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Kleiner Hase und das große Chaos (2)

05/03/2026 0 comments Article Gemischt Timo
This entry is part 2 of 2 in the series Kleiner Hase und das große Chaos
Windelgeschichten.org präsentiert: Kleiner Hase und das große Chaos (2)

Kapitel 2: Home sweet home

 

Ich trat als letzte ins Haus und hatte gerade die Türe geschlossen als unsere Mutter schon aus der Küche schaute.

 

„Ihr seid aber spät dran. Muss ich mir Sorgen machen?“ fragte sie und schaute dabei natürlich zunächst mich an. Ich wusste, dass sie es nicht böse meinte und viele Probleme, die ich in der Vergangenheit hatte auch durch ihr Zutun nach und nach verschwunden waren, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich immer noch mit Samthandschuhen angefasst wurde, gerade dann wenn ich wieder von einem meiner Termine nach Hause kam.

 

„Ne alles gut. Das Abschlussgespräch hat einfach ein wenig länger gedauert.“ erklärte ich.

 

„Abschlussgespräch? Da hat Dr. Berger gar nichts von erzählt.“ meinte meine Mutter erstaunt. Mir war klar, dass er mit meinen Eltern in Kontakt stand und sie über Fortschritte und dergleichen informierte. Gut ich hatte dafür eine entsprechende Einwilligung unterschrieben, aber warum sollte ich auch irgendetwas vor meinen Eltern verstecken. Das meiste war sowieso bekannt aus Zeiten, in denen ich das sowieso nicht frei entscheiden konnte ob sie was erfahren oder nicht, also warum sollte ich mir dann den Aufwand machen und ihnen die Informationen vorenthalten.

 

„Naja Abschlussgespräch ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Wir haben die regelmäßigen Termine auf Eis gelegt, weil Dr. Berger meint ich wäre soweit, dass man die Therapie langsam auslaufen lassen kann. Die Ferien und Feiertage sind sozusagen die Testphase. Ich soll in nem halben Jahr nochmal hin, dann schauen wir ob wir das wirklich final beenden.“ entgegnete ich.

 

„Bist du denn sicher, dass es richtig ist die Therapie auslaufen zu lassen?“ fragte meine Mutter und trat einen Schritt näher an mich heran. Ich zuckte mit den Schultern.

 

„Ganz ehrlich keine Ahnung. Es ist jetzt auch eher eine Therapie ohne Termine und kein Ende…das war mir irgendwie lieber.“ antwortete ich.

 

„Also so eine Art wenn Bedarf besteht, dann hast du immer noch die Möglichkeit nochmal hinzugehen oder wie?“ fragte meine Mutter.

 

„Genau.“ erwiderte ich.

 

„Klingt au jeden Fall besser als von jetzt auf gleich einfach aufzuhören.“ stimmte meine Mutter zu.

 

„Ich finde Meike kommt inzwischen auch ganz gut ohne Therapie klar.“ mischte sich Kathi ein.

 

„Das mag sein kleine Maus, aber Meike sollte das auch so sehen. Weißt du es bringt nichts, wenn alle anderen der Meinung sind, dass man das nicht braucht, aber man selbst ist sich da nicht sicher.“ erklärte sie freundlich, aber bestimmt. Kathi rollte mit den Augen. Eigentlich hatte sie nichts gegen meine Therapie, vermutlich hatte sie die Veränderung an mir schon weitaus früher bemerkt als ich selbst und war deshalb der Überzeugung, dass die Therapie nicht mehr notwendig gewesen war.

 

„Habt ihr beiden wenigstens Hunger mit gebracht?“ fragte mein Mutter plötzlich.

 

„Klar.“ meinte Kathi.

 

„Joa.“ stimmte ich zu.

 

„So wirklich begeistert wirkst du immer noch nicht. Sicher das alles gut ist?“ bohrte meine Mutter nach. Ich hing noch bei der Thematik klein sein fest. Ich überlegte ob Dr. Berger tatsächlich recht hatte oder nicht. Wenn ich darüber nachdachte wie lange ich überhaupt gebraucht hatte um das in meinen Schädel hinein zu bekommen, dass es mir gut tat, dann war es doch eigentlich ein wenig zu überstürzt das jetzt einfach sein zu lassen oder? Auf der anderen Seite war das irgendwie in Kombination mit dem Bettnässen einfacher, aber musste das eine wirklich mit dem anderen zusammen kommen?

