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Windelfreunde (5)

02/02/2026 0 comments Article Gemischt giaci9
This entry is part 5 of 5 in the series Windelfreunde
Windelgeschichten.org präsentiert: Windelfreunde (5)

#5: Bettnässen leicht gemacht

 

Kleinfeldern, Freitag, den 13. Dezember 2012, Zehn Uhr Abends

Der einzige Fernseher der Familie Kerkwald war nicht besonders groß und dazu noch nicht mal ein Flachbildschirm. Also hatten Fenix und Jakob sich nicht auf dem Sofa niedergelassen, obwohl das bis auf Robin ausnahmsweise komplett leer gewesen war, sondern Jakob hatte seinen Stammplatz auf dem Wohnzimmerteppich eingenommen und sein Freund hatte sich neben ihn gelegt. Bäuchlings lagen die beiden Jungen auf einem großen Sofakissen und starrten auf den flimmernden Bildschirm auf dem Kai Pflaume durch ein abwechslungsreiches Samstagabendprogramm führte.

Jakob und Fenix hatten es sich mit frischgebackenen Keksen gemütlich gemacht. Robin hatte ihnen noch zwei warme Kakao gemacht, in den größten Tassen die sie hatte finden können, zumindest kam es Fenix so vor. Er durfte nicht so viel trinken vor dem Einschlafen, dachte er im ersten Moment. Die Regel hatte es schon immer geben, selbst bevor er angefangen hatte jede Nacht ins Bett zu machen. Und auch seitdem er Nachts wieder trocken war bestand sie fort. Einen Sekundenbruchteil hatte er bedauernd auf die große Tasse geblickt, hatte gewusst, dass er sie besser nicht anrühren durfte, auf keinen Fall austrinken sollte, da hatte Jakob schon am Strohhalm geschlürft. Unbekümmert und ohne auch nur einen Gedanken über sowas zu verschwenden. Und da war es auch Fenix bewusst geworden: Genau wie Jakob würde er heute Nacht Pampers tragen. Niemand erwartete von ihm, dass er morgen früh trocken wäre. Im Gegenteil, sein Freund würde sich vermutlich freuen, wenn sie morgen früh beide nasse Windeln anhätten und nicht nur Jakob. Und selbst wenn er nachts deswegen aufwachen würde: Er würde doch eh mit Absicht in seine Pampers machen dann. Da konnte er es jetzt genauso gut drauf anlegen.

Befreit schob Fenix den Strohhalm an seine Lippen ohne den Blick vom Fernseher abzuwenden. Klein gegen Groß hieß die Sendung, die Jakob und er heute Abend hatten schauen wollen und zu der Robin sich hatte breitschlagen lassen, auch wenn sie nebenbei ein Buch laß und mit Franzi Nachrichten schrieb. Kinder mit außergewöhnlichen Begabungen wie dem auswendigkönnen aller Automodelle, supergutem Kopfrechnen oder Sportlichem traten an gegen prominente Erwachsene. An dem Duell was der Moderator als nächstes angekündigt hatte konnte es nicht liegen, dass Jakob grade gähnte: Ein Achtjähriger sollte mit einem Bagger einen Erdhaufen abtragen, um die Wette schneller als einer der Tatort-Kommissare. Klar, dass beide Jungen gebannt zum Bildschirm schauten und jetzt ungeduldig darauf warteten, dass das langgezogene Moderationssegment zu Ende war und der Wettbewerb endlich begann.
Während Jakob gähnte, wurde es in seiner Windel wieder warm.

Kaum hatte er fertiggegähnt, drehte er seinen Kopf zu Fenix. Sein Freund lag dicht neben ihm auf dem Kissen, daher reichte es aus leise zu flüstern:
»Kam wieder was.«
»Viel?«, fragte Fenix ebenso leise.
Jakob schüttelte stumm mit dem Kopf.
»Ich glaub ich muss auch wieder«, flüsterte Fenix.

Es war nicht lange her, dass Jakob sich überlegt hatte, dass er von nun an Fenix jedes Mal Bescheid gab, wenn er in seine Windel machte. Damit Fenix auch daran dachte, oft einzupullern und dann nur ein bisschen und nicht wieder zu lange einhielt wie heute Nachmittag. Das hatten sie eigentlich still und leise in seinem Zimmer üben wollen, als Teil seines Windeltrainings, wie sie das jetzt nannten. Aber dann war alles anders gekommen.

