Hallo, das ist meine erste Geschichte also würde ich mich über Feedback freuen.
Ich habe nur für die Korrektur der Rechtschreibfehler Chatgpt benutzt aber mehr auch nicht.
Und jetzt viel Spaß beim Lesen.
Ich öffne gerade meine Zimmertür, während ich höre, wie meine Mutter mir noch etwas hinterherruft. Allerdings verstehe ich nicht, was sie sagt. Ich kann es mir aber denken. Vermutlich soll ich meine Hausaufgaben machen.
Ich quetsche mich schnell durch die Tür und verschließe sie hinter mir, in der Hoffnung, dass sie glaubt, ich hätte sie nicht gehört, was ja auch nicht falsch wäre.
In meinem Zimmer steht links von der Tür mein Bett und auf der rechten Seite mein großer Kleiderschrank, welcher so lang ist wie der halbe Raum.
An der Wand links, über meinem Bett, hängen viele Film- und Videospielposter.
Am Ende meines Bettes steht mein Schreibtisch, auf dem ein kleiner Bildschirm steht, der mit einer Xbox verbunden ist.
Auf dem Boden liegen ein paar Klamotten und vereinzelt ein paar Pfandflaschen herum. Sonst ist es aber eigentlich ordentlich.
An der gegenüberliegenden Wand der Tür ist mein Zimmerfenster, von dem man ein bisschen von Berlin sehen kann.
Das Essen hat heute irgendwie anders geschmeckt als sonst. Ich weiß aber auch nicht genau, woran es lag. Es gab Lasagne, aber es schien wohl nur mir aufzufallen, dass sie komisch schmeckt, denn alle anderen sagten, es schmecke ihnen.
Sogar meiner fünf Jahre älteren Schwester, die normalerweise nicht gerade der größte Fan von Lasagne ist, schien es zu schmecken. Anders als meinem Bruder, ihrem Zwillingsbruder Bastian, dessen Lieblingsessen Lasagne ist.
Ich gehe an meine Heizung und drehe sie etwas auf. Immerhin sind es nur drei Grad, obwohl wir erst Anfang November haben.
Der Tag war aber für aktuelle Verhältnisse sonst ganz gut.
In der Schule habe ich mich in Mathe oft gemeldet und Frau Brunner hat mich gelobt.
Die Wochen davor liefen ja nicht gerade besonders gut.
Seit der Beerdigung ging es mir wirklich schlecht und ich habe viel geweint, aber meine Eltern und Geschwister haben mich dann immer getröstet. Das hat es mir ein bisschen leichter gemacht.
Auch wenn es jetzt immer noch schwer ist, schaffe ich es zurzeit ganz gut, das zu verdrängen.
Ich setze mich erst mal an meinen Schreibtisch und starte meine Xbox, während ich weiter über meinen Tag nachdenke.
In der Pause habe ich zusammen mit Julian und Sven Fangen gespielt, genau wie mit Felix früher.
Die beiden scheinen mittlerweile nicht mehr so oft über die Beerdigung nachzudenken wie ich. Kein Wunder, sie haben sich ja nie so gut mit Felix verstanden wie ich.
Auch wenn wir zu viert immer so viel Spaß beim Fangen spielen hatten.
Während ich darüber nachdenke, fällt mir nicht auf, dass ein paar Tränen meine Wange hinunterlaufen.
Erst als meine Xbox startet, merke ich, dass ich am Weinen bin, und wische mir mit meinem Ärmel über die Augen.
Ich wünschte einfach, wir hätten besser aufgepasst. Dann wäre er heute noch hier.
Ich hätte einfach schneller reagieren müssen.
Die nächste halbe Stunde sitze ich an meinem Schreibtisch und weine, ohne dass ich aufhören kann.
Ich bekomme langsam Kopfschmerzen und stehe auf.
Irgendetwas stimmt nicht. Mein Herz pocht so laut, dass ich in meinem ganzen Körper spüre, wie es schlägt. Meine Beine zittern leicht, mir wird schwindelig und mein Blick fängt an zu verschwimmen.
Mein Körper wird immer schwerer und die Kopfschmerzen immer stärker.
Ich zucke zusammen und fasse an meine Stirn.
Auf einmal wird alles schwarz.
…
Langsam öffne ich meine Augen. Es ist dunkel in meinem Zimmer.
Wie lange war ich ohnmächtig? Mein Kopf brummt, ich bin ziemlich benommen und ich zittere leicht.
Mir ist warm. Viel wärmer als noch heute Mittag, als ich umgefallen bin.