 

„Ich denke schon. Ich denke einfach ein wenig nach.“ antwortete ich meiner Mutter und setzte mich an den Tisch. Ohne es zu sehen, merkte ich schon wie ihre Augen mich verfolgten. So wirklich glaubte sie mir anscheinend nicht, dass ich nur nachdachte.

 

„Am besten erzählst du mal was gerade noch passiert ist.“ warf Kathi ein als ich neben ihr Platz genommen hatte.

 

„Es ist noch was passiert?“ fragte meine Mutter hellhörig.

 

„Nichts schlimmes, keine Sorge. Die letzte Bewerbung…da habe ich heute ne Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen.“ erklärte ich. Das bislang ein wenig ernste Gesicht meiner Mutter wandelte sich in das gewohnt freundliche Gesicht.

 

„Das freut mich für dich. Wann ist denn das Vorstellungsgespräch? War das nicht etwas weiter weg? Schaffst du das zeitlich mit der Schule?“ entgegnete meine Mutter sofort aufgeregt.

 

„Der Termin ist am Mittwoch. Hab ich extra so gelegt damit das mit der Schule passt, außerdem läuft ja eh kaum noch was, ist doch die letzte Woche.“ antwortete ich.

 

„Jetzt hast du noch nicht gesagt ob das nicht weiter weg war.“ erinnerte meine Mutter mich sofort an die ausgelassene Frage und an ihrem Blick konnte ich erkennen, dass ihr der Kommentar mit der Schule nicht gefallen hatte, aber sie versuchte es sich nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Selbst ihr war klar, dass die letzten Tage verschenkte Tage waren.

 

„Ähm…ja…ich glaube so ne Dreiviertelstunde…ähm…ich glaube ich bräuchte dein Auto.“ gab ich unsicher zurück. Ich hatte meinen Führerschein noch nicht so lange, es hatte sich alles ein bisschen verzögert auch wegen der Therapie. Meine Eltern wollten mir nicht eine zweite Baustelle zumuten und mich erst bei entsprechenden Therapiefortschritten hinters Steuer lassen. Ich ärgerte mich zwar ein bisschen, aber ein kleines Versprechen von Kathi machte mir das warten einfacher. Sie wollte auch erst mit ihrem Führerschein anfangen, wenn es mir möglich wäre. Schlussendlich hatte Dr. Berger grünes Licht gegeben und es konnte losgehen. Bei mir mit etwas mäßigem Erfolg, anders als bei Kathi. Ich durfte zwei Mal zur Fahrprüfung antreten, weil ich bei der ersten Prüfung wohl fast in ein parkendes Auto gefahren wäre. Das führte leider dazu, dass meine Mutter nicht wirklich begeistert von meinen Fahrkünsten war, aber sie war auch nicht wirklich begeistert von Kathis Fahrkünsten und meiner Meinung nach war Kathi weitaus sicherer als ich, wenn es ums Autofahren ging. Vermutlich war das einfach unsere fehlende Fahrpraxis. Wir hatten beide bislang wenig Gründe gehabt großartig mit dem Auto zu fahren, da wir alles ohne Probleme zu Fuß erreichen konnten.

 

„Hmmm…ich glaube da sprechen wir lieber gleich nochmal drüber. Ich würde vorschlagen jetzt gibt es erst mal was zu essen.“ entgegnete meine Mutter nachdenklich. Ich wusste nicht was ich von der Reaktion, geschweige denn von der Aussage halten sollte. Wirkte irgendwie nicht so als ob sie mir ihr Auto einfach so anvertrauen würde.

————————————————————————————————————————

 

Ich hatte gerade meinen Teller in die Spülmaschine gestellt und wollte Kathi gerade folgen, als meine Mutter mich nochmals ansprach: „Wir müssen doch noch was klären.“ Stimmt die Sache mit dem Auto war noch nicht geklärt. Das Thema hatten sowohl Kathi wie auch ich beim Essen geschickt umgangen, auch wenn Kathi definitiv auf meiner Seite gewesen wäre. Ich konnte mir schon vorstellen wie das enden würde.

 

„Mama ich fahr das Auto nicht zu Schrott. Du kannst es mir ruhig geben. Ich habe sogar mit Rob geübt.“ verteidigte ich sofort meinen Vorschlag mir das Auto für das Vorstellungsgespräch zu überlassen.

 

„Am besten setzt du dich mal wieder.“ meinte meine Mutter.

 

„Was gibt es denn noch?“ fragte ich ein wenig ungehalten. Es konnte doch nicht so schwer sein einfach ja zu sagen.