Fenix richtete seinen Oberkörper auf, er kniete jetzt vor dem Kissen. Schon zweimal hatte Jakob bemerkt dass er grade am pullern war und hatte Fenix sofort unauffällig Bescheid gegeben, einmal hatte Fenix dann sogar wirklich ebenfalls eingepullert. In der Küche, zehn Meter von Robin entfernt, auch wenn die grade mit den Keksdosen beschäftigt gewesen war.
Jakob war immer noch mehr als überrascht von seinem Freund. Als Robin sie zum Kekse verzieren gerufen hatte, hatten sie sich schnell überlegt dass Fenix einfach oben bleiben würde. Wegen seiner nassen Windel, davon sollte Robin auf keinen Fall etwas mitbekommen. Obwohl Jakob ihm mehrfach versichert hatte das seine Schwester die nasse Pampers definitiv nicht schlimm fände wollte Fenix ihr so auf keinen Fall gegenübertreten. Und Jakob verstand das sogar. Aber Robin nicht, stattdessen war sie zu Fenix nach oben gegangen und hatte ihn irgendwie verwandelt. Zwei Minuten später war Fenix hinter ihr her in die Küche getapst, unter seinem Schlafanzug eine tiefhängende, aufgequollene Pipipampers die noch dazu am Rücken weit herausschaute. Er hatte sich offenbar nicht mal die Mühe gemacht, sein Schlafshirt glattzustreichen bevor er nach unten gegangen war. Und jetzt saß er neben ihm auf dem Teppich, hatte definitiv die vollere Windel von ihnen beiden an und für Fenix – und auch für Robin – schien das genau so normal zu sein wie sonst bei ihm.

Statt zum Fernseher zu schauen sah Jakob jetzt neben sich zu seinem Freund. Fenix drückte die Knie etwas auseinander, seine Pupillen wurden groß, dann hielt er die Luft an. Das sah immer noch ein bisschen anstrengend aus, aber immerhin wurde er besser dabei. Einige Sekunden verharrte der Zehnjährige wie versteinert in dieser Position, bevor er kurz luftholte, erneut erstarrte und schließlich seufzte. Dann tastete er vorsichtig über die breite Windelwölbung zwischen seinen Beinen und legte sich anschließend wieder auf das Kissen.

»Ich glaub ich hab mehr gemacht als du«, lächelte Fenix zufrieden.
Ohne den Blick vom Fernseher abzuwenden, antwortete Jakob seinem Freund: »Kunststück, du hast dich ja auch voll angestrengt dabei!«
»Glaubst du, du könntest noch mehr?«
Jakob zuckte mit den Schultern: »Keine Ahnung. Glaub schon. Bestimmt …«
»Ich glaub nicht«, antwortete Fenix, dann trank er seinen Kakao weiter.

Im Fernsehen schwenkte die Kamera endlich von der Moderation weg, stattdessen fuhr Marvin (8) aus Oberursel bei Frankfurt mit seinem Bagger auf die Studiofläche und die beiden Jungen vor dem Fernseher vergaßen ihr Gespräch noch im selben Moment. Obwohl es für Beide Kinder normal war, dass Ludwig, der dreizehnjährige große Bruder von Maxi besser Traktor fahren konnte als viele Erwachsene waren sie beeindruckt davon, ein einige Jahre jüngeres Kind einen riesigen Raupenbagger bedienen zu sehen. Klar, dass er seine Arbeit besser machte als der anschließend antretende Schauspieler. Der schaffte in der selben Zeit nicht einmal die Hälfte. Wesentlich besser schlug er sich in der nächsten Kategorie, bei der er gegen ein Mädchen antrat, welches Autos alleine am Geräusch erkennen konnte. Das war allerdings weniger spannend. Anstatt dass die Autos einzeln im Studio vorfuhren, wurden sie nur auf Einspielern gezeigt. Grade war ein großer silberner Geländewagen zu sehen, von … von der Automarke … er war groß, silbern und sah echt cool aus, der Geländewagen von …

»Bärchen …«, sagte Jemand. Robin. Sie rüttelte sanft an seiner Schulter: » … na komm, bringen wir dich mal ins Bett.«

Müde rieb sich Jakob die Augen, dann sah er sich um und stand langsam auf.
Er war auf dem Wohnzimmerteppich eingeschlafen. Vor ihm stand eine halbleere Kakaotasse, neben ihm kniete Fenix und sah aufmerksam zu ihm. Der Fernseher war aus und knisterte nur noch leise.

»So Jungs, ab ins Bett …«, befand Robin während er sich langsam aufrichtete: »Aber davor braucht ihr dringend eine frische Pampers. Beide!«
Fenix sah ertappt zu Jakobs großer Schwester und auch Jakob nahm plötzlich das völlig durchnässte Vorderteil seiner vollen Windel war.
»So viel Kakao wie ihr eben hattet schwimmt sonst morgen früh euer Bett«, zwinkerte Robin während sie mit einer Hand prüfend über Jakobs Windelpo fuhr, so als müsste sie den notwendigen Windelwechsel noch begründen. Dabei wussten beide Jungen auch so, dass sie die Hosen gestrichen voll hatten.

Jakob bückte sich noch nach der halbvollen Kakotasse, bevor Robin nach seiner Hand griff und mit ihm zusammen, von Fenix gefolgt, nach oben ging. Der süße Nesquikkako war mittlerweile kalt geworden, doch trotzdem trank Jakob ihn gierig aus. Seine Pampers, die er mit jedem Schritt übel zusammenquetschte war hingegen angenehm heiß. Er musste kurz vor dem Aufwachen erst hineingepinkelt haben und zwar richtig viel, denn seine Windel war bei weitem nicht so voll gewesen, bevor er eingeschlafen war. Er hatte auf dem Bauch gelegen, also war alles Pipi nach vorne gelaufen, sodass seine Schlafanzughose zwischen seinen Beinen weit ausgebeult war und sich die Windel vorne unglaublich nass anfühlte.
Jetzt hatte er doch noch eine vollere Pampers als Fenix, freute er sich leise während sie zu dritt in sein Zimmer gingen.

