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Kein Zurück (23)

01/01/2026 3 comments Article Gemischt, KI Geschichten Hans_Steam
This entry is part 23 of 23 in the series Kein Zurück
Windelgeschichten.org präsentiert: Kein Zurück (23)

Kapitel 23: Mein Nini

Am Montag nach dem Krafttraining kam Mom in mein Zimmer. „Nico, hast du gerade Zeit?“

„Ja, ich habe nichts Wichtiges vor. Warum?“

„Kommst du mal bitte mit ins Wohnzimmer? Ich würde dir gerne etwas sagen.“

Was wollte Mom wohl von mir? Ging es um die Sache mit Emma? Oder ging es um Mom? Hoffentlich hatte sie keine Probleme im Job oder noch Schlimmeres. Aber wahrscheinlich wollte sie nur über unser gemeinsames Leben mit Steffi und Anne reden. Nachdem ich mich gesetzt hatte, sah ich, dass sie uns einen Tee gemacht hatte.

„Nico, ich weiß, dass du langsam erwachsen und selbstständig wirst. Du hast zunehmend mehr ein Recht auf Privatsphäre. Du darfst Geheimnisse vor mir haben und ich muss nicht alles wissen, was du machst. Zum Beispiel, dass Kinder ihren Körper und ihre Sexualität entdecken und irgendwann beginnen, mit sich selbst und später mit einem Partner Sex zu haben. Das ist normal und das darfst du für dich allein entdecken. Du kannst mich dazu natürlich jederzeit fragen, aber ich verstehe auch, wenn du nicht mit mir darüber reden willst. Das ist normal und damit kommen fast alle Menschen klar, ohne dass sich die Eltern einmischen.“

Was sollte das werden? Ich dachte, das Thema Aufklärung hätten wir längst durch. Was dachte Mom, was ich Außergewöhnliches mache, worüber sie mit mir reden wollte?

„Nico, ich glaube, du trägst ein Problem mit dir herum, das dich überfordert. Du hast dich sehr verändert und das schon lange vor der Sache mit Emma. Ich glaube, etwas bedrückt dich. Und weil du nicht freiwillig mit mir darüber reden willst, ist für mich als Mutter der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr wegschauen kann und das totschweigen darf. Ich muss jetzt mit dir über eine Sache reden. Ich weiß, dass das peinlich und unangenehm für dich wird und ich hätte dir das gerne erspart. Aber ich mache mir ernste Sorgen um dich. Vorab, ganz, ganz wichtig: Du brauchst keine Angst zu haben. Du hast nichts angestellt. Ich will dich nicht schimpfen oder dich auf gar keinen Fall bestrafen. Ich will dich auch nicht ändern. Ich will nur verstehen, was mit dir los ist und wie ich dir helfen und dich unterstützen kann. … Mir sind in letzter Zeit diese schwarzen Päckchen im Müll aufgefallen.“

Ich war aufgeflogen. Mir war sofort klar, worüber Mom mit mir reden wollte. Mein kompliziert aufgebautes Kartenhaus war in sich zusammengefallen. Panik stieg in mir auf. Ich dachte nur noch: ‘Flüchten! Ganz schnell weg.‘

Doch Mom kam mir zuvor, umarmte mich sanft und streichelte meinen Rücken: „Nico, ruhig. Bitte bleib hier. Dir passiert nichts. Wir müssen da jetzt darüber reden. Wenn du das hinauszögerst, geht es dir nur noch schlechter. Versuche, dich zu beruhigen und höre mir einfach zu.“ Tränen stiegen mir in die Augen.

Nachdem meine Körperspannung nachgelassen hatte, setzte Mom sich ein Stück von mir weg und fuhr langsam fort: „Anfangs habe ich mich nur geärgert, weil ich dachte, dass ein Nachbar seine Windeln bei uns entsorgt. Zumindest sah das für mich nach Windeln aus. Öffnen wollte ich die Tüten nicht. Und dann habe ich dein Geheimversteck im Bettkasten gefunden. Ich habe mir dann überlegt, weshalb du wohl Windeln versteckst und wenn die Päckchen im Müll von dir sind, auch benutzt. Die naheliegendste Erklärung wäre Bettnässen oder Inkontinenz, aber das wäre mir ganz sicher aufgefallen, wenn du Unfälle gehabt hättest. Matratze, Bettwäsche, Unterwäsche. Das hätte ich mitbekommen. Früher oder später riecht man das. Das ist es bei dir nicht, oder?“

Ich schüttelte den Kopf.

