Viktorias Geburtstag rückte näher und Laura und Johanna trafen alle Vorbereitungen.
„Wie machen wir das mit dem Bett?“, fragte Laura zwei Tage vor dem Geburtstag. „Ich bin handwerklich sehr ungeschickt und du doch auch.“
„Soll ich Max fragen? Er kann sowas und macht es gerne“, fragte Johanna.
„Dann dringt er aber in unseren Safespace ein. Er kennt hier nur dein Zimmer und vorallem dein Bett“, sagte Laura und grinste.
„Nicht so frech meine Kleine, aber ernsthaft, was soll denn passieren? Er hat dich doch schon mit Schnuller gesehen“, sagte Johanna.
„Aber das ist was anderes“, sagte Laura.
„Ja schon aber was willst du sonst machen? Soll ich einen Handwerker rufen, damit ein wildfremder Mann hier reinkommt?“
„Auf gar keinen Fall. Sollen wir es doch lieber selber versuchen?“, fragte Laura.
„Können wir machen“, sagte Johanna.
Nach einer Stunde sagte Laura genervt: „Wie soll das gehen? Die Anleitung ist so kompliziert.“
„Ich rufe Max an“, sagte Johanna.
„Aber …“, sagte Laura.
„Hallo Schatz. Kannst du uns bitte helfen? Wir wollen ein Bett aufbauen, kriegen es aber irgendwie nicht gebacken“, sagte Johanna in ihr Handy.
„Ja kein Problem. Ich bin gleich da“, sagte er.
„Supi dann bis gleich mein Schatz.“
„Johanna!“, rief Laura.
„Mann Laurachen. Er weiß, was wir hier ungefähr machen.“
„Johanna! Das ist unser Geheimnis hier. Das darf keiner wissen!“
„Ich liebe Max und hab keine Geheimnisse vor ihm. Er ist ein sehr anständiger Kerl und hat niemandem etwas erzählt.“
„Ja gut, aber mich stört es trotzdem, dass jemand von unserer Art zu leben etwas weiß.“
Kurz danach klingelte es.
„Hallo meine Hübsche“, sagte Max zu Johanna und küsste sie.
„Hallo Schatz“, sagte sie.
„Hey Laura“, sagte er. „Wo ist euer Bett?“
„Hier in Viktorias Zimmer“, sagte Johanna. „Das wird ihr Geburtstagsgeschenk.“
„Oha“, sagte Max. „Ein Gitterbett für Erwachsene. Ist etwas speziell, aber auch irgendwie süß.“
Max brauchte keine zehn Minuten, um das Bett aufzubauen.
„Hier bittesehr“, sagte er. „Woran ist es bei euch gescheitert?“
„Ja keine Ahnung“, sagte Johanna.
„Jetzt steht eurer kleinen Geburtstagsfeier nichts mehr im Weg“, sagte Max.
„Danke mein Schatz“, sagte Johanna.
„Ich hab uns noch ein romantisches Essen zu zweit reserviert“, sagte Max.
„Ja super. Wo gehts hin?“
„Kennst du bestimmt eh noch nicht.“
Johanna sagte zu Laura: „Bis heute Abend meine kleine Laura. Viktoria kommt auch gleich aus der Uni, dann bist du nicht alleine. Viktoria darf heute Abend auf keinen Fall in ihrem Bett schlafen, weil sie das erst übermorgen kriegt.“
„Kein Problem. Sie schläft ja eh oft bei mir.“
„Deck bitte das Bett noch etwas ab, bevor Viktoria kommt. Auch wenn sie weiß, was es ist, soll sie es noch nicht sehen.“
„Mach ich“, sagte Laura.
„Also bis später“, sagte Johanna.
„Bis dann und viel Spaß“, sagte Laura.
Als Viktoria kam, sahen sich die beiden Pippi Langstrumpf an und gingen danach noch sehr lange mit dem Hund spazieren.
Der nächste Tag verlief unspektakulär.
Am Abend lagen die drei wieder auf dem Sofa. Johanna lag in der Mitte und hatte jeweils einen Arm um eine Schnullermaus gelegt.
„Ihr seid so süß“, sagte Johanna. „Ich kann euch nicht oft genug sagen, dass ich euch sehr liebe.“
Laura und Viktoria streichelten Johanna über die Brust und dachten sich, wie es wohl wäre, von Johanna gestillt zu werden.
„Ich wünsche du könntest uns stillen“, sagte Viktoria.