»Ich werd Jakob drüben bei mir wickeln«, erklärte seine große Schwester an Fenix gewandt, während sie Jakobs Windelschublade öffnete. Acht Reihen feinsäuberlich nebeneinandergestapelte Pampers der größten Größe kamen zum Vorschein neben zwei Stapeln blauer Drynites die schon seit mehr als einem Monat in der Schublade verstaubten. Ohne zu Zögern griff Fenix nach einer Pampers und Robin auch, natürlich. Selbst bevor Jakob sein Pipi-Problem aufgegeben hatte und gar nicht mehr versuchte auf Toilette zu gehen hatte er Nachts schon immer die dicken Pampers tragen müssen, die dünnen Drynites reichten in ihrer Saugkraft schlichtweg nicht aus um ihn trocken durch die Nacht zu bringen. Die Drynites hatte er entgegen ihres Namens ausschließlich tagsüber getragen, für den Notfall, wenn er es mal nicht rechtzeitig auf Toilette geschafft hatte damit seine Hose nicht nass wurde. Dafür konnte er sie einfach runterziehen wenn er normal aufs Klo ging. Doch seit ein paar Wochen kümmerte er sich keinen Deut mehr darum ob er musste sondern pinkelte unbekümmert eine Windel nach der anderen voll und lies sich von Robin wickeln wenn selbst die dicken Pampers kurz vorm Überlaufen waren. Jakob war in seiner Sauberkeitserziehung wieder in Kindergartentagen angekommen und liebte alles daran.

»Hier, nimm dir ein paar Feuchttücher raus und die Cremedose da auch«, instruierte die Fünfzehnjährige Fenix: »Ist echt wichtig, dass du dich ordentlich saubermachst und eincremst für die Nacht. Aber das kennst du ja bestimmt eh …«

Fenix nickte, aber eigentlich kannte er das nicht. Niemand hatte ihm gesagt dass er Creme brauchte als er noch Nachts Windeln getragen hatte.
»Einfach … überall hin?«, fragte er schüchtern.
»Überall wo dann der flauschige Teil der Pampi davor ist«, erklärte Robin kurz: »Wenn du dich fertig gewickelt hast, kannst du direkt zum Zähneputzen ins Bad rübergehen«, klopfte sie ihm auf die Schulter und ging dann mit ihrem kleinen Bruder im Schlepptau rüber in ihr eigenes Zimmer.

Während des Wickelns schlief Jakob wieder halb ein, also beeilte Robin sich. Zum Glück hatte er seinen Schlafanzug schon an, das machte einiges unkomplizierter. Kaum zwei Minuten später war der Elfjährige frisch gewickelt und roch nun wieder nach Windelcreme anstatt nach feuchtem Pipi.
»Schaffst du es, beim Zähneputzen nicht einzuschlafen?«, fragte Robin ihn, kaum stand er wieder.

»Mmmh«, antwortete Jakob und wusste selbst nicht genau, ob das nun Zustimmung war oder eher ein Nein.Müde trottete er über den dunklen Flur ins Badezimmer, kramte seine hellblaue Elmex-Zahnbürste aus dem großen Becher und begann sich die Zähne zu putzen. Er war schon fast fertig, als Fenix endlich dazukam. Barfuß tapste der Zehnjährige über die alten, kalten Fliesen im Bad, doch achtete statt der Kälte nur auf das neuartige Gefühl der Windelcreme. Sie war nur ein kleines Detail, viel weniger wichtig als die Pampers, die ihn wieder trocken und straff umhüllte. Dank der Creme fühlte sich seine Haut angenehm kühl an, und dank der Feuchttücher sauberer als vorher. Alles war so ruhig und friedlich an diesem Abend im Haus seines Freundes. Er konnte beruhigt ins Bett gehen, auch wenn in seinem Bauch die Unmengen an Kakao, die er beim Fernsehen getrunken hatte herumgluckerten.
Fenix würde diese Nacht ins Bett machen.
Er freute sich schon darauf.

 

 

 

Hamburg, Montag, den 14. August 2023

›Und, wenigstens heute Nacht trocken geblieben?‹
Reflexartig schirmte Jakob sein Handy mit einer Hand ab, obwohl er in der hintersten Ecke des weitläufigen Kellerarchives der Hamburger Staatsanwaltschaft saß und niemand außer ihm überhaupt zu dieser Zeit hier unten war.

Er klickte auf den Chat mit Fenix und antwortete: ›Jap. Bin halt kein kleines Kind mehr!‹, gefolgt von einem Kulleraugensmiley.
Fenix Antwort kam sofort: ›Oho, ganz schön große Töne nach Samstagmorgen … ‹
Beim Lesen stieß Jakob einen Freudenseufzer aus. Ja, da hatte Recht. Natürlich. Von Anfang an. Wenn er so drüber nachdachte, dann war die Situation Freitagabend wirklich amüsant gewesen.