„Eine andere Erklärung wäre exzessives Gaming, aber das machst du ja auch nicht, oder?“

Wieder schüttelte ich den Kopf.

„Weißt du, ich hatte in der Arbeit mal einen Fall, bei dem ein Mädchen freiwillig Windeln tragen und sich wie ein Kleinkind verhalten wollte. Ihre Eltern kamen damit anfangs gar nicht klar und wollten sie in die Psychiatrie einweisen lassen. Es hat dann lange gedauert, bis wir ihre Eltern soweit hatten, dass sie bereit waren zu lernen, damit umzugehen und es zu akzeptieren. Ich musste mich damals intensiv mit dem Thema beschäftigen. Weißt du, es kommt gar nicht so selten vor, dass Menschen freiwillig Windeln tragen wollen. Außerdem waren in deinem Versteck nicht nur Windeln, sondern auch Schnuller. Nico, du trägst die Windeln freiwillig, weil es dir gefällt, oder?“

Ich nickte.

„Ich schätze, du hast selbst schon im Internet geschaut. Weißt du was ABDL oder TBDL ist und glaubst du, dass du das bist?“

Wieder nickte ich.

„Nico, das ist nicht schlimm. Es ändert nichts daran, wer du für mich bist und dass ich dich liebe. Das ist kein Fehler oder Makel. Es ist einfach ein Teil deiner Persönlichkeit. Ich möchte nicht, dass du damit aufhörst oder dich änderst. Ich will dich nur verstehen und dir helfen, dass du lernst damit umzugehen und dich so zu akzeptieren wie du bist. Ich habe gelernt, dass ABDLs häufig ähnlich wie queere Menschen sehr unter Angst, Wut, Scham, Unsicherheit, Schuld und einem mangelnden Selbstwertgefühl leiden. Ich habe ja auch Jahre gebraucht, um mir einzugestehen, dass ich bi bin. Und so ganz einfach war das nicht. Wir werden hoffentlich später noch in Ruhe über deine Gefühle reden, aber ich denke, du weißt schon ungefähr, was ich meine. Die Angst, entdeckt zu werden, die Scham: ‘Was mache ich da? Wieso gefällt mir das?‘ Nico, hast du diese negativen Gefühle auch und das ist das der Grund, warum du in letzter Zeit öfters unglücklich bist?“

Wieder nickte ich.

„Nico, du musst nicht darunter leiden. Ich will dir dabei helfen, dass du lernst, mit diesen negativen Gefühlen umzugehen und dich so zu akzeptieren, wie du bist. ABDL zu sein, ist nicht schlimm. Du kannst ganz normal eine Partnerschaft, eine Familie, eine erfolgreiche Karriere und ein völlig normales Leben haben. Weißt du, die meisten Menschen machen ziemlich merkwürdige Dinge hinter verschlossenen Schlafzimmertüren. Es gibt viele Onlineshops für ABDL-Sachen. All diese Produkte werden an unzählige Menschen da draußen verkauft, die sie unbemerkt benutzen und ein ganz normales Leben führen.

Ich habe viel über ABDL gelesen und vieles es war für mich verwirrend und schwer vorstellbar. Und es gibt viele Ausprägungen. Willst du mit mir darüber reden, damit ich dich besser verstehe? Willst du versuchen es mir zu erklären, warum du Windeln trägst?“

Ich nickte.

„Nimm dir für die Antwort so viel Zeit wie du brauchst.“

Es dauerte eine Weile, bis ich das, was Mom gesagt hatte, verarbeitet hatte, meine Gedanken sortieren konnte und ich soweit mit dem Weinen aufgehört hatte, dass ich einigermaßen verständlich sprechen konnte. Ich trank erst mal einen Schluck Tee.