Und ich bin nass. Wieso ist mein Schritt nass?!
Ich habe schon seit Jahren nicht mehr eingepullert.
Wieso jetzt?
Ich höre ein lautes Wummern und den Bass von lauter Musik.
Wer hört denn hier um diese Uhrzeit so laute Musik und dazu noch an einem Mittwochabend?
Ich entscheide mich aufzustehen, falle beim ersten Versuch allerdings direkt wieder hin.
Beim zweiten Versuch klappt es, allerdings ist es sehr anstrengend.
Beim Stehen spüre ich nur noch mehr diese klebrige, kalte und nasse Hose an mir.
Warum hat niemand nach mir gesehen?
Und warum werde ich einfach so ohnmächtig?
Bin ich krank?
Habe ich mir deswegen eingepullert? Weil ich krank bin?
Werde ich jetzt sterben?
Es gibt so viele Fragen. Ich muss mich erst mal ordnen.
Da, der Lichtschalter neben meinem Bett. Da muss ich hin.
Ich sammle meine ganze Kraft und bewege mich zu dem Lichtschalter, welchen ich dann direkt umlege.
Erst jetzt fällt mir auf, dass die ganzen Klamotten und Pfandflaschen nicht mehr auf dem Boden liegen. Das ist ja komisch.
Meine Xbox ist auch aus, was mich allerdings weniger wundert, da ich scheinbar ein paar Stunden da lag.
Der nasse Fleck auf dem Boden wundert mich sogar noch weniger. Allerdings ist die Größe des Fleckes beachtlich.
Meinen Reißverschlusspullover, der mittlerweile richtig durchgeschwitzt ist, ziehe ich schnell aus.
Dann gehe ich an meinen Kleiderschrank und suche mir eine von meinen Hosen raus. Als ich sie anziehen will, fällt mir aber auf, dass die viel zu groß für mich ist. Wie kommt die denn da rein? Es wird noch komischer, als ich sehe, dass alle anderen Hosen auch viel zu groß sind. Da will mich wohl jemand verarschen.
Stattdessen nehme ich mir einen Pullover aus meinem Schrank, der mir auch viel zu groß ist, und binde ihn mir um die Hüfte, sodass man meine nasse Hose nicht sehen kann.
Ich nehme all meinen Mut zusammen und öffne meine Zimmertür. Das ist der einzige Weg, um herauszufinden, was hier los ist.
Es überrascht mich, was ich sehe.
Es sind bestimmt 45 Jugendliche in unserer Wohnung und es scheint, als ob sie eine Party feiern.
Das schließe ich aus der lauten Musik, der Beleuchtung und den Plastikbierbechern, die die Jugendlichen, die bestimmt alle fast zwei Köpfe größer sind als ich, in ihren Händen halten.
Jetzt bin ich nur noch verwirrter.
Wer schmeißt denn an einem Mittwochabend bei uns zu Hause eine Party und dazu noch, ohne mir Bescheid zu sagen?
Mein Bruder und meine Schwester sind ja erst 15. Ich glaube nicht, dass die hier eine Party schmeißen.
Und außerdem sehe ich sie auch nirgendwo, was meine Vermutung zu bestätigen scheint.
Ich nehme meinen Mut zusammen und spreche einen etwa 19-jährigen Jugendlichen an.
„Ähm … ähhh, hallo, weißt du vielleicht, wer diese Party veranstaltet?“
Er scheint mich nicht gehört zu haben und geht einfach an mir vorbei, ohne mich zu beachten.
Ziemlich unhöflich. Ich werde es noch einmal versuchen.
Dort kommt eine Frau in ungefähr dem gleichen Alter.
„Kannst du mir vielleicht sagen, was hier los ist?“, frage ich sie.
Aber auch sie geht einfach an mir vorbei, ohne mich auch nur anzusehen.
Jetzt reicht es mir. Ich werde richtig wütend.
Es ist ja nicht genug, dass hier so viele fremde Menschen sind. Nein. Jetzt ignorieren mich auch noch alle in meiner eigenen Wohnung.
Ich gehe zum Wohnzimmertisch, auf dem ein paar Bierbecher stehen, und steige auf ihn drauf.
Ich hole tief Luft und fange an, richtig zu schreien.
„Halloooo!? Ist alles gut bei euch?“, frage ich sarkastisch, während alle anderen Gespräche verstummen.
„Was macht ihr alle in meiner Wohnung und wie seid ihr alle hier reingekommen?!“, schreie ich in die Wohnung hinein und untermale meine Wut mit einem Stampfer auf den Tisch.
