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Das sechste Bett

30/01/2026 3 comments Article Gemischt Melden_99
Windelgeschichten.org präsentiert: Das sechste Bett

„Das kannst du vergessen!“ Mama räumte die Küche auf und tat so, als achtete sie nicht auf mich. „Ich gehe ganz sicher nicht in so ein hirntotes Feriencamp!“, schrie ich. „Doch, gehst du. Und jetzt will ich nichts mehr davon hören“. Ich stampfte wütend mit dem Fuß auf und hätte beinahe den Teller fallen gelassen, den ich gerade in der Hand hielt. Ich stellte ihn in den Hängeschrank und räumte weiter die Spülmaschine aus. „Wenn du wieder zurück bist, wirst du sagen, dass es die schönsten Ferien waren, die du je gehabt hast“. „Wohl kaum“, maulte ich. Mama sah mich an. „Noah. Du wirst dort Freunde finden und viel Spaß haben“. Ich schmollte. „Du weißt, wir können dich nicht auch mitnehmen“. „Warum nicht?!“, fragte ich, obwohl ich die Antwort schon kannte. Mamas neuer Freund hatte eine Kreuzfahrt gebucht, und die wollte er mit Mama alleine verbringen. Ohne mich, mit dem er sich immer stritt. Nur mein kleiner Bruder durfte mit. Der hatte sich ja auch ordentlich eingeschleimt. Die drei würden einen Urlaub im Mittelmeer erleben, in allem Luxus, und mich wollten sie in ein Feriencamp im Nichts, irgendwo im tiefen Wald in Brandenburg abschieben. „Nächstes Jahr machen wir wieder gemeinsam Urlaub“, antwortete sie. „vielleicht verstehen wir uns dann auch alle wieder besser“. Da war es wieder. Sie gab mir die Schuld an allem. Mir war nach Heulen zumute, aber ich war lieber wütend. „… riesige Wasserrutsche“, hörte ich Jona, als ich ins Esszimmer kam. „Das wird sooo meeegaaaa“, sagte er gedehnt und sah mich aus den Augenwinkeln an. „Das werden die besten Ferien, die ich…“, setzte er nach, bis Mama ihn unterbrach, indem sie mich fragte, ob ich gut geschlafen hatte. „Yo“, sagte ich und nickte. Es war das letzte Wochenende vor den Ferien. Ich setzte mich an den Frühstückstisch zu Mama, Papa und meinem kleinen Bruder. Es roch nach frischen Brötchen und Kaffee, den ich zwar noch nicht trinken durfte, aber dessen Geruch ich mochte. Ich nahm mir ein Brötchen und bestrich es mit Nutella. „Schön, dass du auch noch kommst“, sagte Papa. Ich schenkte mir Orangensaft ein und begann, mein Brötchen zu essen. „Willst du auch einen Kakao?“, fragte Mama. „Hmm“, machte ich und nickte. „Noah, sprich nicht mit vollem Mund“, ätzte Papa. „Nimm mal die Ellenbogen vom Tisch und sitz‘ ordentlich“. Genervt tat ich ihm den Gefallen. Jona schlürfte mit seinem Kakao, aber niemand sagte etwas. „Noah, wir fahren nachher ins Einkaufszentrum“, verkündete Papa. „Ein paar Sachen für die Ferien kaufen. Möchtest du mitkommen?“ Ich schüttelte den Kopf. Ich war mit meinen Freunden auf dem Skateplatz verabredet. Ich hatte echt keinen Bock, mit der Family durch das Einkaufzentrum zu ziehen. „Bist du sicher, Schatz?“, fragte Mama. „Du könntest doch vielleicht ein paar Wanderstiefel für das Ferienlager gebrauchen. Und eine neue Hose für draußen“. „Nö“, machte ich. „Hab‘ ich alles schon“. „Aber du kannst doch nicht mit deinen alten Turnschuhen in die Ferien gehen“, machte sie weiter. „Die gehen doch so schnell kaputt, wenn ihr den ganzen Tag draußen seid“. „Boah, Mama! Ich komm schon klar“. Papa schnalzte missfallend mit der Zunge. Ich hatte keinen Bock, darüber zu reden. Ich hatte keinen Bock, „den ganzen Tag draußen zu sein“. Am Arsch der Welt. In einem, heruntergekommenen, verlausten und verzeckten alten Schuppen mit irgendwelchen anderen Kindern, die wie ich von ihren Eltern abgeschoben worden waren. Und schon gar nicht, dort in irgendwelchen Wanderklamotten aufzutauchen. „Naja“, sagte mein Vater, „vielleicht lernt er da ja, pünktlich zum Frühstück zu kommen“. In meinem Bauch verknotete sich etwas. „Mark“, sagte meine Mutter. „Lass ihn doch“. Nach dem Frühstück packte ich meine Sachen in den Rucksack, als Jona in unser Zimmer kam. Mein Bruder hatte nasse Haare und nur ein Handtuch um seine Hüfte geschwungen. Er duschte immer erst nach dem Frühstück. Ich packte schweigend weiter, während er sich anzog. Wir fanden es beide blöd, nur ein Zimmer zu haben. „Warum willst du nicht mit zum Einkaufen?