„Es fing mit dem ersten Besuch bei Anne an, als ich Steffi beim Wickeln zusah. In der Nacht träumte ich davon, wie Steffi mich wickelt und im Traum fühlte sich das so schön an, dass ich es in Echt ausprobieren wollte. Dann hat Janik von dem Segelflug erzählt und dass da manche Leute Windeln tragen. Und da habe ich mir das mit dem Segelfliegen überlegt. Und während des Segelflugs musste ich dann dringend pinkeln, das war so nicht geplant. Eigentlich wollte ich die trocken lassen. Aber der Flug hat länger gedauert als geplant. Aber wie ich dann unbedingt musste, habe gemerkt, dass es noch schöner ist, die Windel auch zu benutzen. Seither ziehe ich mir ab und zu eine Windel an.“

„Danke, dass du mir das anvertraut hast. Kannst du versuchen etwas genauer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn du eine Windel anhast? Das ist etwas, was ich mir so schlecht vorstellen kann.“

„Es fühlt sich warm, weich und geborgen an, unbeschwert und sorgenfrei. Aber auch gleichzeitig die negativen Gefühle, von denen du gesprochen hast. Die Angst, zu erwischt werden, und vor allem die Scham: ‘Was mache ich da. Das macht man doch nicht’ und so. Und ein bisschen Ekel vor mir selbst.“

„Unbeschwert und sorgenfrei? Fühlst du dich dabei wie ein kleines Kind oder möchtest du in diesem Moment gerne wieder klein sein mit Schnuller, Kuscheltier, Strampelanzug, Spielsachen und so?“

„Ich weiß nicht. Ich weiß noch gar nicht, was ich will. Das ist alles so verwirrend. Kann sein. Wahrscheinlich ja, ein bisschen. Sonst hätte ich mir die Schnuller nicht gekauft. Bisher habe ich mich nur getraut Windeln zu tragen und dabei einen Schnuller zu haben. Und Schnuffi. Schnuffi und Windeln fühlt sich auch toll an.“

„Wenn der Traum, in dem du gewickelt wurdest, das ausgelöst hat, würdest du dann auch gerne mal von jemand anderem in echt gewickelt werden?“

„Ja, ich glaube schon, dass es schön ist von jemand anderem gewickelt zu werden. Aber ich weiß nicht, ob ich will, dass du oder zum Beispiel Steffi mich wickeln, weil mir das viel zu peinlich wäre.“

„Machst du auch groß in die Windel oder möchtest du das machen?“

„Nein, bisher nicht. Ich stelle mir das zu ekelig vor.“

„Noch eine schwierige Frage: Ist das vor allem eine sexuelle Sache? Befriedigst du dich in den Windeln?“

„Das habe ich auch schon mal gemacht, aber nein, das ist nicht der Hauptgrund. Das Schönste ist es für mich, in die Windel zu pinkeln. Das ist schwer zu erklären, warum sich gerade das so schön anfühlt. Ich weiß das auch nicht.“

„Du ziehst also eine Windel an, bis du pinkeln musst, pinkelst in sie hinein und ziehst sie dann wieder aus.

„Nein, weißt du, die Windel fühlt sich nach dem Pinkeln nicht feucht an, sondern wird warm und weich, quillt auf und schmiegt sich dadurch noch enger an. Das ist genauso schön wie trocken. Am liebsten lasse ich sie an, bis ich noch ein zweites Mal reinpinkle und ziehe sie erst aus, wenn ich Angst habe, dass sie ausläuft oder keine Zeit mehr alleine habe.“

„Und wie oft trägst du Windeln?“

„So einmal pro Woche, je nachdem wie es mir geht und wie es sich ergibt.“

„Und wie oft würdest du Windeln tragen wollen, wenn du jederzeit dürftest?“

„Nicht ständig. Vielleicht so zwei- oder dreimal die Woche, am liebsten über Nacht. Die Vorfreude auf das nächste Mal ist auch schön.“

„Ich weiß, du trägst Windeln jetzt noch nicht so lange. Aber hast du schon mal versucht, sie eine Zeit lang nicht zu tragen und wie lange ging das?“

„Also so richtig ernsthaft habe ich es noch nicht versucht, ohne sie auszukommen. Die Woche im Urlaub ging. Also wenn ich jetzt zum Beispiel wie früher ein Jahr zur Bundeswehr müsste, ginge es in der Zeit sicher auch bis zum Urlaub oder wann immer man da Freizeit hatte. Das ist wie, äh …, du weißt schon, … Selbstbefriedigung. Das geht sicher auch eine Zeit lang ohne, aber wenn man nicht muss, macht man da auch keine längere Pause.“ Ich wurde rot.