Was ich sofort bereue, denn danach fangen alle an zu lachen und reden einfach weiter.
Ich verstehe, dass das vermutlich ausgesehen haben muss wie der Wutausbruch von einem Kleinkind, aber dass die einfach lachen, ist echt gemein.
Ich bin den Tränen nah, steige vom Tisch ab und setze mich auf die Kante.
Sonst verbieten es mir meine Eltern, wenn ich so auf dem Wohnzimmertisch sitze, aber die sind ja gerade nicht da.
Oh Mann, stimmt. Wo sind meine Eltern eigentlich?
Ich fühle mich so alleine, verloren und vor allem klein. Da hilft es nicht gerade, dass ich eine klitschnasse, vollgepinkelte Hose anhabe.
Diese Gefühle reichen und ich fange heute schon das zweite Mal an zu weinen.
Eine Weile sitze ich so dort. Ich weiß nicht, wie lange.
Aber irgendwann steht plötzlich eine große, etwa 20-jährige Frau vor mir.
Ich schaue zu ihr hoch, aber in dem Moment geht sie in die Hocke, um mit mir auf Augenhöhe zu sein.
Irgendwoher kenne ich sie. Ich weiß nur nicht, woher.
„Ist alles okay bei dir, Kleiner?“, fragt die Frau mich.
„Nein, nichts ist okay!“, antworte ich trotzig.
„Was ist denn los? Hat dich dein großer Bruder oder deine große Schwester hierher mitgenommen?“
„Nein, niemand hat mich mitgenommen!“
„Aha, und wieso bist du dann hier?“, fragt sie verwundert.
„Ich wohne hier!“
Sie schaut mich verwundert und misstrauisch an, bevor sie mir sagt:
„Nein, das glaube ich nicht. Ich wohne nämlich hier. Kann es sein, dass du dir vielleicht heimlich ein paar Becher Bier genommen hast?“
„Natürlich nicht. Bier schmeckt doch voll eklig! Und du wohnst hier ganz bestimmt nicht. Meine Familie und ich wohnen schon seit 2021 hier in dieser Wohnung!“
Sie will gerade ausholen, um mir zu antworten, aber dann unterbricht sie ein anderer Jugendlicher im gleichen Alter.
„Was ist denn hier los? Ist das der kleine Unruhestifter?“, fragt er die Frau nett und lächelt mich freundlich an.
„Ja, das ist er, aber er behauptet, er würde hier wohnen. Ich glaube, er ist betrunken.“
„Heeeeyyyyy!“, antworte ich beleidigt.
Jetzt geht auch der junge Mann vor mir in die Hocke und redet weiter.
„Ganz ruhig. Sag uns erst mal, wie du heißt und wie alt du bist.“
„Also, ich heiße Jonas und ich bin 10 Jahre alt.“
„Das ist ja cool. Den Namen können wir uns leicht merken!“, antwortet er.
„Wieso das denn?“, frage ich verwirrt.
„Ach, unser Bruder heißt auch so. Der ist aber gerade irgendwo anders“, antwortet sie mir.
„Unser Bruder? Seid ihr Geschwister?“
„Ja, wir sind Zwillinge“, antworten beide gleichzeitig, und wir drei müssen alle lachen.
„Cool! Ich habe auch Zwillinge als Geschwister. Wie heißt ihr denn?“
„Also, ich bin Bastian und das ist meine Schwester Laura. Wir schmeißen diese Party!“
„Warte mal, was?!“, frage ich überrumpelt.
Ich stelle mich wieder hin und gehe den Flur runter.
Die beiden folgen mir. Ich gehe vorbei an vielen betrunkenen Jugendlichen, am Bad und an meinem Zimmer. Bis zu einer Wand, an der Bilder hängen.
Dort nehme ich eines ab und drehe mich zu den beiden um.
Ich zeige ihnen das Bild und sage: „Das bin ich vor drei Monaten im Urlaub!“
Die beiden schauen zuerst das Bild an, dann mich, dann wieder das Bild und dann schauen sie sich gegenseitig an.
Kurz ist es ruhig. Dann sagt Bastian: „Nein, das ist unser Bruder Jonas vor sechs Jahren im Urlaub.“
Daraufhin schaut Laura mir tief in die Augen und sagt ungläubig: „Jonas, welches Jahr haben wir?“
Autor: Loki | Eingesandt via Formular
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Zeitreise? Ich bin sehr sehr gespannt! Das kann sehr gut werden. 😀