„Das geht leider nicht, weil ich nicht schwanger bin“, sagte Johanna.
„Ich weiß, aber die Vorstellung ist sehr schön“, schwärmte Viktoria und Laura blickte zustimmend zu Viktoria und Johanna.
„Du könntest dir was spritzen lassen, damit Muttermilch erzeugt wird“, sagte Viktoria.
„Von solchen Medikamenten oder Hormonen sollte man Abstand halten. Man weiß nie, was für zum Teil schreckliche Nebenwirkungen sowas haben kann“, sagte Johanna.
„Du hast ja Recht“, sagte Viktoria. „Aber gibt es noch eine andere Möglichkeit?“
„Da müsste ich mich mal erkundigen“, sagte Johanna.
„So jetzt ist Zeit für die Heia“, sagte Johanna später. „Habt ihr zwei Süßen euch schon die Zähnchen geputzt?“
„Ja klar“, sagte Laura.
„Dann hauch mich mal an.“
„Nein“, sagte Laura frech.
„Oh doch. Nimm den Schnuller raus und hauch mich an!“, befahl Johanna und fing an, Laura zu kitzeln.
„Lass das“, sagte Laura lachend. „Ich hab die Zähne geputzt.“
„Nein hast du nicht“, sagte Johanna. „Ab ins Bad meine Kleine.“
„Jaja ist ja gut“, sagte Laura trotzig.
„Und du Viktoria?“, fragte Johanna.
„Ja“, sagte sie.
„Dann hauch mich an.“
Viktoria hauchte Johanna sehr kräftig ins Gesicht und Johanna schimpfte: „Geh gleich mit ins Bad! Ihr zwei Frechdachse raubt mir manchmal den letzten Nerv.“
Als die beiden im Bad fertig waren, musste Laura wie jeden Abend Viktoria eine neue Windel anziehen.
Als Laura Viktorias Windel öffnete, rief sie: „Oa! Was ist denn heute los?“
„Da staunst du, was?“, sagte Viktoria und musste etwas lachen.
„Was hast du heute gegessen? Das riecht ja fürchterlich!“
„Weiß ich nicht mehr“, sagte Viktoria und lachte weiter.
„Was auch immer es war, iss es nie wieder“, befahl Laura.
Als Laura mit dem Wickeln fertig war, schlug sie Viktoria auf den Hintern und sagte: „Frechdachs!“
Im Bett dachte Laura über ihre Situation nach. Sie liebte die Kleinkind-WG, bekam gleichzeitig aber Angst davor, was nach dem Studium passieren wird. Johanna würde mit Max zusammenziehen und Viktoria zieht vielleicht weg. Sie weinte, weil sie daran dachte, ganz alleine zu sein. Wie schön wäre es doch, einen Freund zu haben, aber wen? Sie kannte keinen Mann, der ihr zusagt und bisher fühlte sie sich bei jedem Flirt extrem unwohl, weil niemand an sie ran darf.
Laura weinte so laut, dass Viktoria zu ihr kam und sich zu ihr legte.
„Was ist denn los meine Süße?“
„Ich hab Angst vor der Zukunft. Unsere WG wird nicht für immer bestehen.“
„Uns bleiben hier noch mindestens drei Jahre“, tröstete Viktoria.
„Und was ist danach? Johanna wird mit Max wohnen und du?“
„Das weiß ich doch jetzt noch nicht. Ich werde auf jeden Fall möglichst nah bei dir wohnen. Mach dir keine Sorgen. Ich werde unter keinen Umständen zurück nach Berlin gehen.“
„Bitte bleib bei mir“, flehte Laura Viktoria an.
„Ich werde dich nie verlassen“, beruhigte Viktoria Laura.
„Ganz sicher nicht?“, fragte Laura weinend.
„Ganz sicher nicht!“, versprach Viktoria.
„Ich liebe dich mein Engel“, sagte Laura und kuschelte sich an Viktoria.
„Ich dich auch meine Süße“, sagte Viktoria.
Laura nuckelte so stark an ihrem Schnuller, dass Viktoria Angst hatte, das Saugteil könnte abreißen und Laura es verschlucken.
Viktoria zog daher kräftig an Lauras Schnuller, doch Lauras Saugkraft war zu stark. Laura schlug wild um sich, da sie ihren Schnuller unbedingt im Mund lassen wollte. Sie versuchte Viktoria wegzudrücken.