„Nico, auch das Thema Selbstbefriedigung muss dir nicht peinlich sein. Ich habe dir doch schon erklärt, dass das normal und wichtig ist. Auch ich mache das. Wann, wie und wie oft ist meine Sache und bei dir ist das genauso. Wann, wie und wie oft ist deine Sache. Nur eines würde ich dir empfehlen: Trainiere dir nicht an, das möglichst schnell zu schaffen, sondern versuche länger durchzuhalten. Auch mal zwanzig Minuten und mehr. Frauen brauchen beim Sex länger und deine spätere Partnerin wir es dir danken, wenn du länger kannst. Aber zurück zu den Windeln. Wo hast du die Windeln her, also die weitere Packung? Auch von Steffi?“

„Nein, aus dem Sanitätshaus in der Gärtnerstraße.“

„Du hast dich getraut, Windeln im Laden zu kaufen?“

„Ja, das war zwar ein bisschen peinlich, aber ich habe so getan, wie wenn ich sie für jemand anderes besorgen würde.“

„Weiß noch jemand von deinen Windeln, zum Beispiel Steffi?“

„Nein, ich habe mich nicht getraut mit jemandem darüber zu reden. Mit Steffi habe ich nur das eine Mal gesprochen wegen dem Segelfliegen, aber nicht, dass ich danach auch noch Windeln getragen habe.“

„Danke, Nico, für deine Ehrlichkeit. Das waren sehr viele Punkte, über die ich gerne irgendwann nochmal in Ruhe mit dir reden würde, aber ich glaube, für heute war das schon sehr viel. Wir sollten beide das alles erst einmal verdauen. Zum Schluss noch etwas Wichtiges: Du darfst weiter Windeln tragen, aber ich möchte, dass wir dazu ein paar Regeln vereinbaren. Diese Regeln werden wir mit der Zeit anpassen. Aber vorerst gilt Folgendes:

Erstens: Du darfst Windeln nur bei uns im Haus tragen. Ob nur bei dir im Zimmer oder im ganzen Haus und ob mir gegenüber weiter heimlich oder offen entscheidest du. Aber ich möchte nicht, dass du Windeln in der Öffentlichkeit trägst. Dabei besteht die Gefahr, dass du bloßgestellt wirst und das könnte deinem Selbstwertgefühl einen großen Schaden zufügen. Über Ausnahmen wie Segelfliegen reden wir im Einzelfall. Ist das für dich in Ordnung und nachvollziehbar?“

„Ja, natürlich. Danke. Das ist mehr als ich zu träumen gewagt hätte.“

„Zweitens: Du musst die ABDL-Sachen selbst vom Taschengeld zahlen. Gegebenenfalls passen wir das deswegen an. Online-Bestellungen kannst du gerne im Rahmen deines Taschengeldes machen und hierher liefern lassen. Ich gebe dir nicht vor, wie oft du Windeln tragen darfst. Ich möchte aber, dass du darauf achtest, dass deine Aktivitäten mit deinen Freunden und anderen Interessen nicht darunter leiden. Wenn ich das Gefühl habe, dass das passiert oder dass es zu einer Art Sucht wird oder du dein gesamtes Geld dafür ausgibst, werde ich die Häufigkeit limitieren. In Ordnung?“

„Ja, danke. Klar zahle ich das selbst. Ob ich jetzt öfter Windeln tragen werde, weiß ich noch nicht. Im Moment kann ich mit der Freiheit, die du mir gibst, noch nicht so viel anfangen, weil ich noch lernen muss, mit der Situation umzugehen.“

„Drittens: Du achtest auf Hygiene. Gebrauchte Windeln werden regelmäßig entsorgt. Über spezielle Körperpflege für Windelträger weißt du dank Steffi das Wichtigste ja schon. Deine Haut im Schritt ist durch das Radfahren schon genug gestresst. Ich glaube nicht, dass du in diesem Bereich schmerzhafte Entzündungen oder Ausschläge riskieren willst. Außerdem können Windeln auch auslaufen. Du achtest bitte darauf, auf welchen Möbeln und Oberflächen du sie benutzt und benutzt sie bitte nicht auf unserem Sofa ohne Schutz. Wenn du sie im Bett benutzen willst, besorgen wir dir einen Schutzbezug für die Matratze.“