Sie mussten sich fast eine halbe Stunde draußen auf dem Deck unterhalten haben, bis Eisbär ein zweites Mal nach ihm geschaut hatte. Dann waren sie zu dritt wieder in den Rumpf des Schiffes gegangen und den Rest des Abends hatte Fenix mit ihm und seinen Freunden verbracht. Es war schon recht spät gewesen, sie hatten nicht mehr auf dem Spielteppich gehockt, sondern an der Bar gesessen und einfach geredet. Fenix hatte sich grade mit einer Selbstsicherheit und Selbstverständlichkeit ein Getränk bestellt, die Jakob erstaunte. Warum konnte er das nicht?

Dann hatte er ihn angesprochen: »Und für dich?«
»Nix«, hatte Jakob mit dem Kopf geschüttelt.
»Echt nicht?«, war Fenix überrascht gewesen.
Jakob sah verlegen auf seine Hände: »Wenn ich jetzt noch was trinke, dann … naja … dann mach ich heute Nacht ins Bett, vielleicht …«
Damit brachte er Fenix zum Kichern. Er lachte noch genau so wie früher als kleiner Junge. Dann räusperte er sich: »Na wofür ist denn die Pampi zwischen deinen Beinen gut?«, fragte er ihn in einer sanften, hohen Tonlage.

Jakob kicherte verlegen. Erst vor wenigen Augenblicken hatte er seinem ehemaligen Windelfreund erzählt, was ihn heute mit dem ganzen Thema verband. Das er Windeln noch genauso – wenn nicht sogar noch mehr – liebte wie früher, aber dass er darüber hinaus auch gerne wieder ein kleines Kind wäre, zumindest manchmal.
»Nee, die zieh ich doch aus bevor ich nach Hause geh. Außerdem würde die eh nicht mehr die Nacht über halten …«

Fenix zog amüsiert die Augenbrauen hoch: »Na was das angeht hast du auf jeden Fall recht, Kleiner. Aber du musst dir doch eine Frische anziehen, bevor du in dein Bett krabbelst! Sonst ist morgen früh Sturmflut bei dir im Zimmer!«
Noch während Jakob verlegen kicherte, fragte Fenix die Bedienung, ob sie auch Kakao hätten: »darf auch ein Großer sein«

»Na komm Jaki, den hast du dir verdient«, hatte Fenix gesagt, kaum stand der Kakao vor ihm und hatte damit in Jakobs Brust ein wohliges Kribbeln ausgelöst. Natürlich trank er den Kakao aus, wickelte sich vor dem Zubettgehen frisch und war am nächsten Morgen glücklich und mit einer durchnässten Windel aufgewacht.
Zum ersten Mal seit fast sechs Jahren.

Und an seinen Vorsatz, sich die Windel auszuziehen bevor er den Heimweg antrat, hatte Jakob sich auch nicht gehalten. Im Grunde genommen hatte er Freitag und Samstag fast durchgehend Windeln getragen. Aber im Gegensatz zu früher fühlte sich daran nichts gewohnt oder alltäglich an. In jedem Augenblick spürte er das weiche Polster, die subtile Nässe und die Wärme die seinen Unterleib umschloss.
Sogar heute morgen hatte er kurz darüber nachgedacht. Realistisch gesehen konnte er eine Windel ohne Probleme unter seiner Jeans verstecken und damit auf die Arbeit gehen. Eine Drynites zum Beispiel, davon hatte er auch noch mehr als genug, auch wenn die nicht mehr so gut passten wie mit Fünfzehn.
Aber das hatte er sich nicht getraut.

Jakob legte sein Handy umgedreht auf die Schreibtischplatte um sich nicht weiter ablenken zu lassen, griff eine weitere Mappe aus dem Stapel neben sich und schlug sie auf. Seit wenigen Tagen bestand das Pflichtpraktikum, welches er im Rahmen seines Jurastudiums machen musste, daraus, Akten zu digitalisieren. Im Kellerarchiv der Hamburger Staatsanwaltschaft. Die Mappe bestand aus weicher, ausgefranster Pappe die ursprünglich mal Grün gewesen sein musste wie die Polizeiautos Ende der Neunziger. Doch schon bei einem genauen Blick auf das Deckblatt wurde er stutzig. Es ging nicht um einen Einbruch, Diebstahl oder dergleichen, sondern, das machte der Titel bereits klar: Um einen Vermisstenfall. Mit Sonderkommission.
Jakob hatte genug in seinem Studium aufgepasst, dass er wusste, was es bedeutete, wenn es zu einem Vermisstenfall Akten bei der Staatsanwaltschaft gab. Mindestens ein Anfangsverdacht auf eine Straftat musste bestanden haben. Er schlug die erste Seite auf, doch anstatt der Vermisstenanzeige rauszunehmen und auf den Flachbettscanner zu legen, fing er an sie zu lesen.

Aylin Çelik, 17 Jahre Alt.
Vermisst gemeldet von ihrem Vater, vor fast dreißig Jahren im November 1996. Ihrem Vater war ihr Verschwinden erst zwei Tage später klar geworden. Zwischen den Zeilen konnte man lesen, dass die Beamten zunächst an eine Ausreißerin gedacht hatten.
Doch dabei konnte es nicht geblieben sein, denn dann läge diese Akte jetzt nicht hier, dachte Jakob sich.
Oder doch, weil sie 17 gewesen war? Bei Minderjährigen gab es immer eine Ermittlungsakte, hatten sie das nicht gelernt?
Er wollte grade umblättern, da vibrierte sein Handy erneut.