 

„Dich beschäftigt doch was außer dem Auto. Willst du einen Tee?“ entgegnete meine Mutter, die immer noch an der Küchenzeile stand.

 

„Möglich? Warum glaubst du, dass da Tee hilft?“ erwiderte ich sofort.

 

„Du wirkst einfach ein wenig aufgekratzt. Da hilft Tee doch immer.“ antwortete meine Mutter. Ich wirkte aufgekratzt? Ich kam mir gar nicht so vor. Möglicherweise hatte ich noch meine Gedanken zum Abschlussgespräch im Kopf.

 

„Hmmm…keine Ahnung…möglich. Ich verarbeite halt noch das Abschlussgespräch mit Dr. Berger. Kommt mir alles ein wenig…seltsam vor, dass es so urplötzlich vorbei ist. Klar die Termine waren lästig, aber irgendwie ist es trotzdem komisch.“ versuchte ich meine Gedanken in Worte zu fassen. Meine Mutter kam mit dem Tee zum Tisch und setzte sich. Die Tasse Tee schob sie zum mir herüber.

 

„Habt ihr denn irgendwas besonderes thematisiert? Normalerweise bist du doch nicht so aufgekratzt. Oder liegt das einfach nur daran, dass es das letzte Gespräch war?“ bohrte meine Mutter nach. Es war natürlich zum einen, dass es das letzte Gespräch war, was mich bestimmt irgendwo ein wenig mitnahm, auch wenn ich eigentlich eine Backuplösung parat hatte falls der Bedarf bestand, aber irgendwie war ich auch noch nicht so ganz sicher wie ich das mit meiner kleinen Welt in Zukunft anstellen würde. Klar ich konnte sie auch unabhängig vom Bettnässen ausleben, da hatte Dr. Berger Recht, aber irgendwie…ich war mir nicht sicher was mich daran störte.

 

„Es ging auch nochmal ums klein sein.“ antwortete ich unsicher.

 

„Hmmm…dann kann ich mir denken warum du so aufgekratzt wirkst.“ entgegnete meine Mutter sofort. Ich kriegte einen kurzen Schrecken, weil ich mich mehr als ertappt fühlte.

 

„Wirklich?“ fragte ich nervös. Ich hatte zwar Dr. Berger das mit dem nachlassenden Bettnässen erzählt, auch auf die Gefahr hin, dass meine Eltern es erfahren, aber zu Hause hatte ich tatsächlich kaum ein Wort darüber verloren, vielleicht ein oder zwei Mal wenn meine Windel trocken geblieben war, ansonsten jedoch nicht. Warum ich das nicht gemacht hatte? Ich wusste es nicht mal genau. Möglicherweise wollte ich unterbewusst keine falsche Hoffnung verbreiten bis es wirklich erledigt war. Außerdem hatte ich tatsächlich auch ein wenig Angst davor wenn es vorbei war, auch wenn das vielleicht schwer nachzuvollziehen war. Ich schaute immer noch meine Mutter an, die anscheinend gerade versuchte möglichst diplomatisch zu antworten. Ich nahm mir die Tasse und trank einen Schluck Tee zur Beruhigung.

 

„Ich habe heute deine Wäsche eingeräumt, da ist mir was entgegen geflogen.“ berichtete sie kurz. Ich hatte die ein oder zwei Windeln, die trocken geblieben waren zunächst in den Schrank gelegt, vermutlich um sie dann irgendwann anders zu benutzen, wenn ich mal wieder in meine kleine Welt abtauchen wollte. Ich wollte sie bei Gelegenheit zu den anderen räumen, aber hatte es irgendwie verplant.

 

„Also weißt du…“ ich stockte.

 

„Dass du die letzten Tag anscheinend nicht ins Bett gemacht hast? Die Einhornwindel hat es verraten. War laut dir die letzte, die du hattest. Warum hast du denn nichts gesagt? Das sind doch großartige Neuigkeiten. Du erzählst doch sonst immer alles was gut läuft.“ schoss es aus meiner Mutter heraus bevor ich überhaupt zu Ende denken konnte.

 

„Ähm…ich glaube das ist schwierig zu erklären.“ erwiderte ich nachdenklich und nahm noch einen Schluck Tee. Der Tee war definitiv eine gute Idee meiner Mutter gewesen.

 

„Ich glaube du hast mir schon ein paar schwierige Dinge erklärt.“ munterte mich meine Mutter auf. Ich atmete tief durch. Es war verdammt schwierig in Worte zu fassen was in mir vorging. Es war eigentlich ziemlich simpel und doch wieder nicht. Warum machte ich es mir auch immer kompliziert. Ich atmete nochmal durch und versuchte meine Gedanken zu sammeln.