“, fragte er. „Ach, kein Bock“. „Bist du sauer, weil du nicht mit darfst in den Urlaub?“ Ich sah mich zu ihm um. Er stand da in seiner Unterwäsche und sah mich an. „Muss es nicht. Ich komm‘ schon klar“. „Ist bestimmt hart, so ein Dschungelcamp. Hast du keine Angst, allein zu sein?“. „Quatsch. Besser als vier Wochen lang mit Papa und dir auf einem Schiff eingesperrt zu sein“. Auf dem Fußboden lag der neue Wanderrucksack, den Papa mir gekauft hatte. Mama war damit beschäftigt, die Sachen einzupacken, die auf der Liste standen, die wir bekommen hatten. „Wandersocken, drei Paar“, ließ sie vor. „Haben wir dir gekauft“. Sie griff in meinen Schrank und holte das Paket hervor, dann gab sie es mir und ich steckte es in den Rucksack. „T-Shirts und Unterwäsche für die ganze Ferienzeit“, las sie vor. „Ich packe mal für jeden Tag ein neues Shirt ein“. Sie suchte die Sachen zusammen und gab sie mir. „Die nicht, Mama!“. Ich gab ihr die Shirts mit Pokémon-Motiven zurück. „Nur die Skater-Sachen“. Sie legte sie zurück und suchte mir ein paar einfarbige und ein paar mit Werbung für meine Lieblings-Skateboard-Marken heraus. „Pokémon ist dir wohl peinlich“, stellte Jona kichernd fest. Er saß auf seinem Bett und tat so, als lese er in einen Comic. „Zwei Schlafanzüge“, las Mama vor. „Siehe: Hinweise bei bettnässenden Kindern“. Jona kicherte. Ich wurde rot. „Wo sind die denn“, las Mama weiter. „Ah, hier: ‚Machen sie sich keine Sorgen, wenn ihr Kind noch nicht zuverlässig trocken ist. Wir sorgen dafür, dass es dadurch keine Benachteiligung erfährt. Geben sie dies einfach bei der Anmeldung an. Bitte packen sie Wechselwäsche ein: eine zusätzliche Hose und einen zusätzlichen Schlafanzug. Windeln müssen sie nicht mitgeben‘“. Jona kicherte bei dem Wort „Windeln“. „Dann brauchst du die hier ja nicht“, sagte Mama und zeigte auf die Drynites-Überzieh-Hosen im Schrank. Jona, der seit drei Jahren nicht mehr ins Bett machte, kicherte wieder und kriegte sich gar nicht mehr ein.

Autor: Melden_99 | Eingesandt via Ticket

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Post Views: 2.209
Tags: kannst, vergessen, präsentiert, sechste, bett
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Burli
Burli
Gast
31/01/2026 09:17

Interessanter Beginn der Storry. Währe interessant zu Erfahren, warum Sie Ihn Papa nennen, wenn Er doch der neue Freund der Mutter ist. Und in welchem Alter sich Probanden befinden.

6
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Volker
Volker
Gast
Antwort an  Burli
01/02/2026 23:40

Genau das wollte ich auch fragen. Zusätzlich noch der Hinweis, dass du dir jemanden zum probelesen suchen solltest, es sind ein paar kleine unnötige Fehler drin über die man beim Lesen stolpert.
Mich wundern auch die vier Wochen. So lange gehen Ferienlager normalerweise nicht und so viele t Shirts hat keiner zu Hause bzw passen nicht in den Rucksack. Da müssten die beschriftet sein und dort gewaschen werden…

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giaci9
giaci9
Gast
01/02/2026 00:23

Super erstes Kapitel, weiterso!

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