Jakob zögerte keine Sekunde, sondern griff wieder nach dem schwarzen Smartphone. Fenix hatte ihm geantwortet! ›Aber das ist doch super, Kleiner! Ich bin stolz auf dich. Aber wenn du morgen wieder ins Bett pullern solltest, ist das auch kein Weltuntergang!‹
Jakob antwortete mit einem errötenden Emoji.
Dann fügte er hinzu: ›Nö. Außerdem haben wir doch Freitag gelernt dass das voll unrealistisch ist, als Siebenjähriger noch Windeln zu brauchen!‹
Fenix antwortete sofort: ›Ja, oder als Elfjähriger …‹

Jakob lachte stumm und schüttelte dann den Kopf, ohne dass das Lachen auf seinem Gesicht dabei verflog. Da waren sie noch im Spielbereich gewesen, Jakob hatte auf dem großen Spielteppich gekniet, Oscar auch, und sie hatten eine überdimensionale Brücke aus Offbrand-Duplosteinen gebaut. Fenix hatte mitgemacht, erst ironisch, dann schnell mit ernsthaftem Engagement. Es war alles wieder wie früher gewesen. Die Steine waren aus dünnem Plastik, leicht und fragil, die Brücke ebenso – entsprechend herausfordernd war ihr Unterfangen. Es dauerte nicht lange, da bekamen sie Verstärkung.

»Ihr müsst versuchen von oben mehr Halt in die Konstruktion zu bekommen«, gab ihnen ein Endzwanziger mit randloser Brille und Dreitagebart einen Rat.
Der Rat war gut gemeint, vermutlich wirklich gut. Immerhin würde sich nachher herausstellen, dass Marcel, so hieß ihr Ratgeber, Bauingenieur war.
Doch Jakob war in diesem Moment zu sehr in seinem Element gewesen als so einen Rat anzunehmen.
»Ich weiß was ich tue, ich bin schon Sieben!«, antwortete er zu Erheiterung seiner Freunde und griff wieder in die Bausteinkiste. Dann drückte er weitere Steine von unten in den Rundbogen. Auch Marcel schmunzelte, bevor er antwortete: »Sieben Jahre Alt und immer noch nicht trocken? Wo gibt’s denn sowas?«

Jakob drehte sich um und stemmte gespielt-empört seine Hände in die Hüften: »Die ist nur für den Notfall!«, doch wurde von Oscar übertönt: »Ja voll! Das ist voll unrealistisch, dass Joshi als Siebenjähriger noch Windeln trägt! Ich bin wenigstens erst vier.«
Aber Eisbär versuchte zu beschwichtigen: »Ach, ich kenn sogar Littles die sind zehn Jahre alt und brauchen immer noch Windeln, eigentlich mega Quatsch, aber darum geht’s doch nicht …«
Da musste Fenix plötzlich lachen und Jakob dann auch.
»Zehnjährige in Windeln sind Quatsch, oder Jakob?«, stichelte Fenix seinen Freund.
»Genau so Quatsch wie so zu tun als würde man ins Bett machen um wieder Windeln zu bekommen, weil man neidisch auf seinen besten Freund ist …«
Die beiden Freunde sahen sich verschwörerisch an, während sich um sie herum Verwirrung breit machte.

»Oh«, machte Fenix als er bemerkte dass Jakobs Freunde nicht wussten, worüber sie Witze machten: »Darf ichs erzählen, Jakob?«
Jakob zuckte mit den Schultern. Eigentlich hatte er immer mit Absicht nichts davon erzählt dass er als Kind so lange Windeln getragen hatte, selbst bei seinen Littlefreunden. Aber er war grade zu gut gelaunt, zu sehr im Spielmodus, zu sehr klein, um sich viele Gedanken darüber zu machen. Das passte schon so. Fenix wusste schon, was er tat.
»Also, Jakob hat als Siebenjähriger wirklich noch Windeln gebraucht …«, fasste Fenix zusammen: »Und als Zehnjähriger auch, auch mit Zwölf noch …«
»Awww … Nachts?«, schlussfolgerte Oscar.

»Neee«, antwortete Fenix für Jakob: »Immer. Jakob hat als Kind rund-um-die-Uhr Windeln getragen, jeden Tag! Das war ganz normal bei ihm zu Hause. Sogar in der Schule! Ihr könnt gar nicht glauben wie neidisch ich auf ihn war als ich das mitbekommen hab!«

 

 

 

Kleinfeldern, Samstag, den 15. Dezember 2012

Als das orange Licht der schwachen Wintersonne Fenix am nächsten Morgen aufweckte brauchte er einen Moment um zu verstehen wo er war. Er hatte mehr als gut geschlafen, doch der Ort an dem er aufwachte, fühlte sich ungewohnt an. Er lag auf einer Matratze auf dem Boden, links neben ihm ein Legoflugzeug und rechts neben seinem Kopf die hölzerne Leiter eines Hochbettes.