 

„Irgendwie weiß ich gar nicht wie ich anfangen soll.“ gab ich ein wenig hilflos von mir. Irgendwie hoffte ich, dass sich die Situation so zu einem von meiner Mutter geleiteten Frage-Antwort-Spiel entwickelte. Irgendwie fand ich das gerade weitaus angenehmer als meine Gedanken in Worte zu fassen.

 

„Ich nehme mal an, dass du dir keine Sorgen um die Finanzierung der Windeln machst oder?“ fragte meine Mutter nachdenklich. Vermutlich war das der Einstieg in ihr Frage-Antwort-Spiel. Wenigstens eine simpel zu beantwortende Frage. Ich nahm mir zwar den Luxus von bunten Windeln heraus, aber trotzdem hatten meine Eltern wegen der Notwendigkeit einen entsprechenden Zuschuss beigesteuert, was mein meiner Meinung nach ziemlich üppige Taschengeld entlastete, also war das definitiv nicht das Problem.

 

„Du meinst, weil ihr mir dann die zusätzlichen Mittel streicht? Ne das ist nicht das Problem. Ich habe mehr als genug Geld um dann immer noch das klein sein zu finanzieren. Klappt ja auch bei Kathi ohne Probleme und soweit ich weiß kriege ich das gleiche Taschengeld.“ gab ich ich sofort zurück.

 

„Gut, dann ist es das nicht, aber was ist es dann? Wolltest du keine falschen Hoffnungen wecken?“ bohrte meine Mutter sofort nach. Damit war der Ball wieder bei mir. Wirklich sicher wie ich die Situation erklären sollte war ich mir immer noch nicht.

 

„Naja die falschen Hoffnungen…hmmm…wäre deprimierend wenn es jetzt doch nicht verschwindet, aber irgendwie wäre das auch kein Weltuntergang. Das wäre ja eigentlich nur die Beibehaltung des aktuellen Zustands, also keine Verschlechterung.“ erklärte ich nachdenklich.

 

„Was ist es dann? Irgendwas scheint dich da zu stören.“ kam von meiner Mutter, die sich anscheinend immer noch keinen Reim daraus machen konnte was mich beschäftigte.

 

„Hmmm…ich weiß nicht ob das mit dem klein sein dann überhaupt noch passend ist.“ sprach ich das erstbeste aus was mir in den Sinn kam.

 

„Ich glaube das eine muss nicht zwingend mit dem anderen zu tun haben. Schau dir deine Schwester an. Bei ihr hast du auch das klein sein ohne die Problematik des Bettnässens.“ erwiderte meine Mutter.

 

„Ich weiß, dass man das nicht kombinieren muss…aber irgendwie ich weiß nicht…ich habe das mit dem klein sein vielleicht auch nur gemacht um das mit dem Bettnässen irgendwie abzumildern…also ich meine das schlechte Gefühl was man damit hat. Jetzt wo das Bettnässen weg ist…ich weiß nicht ob ich das mit dem klein sein überhaupt noch…“ ich stockte. Irgendwie wollte ich den Gedanken gar nicht aussprechen. Meine Mutter legte ihre Hände auf meine Hände.

 

„Ich stelle dir jetzt eine einfache Frage und du kannst sie nur mit ja oder nein beantworten. Vielleicht schafft dir das Klarheit. Wie gesagt nur ja oder nein, kein aber kein gar nichts. Verstanden?“ fragte sie schon fast bedrohlich. Ich schluckte und nickte.

 

„Tut dir das klein sein gut?“ fuhr sie fort. Wirklich lange überlegen musste ich nicht.

 

„J…a.“ gab ich unsicher zurück.

 

„Etwas das einem gut tut sollte man nicht einfach aufgeben, wenn sich eine Kleinigkeit ändert oder?“ bohrte meine Mutter nach.

 

„Es kommt mir dann trotzdem komisch vor…vielleicht ist es auch einfach Angst.“ antwortete ich.

 

„Angst?“ entgegnete meine Mutter erstaunt.

 

„Hmmm…ja…die Angst, dass das irgendwas ändert…also ich meine alles…mit dem Wickeln und so halt.“ antwortete ich zögerlich.