„Was ist denn los??“, rief Laura und während sie das sagte, konnte Viktoria ihr den Schnuller rausziehen.
„Gib mir meinen Schnuller wieder!!!“, schrie sie.
„Mann Laura. Du hast so heftig dran gesaugt, dass ich Angst hatte, du könntest das Ding kaputt machen und verschlucken.“
„GIB MIR MEINEN SCHNULLER WIEDER!!!“, schrie Laura so laut wie sie konnte.
„Was ist denn hier los?“, fragte Johanna, die den Streit gehört hatte.
„Viktoria hat mir meinen Schnuller geklaut!!“
„Jetzt beruhig dich erstmal und dann erklär ich dir alles“, sagte Viktoria.
„NICHT OHNE MEINEN SCHNULLER!!!“, schrie Laura durch die ganze Wohnung.
„Jetzt gib ihr den Schnulli und dann erklär mir alles“, sagte Johanna zu Viktoria.
Viktoria gab Laura ihren Schuller zurück, welche ihn reflexartig in den Mund steckte und sehr heftig nuckelte.
„Laura hat einfach nur so kräftig geschnullert, dass ich Angst hatte, dass das Saugteil gleich abreißt und Laura daran erstickt“, erklärte Viktoria.
„Deshalb reißt man mir nicht den Schnuller aus dem Mund!! Sag doch einfach was!“, entgegnete Laura wütend.
„Du hättest ihr wirklich was sagen können Viktoria, aber Laura du musst hier nicht so rumschreien“, sagte Johanna und blickte Laura streng an. „Jetzt vertragt euch wieder.“
Laura fing an zu weinen und Viktoria nahm sie in den Arm.
„Ich liebe dich doch so sehr meine Süße. Du hast keinen Grund sauer zu sein“, sagte Viktoria.
„Zieh mir bitte nie wieder den Schnuller raus“, schniefte Laura. „Wenn ich sehr heftig nuckel, dann hat das seinen Grund und außerdem können meine Schnuller nicht reißen.“
„Ich versprech dir, dass ich das nie wieder machen werde“, sagte Viktoria.
Laura legte sich auf Viktoria, schlang Arme und Beine um sie und schnullerte so heftig wie am Anfang. Viktoria streichelte Laura daraufhin ausführlich.
Johanna war glücklich darüber und ging wieder in ihr Zimmer. Danach schliefen alle ein.
Laura wachte schon sehr früh auf. Trotz Schnuller und Viktoria hatte sie nicht gut geschlafen.
Sie ging zu Johanna, um sie aufzuwecken. Laura rüttelte so fest sie konnte an Johanna.
„Was ist denn?“, fragte Johanna.
„Aufstehen!“, rief Laura.
„Es ist doch erst fünf Uhr. Lass mich noch schlafen“, sagte Johanna.
„Ich kann aber nicht mehr schlafen“, rief Laura.
„Dann leg dich zu mir.“
Laura kuschelte sich an Johanna und die beiden schliefen noch etwas. Irgendwann schreckte Laura hoch.
Sie rief: „Wir müssen schnell alles vorbereiten, bevor Viktoria wach wird.“
Laura stellte den Kuchen, den Johanna gesternabend noch gebacken hatte, in Viktorias Zimmer und platzierte 19 Kerzen darauf.
Johanna hing Girlanden in Viktorias Zimmer auf und dekorierte das Gitterbett.
Dann gingen sie in Lauras Zimmer und weckten Viktoria.
„Guten Morgen mein Engel. Alles alles Liebe zu deinem Geburtstag“, sagte Laura.
„Ich wünsche dir alles Gute meine liebe Viktoria“, sagte Johanna.
„Danke ihr Lieben“, sagte Viktoria.
„Jetzt komm mit. Wir haben was ganz tolles für dich“, sagte Laura.
Mit Schnuller und Schlafanzug wurde Viktoria in ihr Zimmer geführt. Johanna zündete die 19 Kerzen auf dem Kuchen an.
„Tausend Dank ihr Süßen. Dieses Bett hab ich mir immer gewünscht.“
Viktoria nahm den Schnuller raus, um die Kerzen auszublasen.
Laura umarmte Viktoria und sagte: „Ich liebe dich mein Engel. Hier ist noch ein kleines Geschenk von mir für dich.“
Laura übergab Viktoria ein kleines, liebevoll verpacktes Päckchen. Viktoria öffnete es und freute sich.