Er hatte bei seinem Freund Jakob übernachtet. Anders als bei seiner letzten Übernachtung bei seinem neuen Freund fühlte er sich nun aber nicht aufgekratzt und aufgeregt sondern entspannt, beinahe ausgeruhter als wenn er Zuhause in seinem eigenen Bett aufwachte. Das alte Haus der Kerkwalds, in dem sonst immer so viel Leben herrschte, war noch ganz still. Draußen fuhr ein Auto durch die Straße, aber ansonsten herrschte Ruhe.
Doch auch wenn er einen kurzen Moment gebraucht hatte, um sich zu erinnern, wo er war, Fenix hatte nicht eine Sekunde lang vergessen, dass er diese Nacht mit einer Windel ins Bett gegangen war.
Wäre er nicht vor kurzem selbst noch regelmäßiger Bettnässer gewesen, dann wäre er in diesem Moment dem nachvollziehbaren Trugschluss erlegen, dass seine Windel die Nacht unbenutzt überstanden haben musste. Die Pampers zwischen seinen Beinen fühlte sich warm und flauschig an. Keine Spur von Nässe. Konnte man denken, wenn man Windeln nicht kannte und nicht wusste, wie sie sich anfühlten, wenn man reingepullert hatte. Noch bevor Fenix die Augen ganz geöffnet hatte drückte er seine Oberschenkel zusammen, spürte das aufgequollene, warme Saugfließ zwischen seinen Beinen und wusste ganz genau Bescheid.

Im nicht weit entfernten Kirchturm läuteten die Glocken Neun Uhr, da spürte Fenix, dass er pinkeln musste. Seine Pampers war zwar nass, aber offenbar hatte er in der Nacht nicht alles laufen lassen, sondern nur ein bisschen etwas. Das war ihm früher auch oft passiert. Der Zehnjährige schloss die Augen wieder, entspannte seinen ganzen Körper und pieselte ohne den Hauch einer Überwindung frisches heißes Pipi in seine Windel.
Nichts daran fühlte sich ungewohnt an, es war für ihn vielmehr so als hätte es die sechs Wochen in denen er Nachts trocken gewesen war nie gegeben.
Überraschend viel Pipi lief aus ihm heraus und sammelte sich im hinteren Teil der Windel, die sich anschließend nicht mehr nur warm und flauschig sondern nun auch tatsächlich feucht anfühlte. Fenix konnte förmlich spüren wie die Pampers dick anschwoll und seine Oberschenkel auseinanderdrückte.

»Guten Morgen!«, gähnte sein fast gleichaltriger Freund plötzlich von oben und riss Fenix aus seinen Gedanken.

»Jakob, ich hab heute Nacht voll ins Bett gemacht!«, begrüßte Fenix seinen Freund begeistert.
Jakob gähnte, schien noch nicht ganz wach und nuschelte Schulterzuckend: »Ich auch.«

Ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden, krabbelte Jakob zu seiner Hochbettleiter und stieg dieselbe herunter. Seine klitschnasse Pampers sackte schwerfällig zwischen seinen Beinen herab und erzeugte einen beachtlichen, äußerst voluminösen Windelpo in seiner engen Schlafanzughose.
Im Gegensatz zu seinem Freund war Jakob an diesem Morgen völlig ohne Harndrang aufgewacht. Wie immer. Sämtliches Pipi war in der Nacht wie auf Autopilot in das Saugfließ seiner immer weiter anschwellenden Pampers getröpfelt. Obwohl die Windel bis auf ein paar Spritzer noch trocken gewesen war, als er vor Neun Stunden ins Bett gegangen war, war sie nun völlig durchnässt. Wie jeden Morgen. Jakobs Kinderarzt hatte das seiner Mutter mal erklärt und Jakob hatte aufmerksam zugehört. Dass er einen tiefen Schlaf hatte war ein Problem, dass ihn eigentlich nichts aufwecken konnte. Und irgendein Stoff fehlte ihm, Melonin oder so, der dafür zuständig war, das andere Kinder nachts weniger pullern musste als tagsüber. Achja und seine Blase war viel kleiner als in seinem Alter normal wäre. Das alles hatte der Arzt erzählt und Jakob hatte verstanden: Im Grunde hatte er gar keine Chance Nachts trocken zu werden.

Trotzdem hatte seine Mutter fast zwei Jahre lang darauf geachtet, dass er nach siebzehn Uhr nichts mehr trank und vor dem Schlafen gehen nochmal auf Toilette ging. Sogar ihn um Zweiundzwanzig Uhr nochmal zu wecken und aufs Klo zu bringen hatte sie ein paar Mal probiert. Doch der einzige Effekt all dieser Bemühungen war stets dass Jakobs Windel am nächsten Morgen lediglich nicht ganz so voll war. Aber nichtmal genug als das er wenigstens Drynites anstatt Pampers hätte tragen können.
Schnell war Jakob genervt davon gewesen dass er Abends manchmal durstig ins Bett gehen musste obwohl er trotzdem weiterhin Pampers brauchte und so hatte sich dieses Thema schließlich wie alle Trockenwerd-Bemühungen bei dem Elfjährigen verlaufen. Seitdem waren Jakobs Pampers jeden Morgen wieder kurz davor auszulaufen, aber dafür durfte er wieder einen Gute-Nacht-Kakao trinken.