„Das sollte hoffentlich gar kein Problem sein. Ja, eine dauerhafte Bettunterlage wäre gut. Zurzeit nehme ich Einmal-Unterlagen, die sehr schwitzig sind.“

„Viertens: Du redest außer mit mir und, wenn du willst, mit Steffi, sonst mit niemandem darüber, vor allem nicht mit deinen Freunden. Ich fürchte, dass du dir nicht vorstellen kannst, was für schreckliches Mobbing das nach sich ziehen kann, wenn du es jemandem sagst und der sich verplappert.“

„Verstanden.“

„Fünftens und letztens. Die meisten ABDL sind Erwachsene, für die es häufig auch ein sexueller Fetisch ist. Im Netz besuchst du keine ABDL-Seiten, die erst ab achtzehn sind. Du bleibst im Netz auf ABDL-Seiten anonym und bist bei Kontakten besonders vorsichtig, insbesondere wenn du im Netz Gleichgesinnte kennenlernst, die sich mit dir treffen wollen.“

„Okay, nachvollziehbar. Das ist aber das einzige, wo ich mich wirklich bemühen muss, das einzuhalten. Ich bin da manchmal schon neugierig. Aber erstens ist die Regel ja nicht neu und zweitens sind deine Regeln sehr großzügig und fair. Da werde ich deswegen nicht dein Vertrauen verspielen. Ich habe mit zwar ein einem Windel-Forum angemeldet, aber noch nichts geschrieben und das ist auch für unter 18.“

„Hast Du so sonst noch Fragen im Moment?“

„Nein“

„Gut, dann komm mal her und kuschel mit mir. Ich brauche das jetzt.“

Ich legte meinen Kopf auf Moms Schoß. Sie streichelte durch meine Haare und fragte: „Weißt du eigentlich noch, wie ich dich früher immer genannt habe?“

„Nini?“

„Ja, früher warst du mein Nini. Wenn du also feststellst, dass du einer von den ABDL bist, die wieder klein sein wollen, ich glaube, es würde mir gefallen, wenn du ab und zu wieder mein kleiner Nini sein willst und ich mich um dich kümmern darf.“

„Aber findest du das nicht abstoßend, dass es deinem sechzehnjährigen Sohn gefällt, mit vollen Windeln herumzulaufen?“

„Ach, weißt du, den ABDL-Teil mit dem Kleinsein wollen, kann ich sehr gut verstehen. Ich stelle es mir schön vor, wieder wie ein Kleinkind eine Zeit lang ohne Sorgen und Verantwortung zu sein und ohne mir überlegen zu müssen, was ich als nächstes noch erledigen muss und mich einfach nur umsorgen zu lassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Hineinversetzen in diese Vorstellung leichter fällt, wenn man möglichst viele authentische Accessoires aus der Zeit hat und eben auch Windeln. Wenn man dann zufrieden in seinem Bettchen liegt und nicht mal aufstehen und auf Klo muss, sondern es einfach laufen lassen kann, hat das schon ‘was von Unbeschwertheit. Außergewöhnlich, aber irgendwie zumindest nachvollziehbar. Dass bei dir die Windel das Wichtigste ist, ist für mich schon etwas merkwürdig. Ich glaube, ich würde das nicht mögen. Aber es gibt viele Sachen, die ich nicht mag, die für andere der größte Genuss sind, zum Beispiel Austern, Schnecken, Insekten und Stinkekäse. Aber nur weil ich das nicht mag, ist es ja noch lange nicht abstoßend.“

„Mom, danke. Ich liebe dich. Du bist die beste Mom der Welt. … Übrigens, wie hast du mein Geheimversteck gefunden?“

„Das hast du schon sehr clever und gut gebaut. Du hast aber eine Kleinigkeit nicht bedacht. Mir ist beim Beziehen der Matratze der Matratzenschoner verrutscht und ohne den sieht man von oben in die Bettkästen.“