„Eine Schnullerkette mit meinem Namen. Die ist ja süß. Ich werde sie in der Wohnung immer tragen.“
„Ich wusste, dass sie dir gefallen wird“, sagte Laura.
„Du bist einfach so süß Laura“, sagte Viktoria.
„Ich hab auch noch etwas für dich“, sagte Johanna.
Viktoria öffnete das Geschenk und meinte: „Eine große Nuckelflasche mit extra großem Saugteil. Wie wundervoll.“
„Jetzt bist du endlich ein richtiges Baby“, sagte Johanna.
„Vielen Dank ihr Lieben. Genau das alles hier hab ich mir immer gewünscht.“
Ivar bellte Viktoria an.
„Und du mein Süßer willst mir auch alles Gute wünschen?“, fragte Viktoria hocherfreut, was dieser mit einem zustimmenden Bellen beantwortete und Viktorias Gesicht abschleckte.
Viktoria fragte: „Seid ihr sicher, dass ich schon 19 werde? Es fühlt sich nicht so an.“
Johanna sagte: „Ich weiß aus eigener Erfahrung wie es ist, 19 zu sein. Es ist wundervoll.“
„Ich weiß nicht. Am liebsten wäre ich wieder zwei Jahre alt. Alles war so schön damals. Ich konnte spielen, ohne mich um etwas zu kümmern und außerdem haben meine Eltern noch gelebt“, sagte Viktoria traurig.
„Wir sind jetzt für dich da“, sagte Laura. „Und spielen kannst du immernoch viel und es macht mit mir bestimmt mehr Spaß als alleine.“
„Stimmt schon meine Süße. Aber heutzutage muss ich für die Uni lernen.“
„Außerdem kanntest du Johanna und mich damals noch nicht. Von dem her war früher nicht alles so schön“, sagte Laura.
„Du hast Recht meine Süße. Ich liebe euch“, sagte Viktoria und nahm ihre Freundinnen in den Arm.
Nach dem Frühstück musste Laura Viktoria noch eine neue Windel anziehen. Anschließend gingen sie in die Uni. Abends gingen die drei Mädchen ins Restaurant.
Wieder zu Hause sagte Viktoria: „Ich danke euch für diesen wunderschönen Tag. Ich hab noch nie einen so schönen Geburtstag gehabt, auch wenn mein Vater sich immer Mühe gegeben hat.“
„Für dich machen wir das immer gerne“, sagte Johanna.
„Laura, willst du heute Nacht mit mir das Bett einweihen?“, fragte Viktoria.
„Gerne doch mein Engel“, sagte Laura.
„Und mein Fläschchen will ich natürlich auch haben“, sagte Viktoria.
„Ich breitete es dir vor“, sagte Laura und verschwand in der Küche.
Als sie wiederkam, freute sich Viktoria sehr.
„Du siehst aber glücklich aus“, sagte Laura.
„Jetzt gib her“, forderte Viktoria aufgeregt.
„Leg dich aufs Sofa und ich halte es dir hin“, sagte Laura.
„Au ja das ist natürlich viel besser. Warum bin ich da nicht drauf gekommen.“
Die beiden legten sich hin und Laura fütterte Viktoria mit dem Fläschchen.
„Danke meine Süße, das müssen wir jetzt jeden Abend machen. Jetzt ab ins Bett. Das kann ich auch kaum erwarten“, sagte Viktoria.
Viktoria befestigte ihre neue Schnullerkette an ihrem Schlafanzug, hängte ihren Lieblingsschnuller daran, steckte ihn in ihren Mund und begann stark zu schnullern.
Laura freute sich: „Das ist so süß. Du bist einfach zum Knuddeln.“
„Mir gefällt es auch“, sagte Johanna.
Laura schlüpfte in ihren rosa Plüschschlafanzug und legte sich ebenfalls schnullernd zu Viktoria ins Bett.
„Das ist so ein süßes Bild. Das muss ich fotografieren“, sagte Johanna und zückte ihr Handy.
„Ein Bild für die Ewigkeit“, sagte sie.
„Das Bild bleibt hier im Raum“, mahnte Laura.
„Natürlich meine Kleine“, versicherte Johanna.
Als Laura aufwachte, schliefen die anderen noch.