Er schlief überwiegend auf dem Rücken, also floss all das Pipi zu seinem Po, wo die Windel breit und dick anschwoll, bevor sie sich die Nacht über zwischen den Oberschenkeln vollsaugte bis das Saugfließ beim aufwachen überall heiß und glitschig-nass war. Keine Spur von warmer, flauschiger Trockenheit wie sie Fenix zwischen seinen Beinen spürte, Jakobs Windel war jeden Morgen so nass dass er nachts manchmal geträumt hatte, er hätte in die Hose gemacht. Bevor er sich an die Nässe gewöhnt hatte.

Kaum war der Elfjährige auf dem Boden angekommen, rieb er sich die Augen und streckte sich. Fenix beobachtete amüsiert, wie Jakobs knappes Oberteil dadurch nach oben gezogen wurde und den bisher verdeckten Rest seiner Windelbündchen freigab. Aber Jakobs Nachtwindel schaute an seinem Po ohnehin die ganze Zeit heraus. Fenix schlug seine Decke beiseite und stand ebenfalls auf, noch bevor Jakob seine Augen wieder geöffnet hatte.
»Guck, ich hab die Pampers heute Nacht echt gebraucht!«, sagte er. Stolz.

Jakob sah auf Fenix Schlafanzughose und erkannte darunter die typische Wölbung einer nassen Windel. Überrascht weiteten sich seine Augen, das matte Glänzen des Schlafes verschwand und stattdessen strahlte wieder ein Leuchten aus seinen Pupillen: »Mit Absicht?«
»Nein! Garnicht, ich hab nix gemerkt!«, freute sich Fenix.
»Oha!«, war Jakob überrascht: »Wow, cool! Aber, nee, das … das ist irgendwie nicht so gut, oder?«
Fenix legte den Kopf schief und grinste: »Warum? Dafür sind Pampers schließlich da!«
»Was wenn dir das heute Nacht wieder passiert? Zuhause?«
»Nee. Da geh ich doch auf die Toilette bevor ich ins Bett geh«, antwortete Fenix Schulterzuckend und foppte dann seinen Freund: »Vielleicht solltest du das auch mal probieren!«
Seit vielen Jahren reagierte Jakob gereizt darauf, wenn er ungefragte, gut gemeinte Ratschläge zu seinem Pipi-Problem erhielt. Von Verwandten, manchmal sogar von Freunden, vor allem von seiner Mutter.
Aber nicht von Fenix. Jakob grinste seinen Freund an: »Ich hab aber einfach keine Lust auf Toilette zu gehen!«
Fenix lachte, bevor er antwortete: »Hm, ich auch nicht.«

Ausgelassen alberten die beiden Fünftklässler noch etwas weiter über ihre Windeln und wetteiferten beinahe ein bisschen. Doch als sie kurz darauf jegliche Details über ihre ungewöhnliche Nachtunterwäsche ausgetauscht hatten, wurde ihnen schnell langweilig. Jakobs Frage »Wollen wir am Flughafen weiterbauen?«, konterte Fenix mit: »Wann gibt es bei euch eigentlich Frühstück?«
»Keine Ahnung, wenn im Tigerentenclub die Pfefferkörner-Folge vorbei ist«, antwortete Jakob wahrheitsgemäß.

Da fiel Fenix ein: »Ohhh! Jakob, lass Fernseh gucken!«, und er wollte schon zur Zimmertüre gehen, da hielt der Zehnjährige plötzlich inne: »Ähhh … sieht man, dass ich eine Pampers anhab? Wenn Ich so mach?«
Fenix zog sein Schlafanzugoberteil über seinen Po.
Jakob verstand, dass Fenix nicht mit nasser Windel gesehen werden wollte heute Morgen. Er musste kicherte: »Ja. Total … Tschuldigung, aber is so.«

 

 

 

Anderthalb Stunden später

»Jakob gibst du mir mal bitte die Marmelade?«
Jakob reagierte nicht.
Der Elfjährige starrte in die Ferne und hatte den Mund leicht geöffnet.
Fenix schielte zu seinem Freund rüber und wusste genau, warum der grade abgelenkt war. Er pieselte in seine eh schon total vollgepinkelte Pampers. Dann traf sein Blick den von Robin. Die Fünfzehnjährige hob die Augenbrauen und deutete mit ihren Augen auf ihn selbst.
Fenix kicherte peinlich berührt als er verstand, was die Schwester seines Freundes ihm sagen wollte: ›Du bist auch nicht besser!‹

