. Irgendwo konnte ich es verstehen und auf der anderen Seite fand ich es dann auch wieder ein wenig übertrieben.

 

„Machen wir so. Wartest du dann hier?“ fragte ich.

 

„Sicher, wenn sie mich warten lassen.“ antwortete Jen. Ich nickte zustimmend und wartete mit Jen auf die Rückkehr von Herrn Braun.

Autor: Timo | Eingesandt via Ticket

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Kleiner Hase und das große Chaos

Kleiner Hase und das große Chaos (7)
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Tags: chaos, präsentiert, große, kleiner, hase
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