 

————————————————————————————————————————

 

Ich ließ mich ein wenig erschöpft auf mein Bett fallen. Ich hatte gefühlt tausend Gedanken im Kopf, die mich gerade beschäftigten. Ich konnte es nicht mal selber in Worte fassen umso erstaunter war ich, dass ich es vorhin irgendwie geschafft hatte. Wahrscheinlich dank der Ausfragetechnik meiner Mutter. Ich hatte diese Ausfragetechnik direkt nach meinem Einzug das erste mal…genießen dürfen.  Genießen war eigentlich der falsche Begriff, denn wenn ich überlegte wie ich mich währenddessen gefühlt hatte, dann würde eine Mischung aus dem Bedürfnis möglichst schnell das Weite zu suchen und trotzdem irgendwie weiter reden zu wollen am besten zutreffen. Ziemlich paradox wie ich feststellen musste. Genau das gleiche hatte ich vor wenigen Minuten ein weiteres Mal erlebt. Ich zog meine Brille von der Nase und legte sie auf meinen Nachttisch. Meine Augen fühlten sich müde an. Ich rieb mir einmal die Augen und hoffte, dass das müde Gefühl zumindest einen Augenblick verschwinden würde. Ich hörte ein Klopfen.

 

„Komm rein Kathi.“ gab ich müde von mir. Ich hörte wie sich meine Türe öffnete.

 

„Woher wusstest du, dass ich es bin?“ hörte ich sie fragen, während sie im Türrahmen stand. Eigentlich war sie ziemlich gut durchschaubar, zumindest für mich. Es hatte eine Weile gedauert, aber inzwischen war ich wirklich gut darin. Meistens machte sie sich wegen meiner Vorgeschichte Sorgen und hatte Angst, dass ich aus irgendwelchen Gründen wieder aus der Bahn geworfen werde.

 

„Mit Mama habe ich gerade noch gesprochen, die hat keinen Grund hier rein zu kommen. Also einfach logische Schlussfolgerung und natürlich die kleine Feinheit, dass Mama und Papa einfach anders klopfen. Also hast du dich wenn man so will selbst verraten..“ antwortete ich. Kathi schaute mich ganz kurz erstaunt an, musste dann aber grinsen.

 

„Stimmt irgendwie. Warst ganz schön lange unten. War das mit dem Auto so ein Krampf?“ bohrte Kathi nach. Ich weiß nicht warum, aber ich wollte meine positiven Neuigkeiten noch für mich behalten, vor allem, da ich irgendwie immer noch das Gefühl hatte, dass ich das alles einfach sacken lassen musste und auch für mich nochmal über die Sache mit dem klein nachdenken musste. Klar das Bettnässen und das klein sein mussten nicht kombiniert werden, aber es war die Kombination von etwas Notwendigem mit etwas Nützlichem. Das Notwendige war jetzt im Begriff wegzufallen. Mit der Kombination von beidem konnte ich bislang gut leben, nur mit dem Nützlichen alleine…ich tat mich da gerade irgendwie schwer und ich wusste nicht mal warum.

 

„Ach…das Auto…ne da sind wir glaube ich noch nicht weiter…ging hauptsächlich um die Sache mit dem Ende der Therapie.“ erklärte ich.

 

„Da hatte Mama aber einige Fragen würde ich sagen.“ kommentierte Kathi meine Erklärung.

 

„Ja…ich glaube sie wollte sich einfach sicher sein, dass ich das richtige tue, deshalb hat es länger gedauert. War ziemlich anstrengend…ich glaube ich muss mich erst mal einen Moment hinlegen und die Augen zu machen.“ erwiderte ich.

 

„Hoffentlich hilft es.“ entgegnete Kathi mit einem zweifelnden Unterton.

 

„Bestimmt. Spätestens morgen bin ich wieder voll einsatzfähig.“ gab ich mit einem breiten Grinsen zurück, dass ich irgendwie in mein Gesicht zauberte.

 

„Gut, dann lass ich dich mal alleine.“ meinte Kathi. Ich nickte und schaute ihr nach wie sie langsam die Türe schließen wollte.

 

„Kathi?“ sprach ich sie nochmals an.

 

„Ja…ist doch noch was passiert?“ entgegnete sie und schob die Türe wieder ein Stück auf. Ich musste lächeln.

 

„Nein alles gut. Danke, dass du nach mir geschaut hast. Mach dir nicht so viele Sorgen um mich. Vergiss nicht wer hier die große Schwester ist.“ bedankte ich mich scherzhaft.

 

„Ich bin echt durchschaubar oder?“ fragte Kathi.

 

„Ein bisschen.“ antwortete ich. Kathi erwiderte meine Aussage mit einem breiten Grinsen und schloss langsam die Türe.

Autor: Timo | Eingesandt via Ticket

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