»Jakob! Marmelade!«, wiederholte seine Mutter ihre Aufforderung und drang damit diesmal bis zu Jakob durch.
Jakob nahm die Marmelade in die Hand und erhob sich leicht von der Eckbank um sie seiner Mutter anzugeben.
Als er sich wieder hinsetzte schmatzte die aufgedunsene Pampers leise und Fenix hatte keinen Zweifel dass die Windel seines Freundes grade ein ganzes Stück nasser geworden war.
Was unfair war, denn er hielt sein Pipi grade absichtlich zurück. Und zwar schon seit fast einer halben Stunde. Seitdem Eva ins Wohnzimmer geplatzt war um die beiden Jungen zum Frühstück zu holen. Die prallvolle Pampers ihres eigenen Sohnes hatte sie nicht mit der Wimper zucken lassen – wieso auch – doch der Windelpo seines Gastes hatte sie überaus überrascht.
Wie am Abend zuvor lagen beide Jungen bäuchlings auf dem Teppich vor der Couch und starrten auf den Fernseher. Überzeugt, die einzigen zu sein, die im Haus wach waren – wie die Stunde zuvor. Als sie bemerkt hatten, dass Jakobs Eltern noch schliefen, hatte Fenix seine nasse Nachtwindel einfach anbehalten und die beiden Jungen waren still und leise nach unten geschlichen. »Wenn Mama und Papa aufwachen gehst du einfach schnell ins Bad und ziehst die Pampers aus!«, hatte Jakob den Plan formuliert.
Blöd nur, dass sie sich beide von Pokemon auf RTL II hatten ablenken lassen.

»Fenix? Hast du etwa eine von Jakobs Windeln an??«, wunderte sich Eva, als sie die beiden Jungen sah.
Augenblicklich zuckte der Zehnjährige zusammen, sprang auf und hielt die Hände vor den Schritt.
»Ich … äh … ja … aber …«, stotterte Fenix mit klopfendem Herzen und auch Jakob sah erst zu seinem Freund, dann alarmiert zu seiner Mutter.
Verdammt, jetzt brauchten sie eine gute Ausrede!

»Wir haben nur …«, setzte Jakob an, aber dann wusste er nicht weiter.
Eva stemmte die Hände in die Hüften und wollte grade zu einer Standpauke ansetzen, da wurde ihr das Wort abgeschnitten.
»Ich hab ihm gestern die Windel gegeben«, rief Robin aus dem Flur und stand im nächsten Moment im Wohnzimmer: »Die Jungs haben beim backen so viel Kakao genascht, dass ich ein schlechtes Gefühl dabei hatte. Fenix hat ja selbst bis vor kurzem noch ins Bett gemacht …«
Eva nickte, da musste sie zustimmen.
» … ich dachte, das ist zur Sicherheit einfach besser«, beendete Robin ihre Erklärung.
Eva sah missmutig zu ihrer Tochter: »Ja, aber …«

Robin wandte sich schnell an Fenix: »Bist du denn trocken geblieben, heute Nacht?«
Fenix Augen wurden groß, seine Wangen rot, dann schüttelte er leicht mit dem Kopf.
»Nah guck«, sagte Robin, mehr an ihre Mutter als an Fenix gewandt: »Die Windel war also eine gute Idee. Ich hab euch gleich gesagt, das war zu viel Kakao! Aber jetzt kommt rüber, sonst wird das Rührei kalt!«

Jakobs Mutter grunzte missbilligend und machte auf dem Absatz kehrt. Fenix sah sprachlos zu der großen Schwester seines besten Freundes, die ihm nun noch einmal zuzwinkerte. Robin war noch besser darin, sich aus Sachen herauszureden als sein Bruder Nick. Mühelos hatte sie bewirken können dass er das ganze Frühstück lang in seiner kuscheligen, pipiwarmen Pampers bleiben konnte, als wäre es das normalste auf der Welt das ein Zehnjähriger als Vorsichtsmaßname eine Nachtwindel anbekam. Aber das war es ja grade, wenn sie das so sagte, klang das wirklich so! Auch wenn sie dreist gelogen hatte, was den Kakao anging.

Auch ansonsten war das Frühstück mit Jakobs Eltern und seiner Schwester toll. Das Rührei, das Robin gemacht hatte schmeckte vorzüglich und auch Jakobs Mama war eigentlich ganz nett, wenn man nicht grade mit einer Windel von ihr erwischt wurde. Nur darauf dass sie mithalfen abzuräumen, bestand sie. Was Fenix ein bisschen nervte, denn zu Hause musste er das nie machen!
»Du musst kräftiger ziehen!«, instruierte Eva ihn, als Fenix versuchte das untere Drahtgestell aus der Spülmaschine zu ziehen. Eva war nun hektisch, sagte ihnen ohne viel Erklärung was zu tun war und die entspannte Stimmung des Frühstücks war plötzlich wie weggeblasen. Jakob trug drei Teller auf der Hand und watschelte zur Spülmaschine rüber. Seine Pampers hing tief in seiner Hose herab und wackelte bei jedem Schritt, aber auch Fenix spürte wie schwer und nass seine eigene Windel war.

Auch bei Jakobs Mutter blieb der Watschelgang ihres Sohnes nicht unbemerkt: »Jungs, wenn ihr hier fertig seid, zieht ihr euch bitte frische Windeln an, aber sofort!«
»Frische Windel?«, wunderte sich Fenix leise. Eva schüttelte eilig mit dem Kopf, als sie ihren Versprecher bemerkte: »Also Fenix, du ziehst deine Windel natürlich einfach aus, bitte. Eine Frische braucht selbstverständlich nur Jakob.«

Doch da lachte Jakob schon: »Komm Fenix, gleich kriegen wir frische Pampers!«

Autor: giaci9 | Eingesandt via Ticket

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