Als ich wieder in meinem Zimmer war, beschäftigten mich die vielen Dinge, die Mom gesagt hatte. Natürlich konnte ich die Peinlichkeit, ertappt worden zu sein, nicht einfach so ablegen. Zwar hatte der Zuspruch von Mom gut getan und ich fühlte mich irgendwie sehr erleichtert, aber die Scham war jetzt schlimmer denn je. Ein chinesisches Sprichwort lautet: ‘Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten wahr werden.‘ Genauso kam ich mir jetzt vor. Ich hatte alle Freiheiten, die ich mir wünschen konnte, aber ich konnte nichts damit anfangen. Da war immer noch die innere Barriere. Nachdem mich jetzt nicht einmal mehr das Argument, ‘aber was, wenn ich dabei erwischt werde‘ hinderte, trat dieser innere Konflikt noch deutlicher hervor. Mom hatte sich wirklich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Auf jeden Fall würde ich ab jetzt meine Gefühle mit ihr teilen. Vielleicht konnte sie mir ja wirklich helfen und wenn nicht, tat es sicher gut, mit dem Problem nicht mehr alleine klarkommen zu müssen. Ich hörte das Album ‘No Guru, No Method, No Teacher’ von ‘Van Morrison’, während ich mir viele Gedanken machte und noch etwas im Internet suchte. Nachdem das Album zu Ende war, ging ich wieder runter zu Mom.

„Mom, wegen des Bettschutzes. Ich habe mal geschaut und einen aus PU von Suprima gefunden. Der soll atmungsaktiv sein und ist auch nicht zu teuer. In dem Onlineshop, in dem es den günstig gibt, gibt es auch noch etwas, das ich gerne mitbestellen würde.“

„Klar, komm, lass uns zusammen bestellen.“

Mom holte ihren Laptop. Ich zeigte ihr den Online-Discounter für Inkontinenzhilfsmittel und den Matratzenschutz.

Mom fragte mich: „Willst du dort ein Konto eröffnen oder soll ich? Ich denke aber, dass du dort wahrscheinlich öfter bestellst als ich, oder?“

„Ja“, sagte ich und gab meine Daten in die Registrierung ein.

Wir legten zwei Matratzenschutz in den Warenkorb, damit immer einer um die Matratze war, wenn der andere gewaschen werden musste. Dann konnte ich mir endlich meinen Traum erfüllen und bestellte noch eine Packung Crinklz, die Mom ganz süß fand, einen MedicPro Saugtrainer in ‘L’ und einen bunt bedruckten Windelbody. Mom half mir beim Ausmessen und Bestimmen der Größe des Bodys. Es war eine ganz schöne Summe zusammengekommen. Wir waren sogar über der Freigrenze für die Versandkosten.

Schließlich erledigte Mom noch die Bezahlung und sagte: „Das Geld für die Windeln und den Schnuller überweist du mir einfach zurück.“

„Und den Body?“

„Den Body brauchst du nicht zu bezahlen. Unterwäsche musst du dir nicht vom Taschengeld kaufen.“

„Danke, Mom.“

Autor: Hans_Steam | Eingesandt via Ticket

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Tags: kapitel, zuruck, präsentiert, mein, kein
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Burli
Burli
Gast
02/01/2026 13:53

Schön das Nico nun offen mit Seiner Mutter darüber reden kann. Da Sie eine Sozialarbeiterin ist und sich von Betufswegen mit diesem Thema auseinander setzen musste, hätte ich jetzt nicht erwartet, ist dann aber auch für Nico ein Bonus, da Seine Mutter etwas mehr Verständnis für Ihn zeigen kann als Sie es ohne hin schon macht! War wieder ein toller Absatz der Geschichte.

Ich wünsche Dir noch alles Gute zum neuen Jahr.

19
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Tobi
Tobi
Gast
04/01/2026 21:36

Wieder ein wunderbarer Teil und schön, dass ich Nico jetzt seiner Mama anvertrauen kann. Sie ging damit gut und verständnisvoll um und hat es spitze gemacht.

Ich hoffe, er wird mit den Windeln ein wenig cooler und die Situation entspannt sich wieder und Nico kann wieder seinen Interessen nachgehen.

Cooles Album, welches er da angehört hat. Hab ich auch. 🙂

Alles Gute, ich freue mich auf den nächsten Teil.

Da fängt das Jahr schon einmal gut an.

3
Antworten
Hans_Steam
Hans_Steam
Gast
Antwort an  Tobi
08/01/2026 18:25

Danke. Endlich mal jemand, der meine versteckten Musiktipps zu schätzen weiß:-)

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