Sie legte sich noch kurz zu Johanna ins Bett. Johanna kuschelte sich an Laura, fing an sie zu küssen und sagte im Schlaf: „Ich liebe dich Max.“
Laura stand daraufhin wieder auf und Johanna fragte: „Ey Max, wo gehst du hin?“
Als Johanna aufwachte, fragte sie Laura: „Wo ist denn Max hin?“
„Max war nicht hier. Ich war bei dir im Bett.“
„Oh“, sagte Johanna. „Ich war hoffentlich nicht zu sexuell.“
„Nein“, sagte Laura. „Du hast nur angefangen mich zu küssen.“
„Das ist doch nicht schlimm. Schließlich haben wir uns schon mehrmals geküsst“, sagte Johanna.
„Stimmt. Ich wollte es aber trotzdem nicht, weil das bei uns nur in besonderen Momenten passiert“, sagte Laura.
Johanna umarmte Laura und sagte: „Tut mir leid meine Kleine.“
„Alles in Ordnung“, sagte Laura.
Der restliche Tag nahm seinen üblichen Lauf.
Etwa vier Wochen später Ende Mai war Lauras Geburtstag. Am Tag vor ihrem Geburtstag war Laura sehr aufgeregt. Sie liebte ihren Geburtstag immer, doch dieses Jahr war er zum ersten Mal anders. Ihre Eltern waren nicht da, dafür war zum ersten Mal Viktoria dabei. Den ganzen Tag musste sie daran denken, was sich Johanna und Viktoria wohl haben einfallen lassen. Sie hoffte sehr, dass sie einen genau so schönen Geburtstag wie Viktoria erleben wird.
Als sie am späten Nachmittag aus der Uni kam, begrüßte Johanna sie mit den Worten: „Hey meine kleine 18-jährige. Du bist die einzige von uns, die noch 18 ist.“
„Ja witzig. Morgen nicht mehr“, sagte Laura.
„Das war ja der Witz. Freust du dich auf morgen?“
„Ja sehr. Ich bin schon ganz aufgeregt, weil zum ersten Mal meine Eltern nicht dabei sind.“
„Wir haben uns jedenfalls was ganz Tolles für dich überlegt“, sagte Johanna.
„Was denn?“, fragte Laura.
„Das sag ich dir jetzt doch nicht“, antwortete Johanna.
Johanna, Laura und Viktoria legten sich aufs Sofa, als Laura wieder traurig wurde.
„Was ist denn los meine Kleine?“, fragte Johanna.
„Ich will nicht älter werden“, sagte Laura. „Ich will für immer ein süßes kleines fünfjähriges Mädchen bleiben.“
„Mir geht es auch so, nur dass ich ein zweijähriges Mädchen bleiben will“, sagte Viktoria. „Die Zeit ist aber leider unaufhaltsam.“
„Morgen bist du immernoch mein süßes kleines Mädchen“, sagte Johanna.
„Aber was ist in ein paar Jahren? Ich kann doch mit 30 kein kleines Mädchen mehr sein“, schluchzte Laura.
„Doch das kannst du“, sagte Johanna. „Du kannst auch deinen Schnuller bis an dein Lebensende behalten.“
„Aber irgendwann bin ich so alt, dass ich nicht mehr süß bin und dann …“, sagte Laura und fing an zu weinen.
„Ach Laurachen. Du wirst für immer so süß bleiben wie heute. Warum hast du denn so viel Angst vor der Zukunft? Genieß doch einfach die Zeit mit Viktoria und mir“, sagte Johanna.
Viktoria sagte: „Wir lieben dich sehr und wollen mit dir zusammen eine schöne Zeit haben. Über das was du denkst, können wir in drei Jahren reden. Das ist eine sehr lange Zeit und bis dahin wird sich hier nichts ändern.“
Laura freute sich über die Worte und wischte sich die Tränen aus ihrem Gesicht.
„Ich liebe dich Laura“, sagte Viktoria. „Und dich auch Johanna.“
„Ich bin froh das du hier bist“, sagte Laura.
Johanna drückte ihre süßen Mäuse fest an sich.
„Ich hab euch unendlich lieb“, sagte Johanna.
Der Hund legte sich daraufhin auf die drei und machte Geräusche, die deutlich machten, dass er gekrault werden wollte.
„Und dich liebe ich natürlich auch sehr“, sagte Johanna und streichelte Ivar.
Autor: kleineHexe | Eingesandt via Formular
Diese Geschichte darf nicht kopiert werden.
Auch eine sehr schöne Fortsetzung. Vor dem erwachsen werden haben so einige ihre Probleme. Wir würden wol alle gern jünger bleiben.